• Mittwoch, 11. März 2015
  • von Eve-Catherine Trieba

Tempelhof-Schöneberg

Jetzt wird man fair, mit ganz großen Schritten

  • Steuerungsgruppe Tempelhof-Schöneberg
    TeilnehmerInnen der Steuerungsrunde mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (untere Reihe links). Foto: externe Quelle - ©BA Tempelhof-Schöneberg

Eine lokale Steuerungsgruppe lenkt den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ab sofort ganz offiziell in Richtung Nachhaltigkeit. Damit ist der zweite Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als offizielle "Fairtrade-Town" getan.

Bereits seit einiger Zeit werden auf den Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Tempelhof-Schöneberg nicht mehr irgendwelche Erfrischungen gereicht. Für den Kaffee und die kleinen Snacks, mit denen sich die Volksvertreter stärken bzw. wach halten können, mussten sich keine Bauern ausbeuten lassen und auch auf die ökologischen Anbaubedingungen wurde so weit wie möglich geachtet. Die Entscheidung für Produkte aus dem fairen Handel ist das erste von fünf Kriterien, mit denen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sich um den Titel als "Fairtrade-Town" bewirbt. Das internationale Label wird seit 2009 an Städte, Kommunen und Gemeinden in Deutschland verliehen, die sich besonders intensiv für fairen Handel und nachhaltigen Konsum einsetzen.

Als zweiter Schritt wurde Anfang März eine lokale Steuerungsgruppe des Bezirks vorgestellt. Sie soll in den kommenden Monaten alle Maßnahmen auf dem Weg zur Fairtrade-Town vorantreiben und koordinieren. Gegründet wurde die Gruppe, zu der auch Berliner Bürger gehören, von Bürgermeisterin Angelika Schöttler. "Für immer mehr Menschen ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu konsumieren. Mit unserer Bewerbung wollen auch wir im Bezirk zeigen, dass wir einen Beitrag leisten wollen zu diesem wichtigen Thema und auch Anreiz schaffen für andere, sich mehr mit den Produkten, die sie kaufen, auseinanderzusetzen", so Schöttler über die Motivation Tempelhof-Schönebergs.

Sollte der Bezirk das Label zuerkannt bekommen, wäre er neben Charlottenburg-Wilmersdorf (Fairtrade-Town seit Juni 2011) und Mitte (Fairtrade-Town seit Oktober 2014) die dritte nachhaltig orientierte Gemeinde Berlins. Bis zur Auszeichnungsfeier ist jedoch noch einiges zu leisten. In den kommenden Monaten muss erreicht werden, dass in den 44 lokalen Einzelhandelsgeschäften und den 22 Cafés in Tempelhof-Schöneberg mindestens zwei Produkte aus dem fairen Handel angeboten werden. Außerdem muss das Thema Fairtrade in mindestens zwei Schulen, Vereinen und Kirchen zum Thema gemacht werden. Und last but noch least sind auch die lokalen Medien dazu aufgerufen, über den Weg von Tempelhof-Schöneberg zur Fairtrade-Town zu berichten. Vier Berichte pro Jahr sind hier das Minimum.

Rathaus Schöneberg

John-F.-Kennedy-Pl. 1
10825 Berlin

Zum Eintrag

Entdecke deinen Kiez mit unserer Karte! aufklappen

 
Quelle: QIEZ
Möchten Sie einen Beitrag schreiben oder eine Bewertung vornehmen?
Weitere Artikel zum Thema "Wohnen & Leben"

Wohnen & Leben

Darum ist es in Tiergarten am schönsten

Darum ist es in Tiergarten am schönsten

Keine Frage: In Tiergarten ist es schöner als sonst irgendwo. Grüner … mehr Tiergarten

Bildung

Umstittenes Gedicht kommt ans Brandenburger Tor

Umstittenes Gedicht kommt ans Brandenburger Tor

Nach der Debatte um das angeblich sexistische Gedicht "avenidas" an der … mehr Mitte, Hellersdorf

Mobil

Fünf Dinge, die du über das Mobilitätsgesetz wissen solltest

Fünf Dinge, die du über das Mobilitätsgesetz wissen solltest

Vorfahrt für Radler – auf diese einfache Formel wird das gestern vom … mehr Berlin

Wohnen & Leben

Die Robbe verlässt Kreuzberg und Prenzlberg

Die Robbe verlässt Kreuzberg und Prenzlberg

Nachdem Berlins bekanntester Autoverleih Robben & Wientjes im vergangenen … mehr Prenzlauer Berg, Kreuzberg

Wohnen & Leben

#GirlCrush: Mascha ist verknallt – in eine Freundin! Unsere Singlekolumne #45

#GirlCrush: Mascha ist verknallt – in eine Freundin! Unsere Singlekolumne #45

Mascha verknallt sich ja gerne hin und wieder mal. Diesmal hat sie aber … mehr Berlin

Durch den Kiez

Franziska Giffey und die vielen Gesichter von Neukölln

Franziska Giffey und die vielen Gesichter von Neukölln

Schon längst ist sie nicht mehr nur das Gesicht von Neukölln: In diesen … mehr Neukölln

Artikel versenden

Geben Sie hier die E-Mail-Adresse des Empfängers ein (z.B. name@xyz.de).
Mehrere Empfänger werden durch Kommata getrennt.

* Pflichtfelder

Hast Du bereits ein QIEZ-Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

ODER
Falls Sie sich mit Ihrem Facebook-Konto auf Qiez.de registriert haben, klicken Sie auf den nebenstehenden Button, um sich mit Ihrem Facebook-Konto anzumelden.

Passwort zurücksetzen