• Samstag, 18. Mai 2013

Verein plant queere Gedenkmeile am Nollendorfplatz

Ein Walk of Fame der Schwulen und Lesben

  • Walk of Fame
    Auf dem Original-Walk of Fame in Los Angeles sind 2.492 Sterne eingelassen, die Prominente der Unterhaltungsindustrie ehren. Foto: dpa - ©picture alliance / dpa

Ein neu gegründeter Verein will mit einem "Queer Walk of Fame" am Nollendorfplatz homosexuelle Persönlichkeiten ehren. Welches Symbol dafür verwendet werden soll, ist noch nicht entschieden - ein Stern soll es nicht werden. Vielleicht eine Sternschwuppe?

Das Schwule Museum ist nach Tiergarten gezogen, in eine alte Druckerei nahe dem Lützowplatz. Von einem "Aushängeschild für die Stadt" spricht der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Und geht es nach einer Initiative, dann soll bald auch an einem anderen Ort, gar nicht weit entfernt, an die Geschichte Homosexueller erinnert werden.

Vor einigen Tagen hat sich ein Verein gegründet, sein Name: Queer Walk of Fame. Und dieser plant eine Gedenkmeile für Schwule und Lesben nach Vorbild des "Gay Walk of Fame" in Los Angeles. Dort verewigten sich seit 2011 Personen, die sich für die Rechte Homosexueller engagieren – etwa Popsängerin Christina Aguilera. Der Gedenkweg in Schöneberg soll nahe dem Nollendorfplatz entstehen, der genaue Ort steht nicht fest.

Kein Stern als Symbol

Der Wunsch habe in der Community schon länger bestanden, sagt der Vereinsvorsitzende Nelles Ruppert. Wenn die Idee durchkommt, solle ein Kuratorium entscheiden, welche Persönlichkeiten geehrt werden. Er betont, es gehe nicht darum, "Fernsehsternchen" zu verewigen, sondern darum, Menschen zu ehren, die sich für die Rechte von Homosexuellen verdient gemacht hätten wie "Autorinnen, Intellektuelle, Aktivisten und gerne auch engagierte Heterosexuelle".

Der Stern sei als Symbol "abgenutzt", findet er, es gibt ja schließlich den Boulevard der Stars am Potsdamer Platz. Ein anderes Zeichen müsse her. Vielleicht ein Regenbogen oder eine Sternschnuppe, "oder gar eine Sternschwuppe?", scherzt Ruppert. "Im August ist die erste Mitgliederversammlung, dann diskutieren wir, wie es weitergeht." Auch die Finanzierung des Projekts wird dann Thema sein. In der SPD kam die Idee laut Hermann Zeller, dem queerpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, gut an: Von Dilek Kolat über Mechthild Rawert bis Jan Stöß seien alle "begeistert" gewesen. Dagegen sagt Matthias Steuckhardt, Vorsitzender des Ausschusses für Queerpolitik der CDU-Fraktion des Bezirks: "Mich reißt die Idee nicht vom Hocker.“ Die Idee sei nett, "aber was passiert, wenn der Verein pleite ist? Muss der Bezirk das Denkmal dann pflegen?"


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Quelle: Der Tagesspiegel
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