• Donnerstag, 18. Juli 2013
  • von Ulf Schumann

QIEZ-Blogger: Rote Insel Blog

Gewerbegebiet Naumannstraße verkauft

  • Gewerbebauten an der Naumannstraße
    Gewerbebauten an der Naumannstraße: Berggruen-Eigentum. Foto: Rote Insel Blog - ©Ulf Schumann
1Kommentar
KEIN KUMPANEI …
KUMPANEI -VERKAUF AN BERGGRUEN Bedeutungen Kumpanei: [1] verdeckte … mehr

Rote-Insel-Kiez - Es hatte sich schon länger angedeutet, jetzt ist es Gewissheit: Das Gewerbegebiet Naumannstraße wurde verkauft. Der Name des Käufers ist dann aber doch eine faustdicke Überraschung: Nicolas Berggruen.

Das Gelände wurde letztes Jahr von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben offensiv angepriesen, bislang war jedoch unklar, ob, und wenn ja, an wen verkauft wurde. Heute früh machte mich dann ein unbekannter Leser des Rote Insel-Blogs dankenswerterweise per Kommentar auf den Namen des neuen Eigentümers aufmerksam.

Was bedeutet das für die Rote Insel? Noch ist vieles unklar. Auf der Homepage der Berggruen-Holding ist lediglich schwammig davon die Rede, hier einen "Standort für Kreativwirtschaft" ansiedeln zu wollen. In Berlin gibt es derzeit  nur zwei Möglichkeiten, Gelände zu vermarkten: Entweder unter dem Stichpunkt Energiewende oder Kreativwirtschaft. EUREF-Müller hat das eine Themenspektrum bereits am Gasometer belegt, also bleibt auf der anderen Seite der Insel nur noch das Kreativ-Thema.
Der anonyme Kommentator schreibt, dass den Firmen, die mit Autos zu tun haben, bereits gekündigt wurde. Der Abriss der aus den 30er Jahren stammenden Gewerbebauten sei zur Zeit nicht geplant.

Genügend Freifläche wäre auch so vorhanden: Das gesamte Areal ist 80.000 qm groß, davon 35.000 qm Bestandsfläche. Platz für Neubauten wäre also vorhanden. Und das ist es wohl auch, worauf sich die Insel einstellen muss: Es existiert aus dem Jahr 2006 ein sogenannter Master-Plan des Bezirksamts, der zumindest einen Eindruck geben kann, wie sich das Gelände entwickeln könnte: Demnach würde vor allem auf der westlichen Seite des Areals, der östlichen Seite der Naumannstraße, eine massive Neubebauung mit Wohn- und Gewerbebauten entstehen; die alten Gewerbebauten würden größtenteils erhalten bleiben. Die Auswirkungen auf den Kiez wären vermutlich gewaltig, die Neubauten am Viktoriakiez oder in der Crellestraße könnten dagegen fast harmlos wirken.

Vieles ist noch unklar. Was will Berggruen überhaupt? Das Gelände weiter veräußern, selber bauen? Dass der Investor nicht mit reiner Menschenliebe zum Milliardär geworden ist, dürfte auch dem größten Träumer seit der Geschichte um die Karstadt-Übernahme klar geworden sein. Das Ziel wird auch auf der Roten Insel sein: Rendite. Noch ist es nicht zu spät, dass der Bezirk und die Stadt die Entwicklung in vernünftige Bahnen lenken, dass die Anwohner ausnahmsweise wahrhaftig in die Entwicklung eingebunden werden. Allein der Glaube daran fehlt mir.

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt vom Rote Insel Blog: roteinsel.blogspot.com

Adresse

Naumannstraße
10829 Berlin

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Quelle: Rote Insel Blog
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1 Beitrag zu diesem Artikel
M.G.M. PFAFF BERLin M.G.M. PFAFF BERLin 16.09.2013 01:21:48
KEIN KUMPANEI VERKAUF AN BERGGRUEN...
KUMPANEI -VERKAUF AN BERGGRUEN
Bedeutungen Kumpanei:
[1] verdeckte Zusammenarbeit unter Verletzung von anerkannten Regeln oder Gesetzen
[2] stillschweigende Zusammenarbeit zwischen Personen, darauf beruhend, dass eine Schwäche des jeweils anderen nicht ausgesprochen wird, Zusammengehörigkeitsgefühl, Freundschaft

Als Betroffener des Gewerbehof Naumannstraße in Schöneberg:
Der Bundesrat hat dem Verkauf an Nicolas Berggruen noch NICHT zu gestimmt ! Schon eimal ist der Verkauf am Bundesrat gescheitert. Der Bundesrat muß diesem Verkauf immer zu stimmen.

Es gab auch andere Kauf-Angebote von dort ansässigen Gewerbemietern für Teile des Grundstückes, teilweise auch höhere Angebote als Berggruen abgegen hat und dafür gibt es schriftliche Beweise.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat diese aber ignoniert. Die Gewerbetreiben dort wurden nicht informiert von dem evtl. Verkauf an Berggruen. Berggruen ließ dort seine Mitarbeiter über den Gewerbehof herrschaftlich ziehen und dort wurde den Mietern MÜNDLICH eine Kündigung ausgesprochen und wie "schonmal" ausselektiert. Gewiße Gewerbearten seinen dort unerwünscht und sollten schon mal Ihre "Koffer packen ".
Die zukünftig von Berggruen geduldeten Gewerbemietern haben dort Mietserhöhungen von über 100% zu erwarten und sollen teileweise umgesiedelt werden auf dem Gewerbehof und die Sanierungskosten selber dafür tragen. Berggruen will dort 0€ Investieren , was dort unter Zeugen von Berggruens-Mitarbeiter verlautbart wurde; vgl. Karstadt.
Die Betroffen fühlen sich dort so, wie zu NASI-ZEITEN, wo Nicolas Berggruen sein Vater Heinz Berggruen vor der Vertreibung,Disskremierung,Ausgrenzung und mehr der Herrschafts-Klasse kuschen mußten & ins "Exil" gehen.
Was würde der Vater dazu sagen ?
Welchen Kumpanei-Verkauf die Bima dort mit Nicolas Berggruen vor hat ist die Frage und wie immer ist es Seilschaft,Filz, Fetternwirtschaft der Politik mit Investoren.
Text
Hr. Berggruen wo ist mein Plakat ?
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