Umstrittenes Neubauprojekt in Lichterfelde-Süd

Senatsverwaltung stimmt Bürgerbegehren zu

Senatsverwaltung stimmt Bürgerbegehren zu
So plant die Groth-Gruppe das neue Viertel auf der Parks Range bisher. Jetzt haben die Bürger allerdings auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Lichterfelde-Süd - 2.500 neue Wohnungen sollen in Lichterfelde-Süd entstehen, so will es ein Investor. Dagegen gibt es Widerstand: Der Weg für ein Bürgerbegehren ist jetzt frei. Um erfolgreich zu sein, müssen sie innerhalb von einem halben Jahr insgesamt 7000 gültige Unterschriften sammeln.

Der Weg für das Bürgerbegehren gegen ein umstrittenes Neubauprojekt in Lichterfelde-Süd ist frei. Norbert Kopp (CDU), Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, bestätigte, dass die Senatsverwaltung für Inneres dem Bürgerbegehren unter dem Motto „Natur- und Landschaftsschutz mit Wohnen und Arbeiten vereinbaren“ zugestimmt habe. Die Initiatoren vom Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde-Süd wurden nach eigenen Angaben am Mittwochabend informiert. Um erfolgreich zu sein, müssen sie jetzt innerhalb von einem halben Jahr insgesamt 7000 gültige Unterschriften sammeln.

Der offizielle Start der Unterschriftensammlung soll an diesem Sonntag ab 13 Uhr beim 14. Japanischen Kirschblütenfest in Lichterfelde-Süd sein, teilt das Aktionsbündnis mit. Das Fest findet entlang des Berliner Mauerweges zwischen Ostpreußendamm und Holtheimer Weg statt. Das Aktionsbündnis hat die Standnummer 13. Mit dem Bürgerbegehren möchten die Initiatoren unter anderem erreichen, dass auf dem etwa 100 Hektar großen Areal (ehemaliges Militärgelände Parks Range) zwischen Réaumurstraße, Osdorfer Straße, der Landesgrenze und der S-Bahntrasse lediglich 1500 Wohnungen auf einer Fläche von höchstens 160 000 Quadratmetern gebaut werden.

Am 13. Mai Informationsveranstaltung

Der Investor und Eigentümer, die Groth-Gruppe, plant dort 2500 Wohnungen. Die Bürger fordern außerdem, dass die vorhandenen Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Gewerbebetrieben dort auf dem Gelände gesichert werden. Ferner wollen sie durchsetzen, dass das Gebiet für die Naherholung geöffnet und dass die dort entstandenen Lebensräume für geschützte Tier- und Pflanzenarten gesichert werden. Als weiteren Punkt fordern sie ein unabhängiges Verkehrsgutachten, um festzustellen, ob die Straßen in Lichterfelde-Süd das zusätzliche Verkehrsaufkommen aufnehmen könnten.

Am Mittwoch, dem 13. Mai, soll es im ehemaligen BVV-Saal des Rathauses Steglitz eine Informationsveranstaltung dazu geben, Beginn ist um 18 Uhr. Laut Aktionsbündnis werden Experten für Naturschutz, Gesundheit und Mieten dort die Inhalte und Ziele des Bürgerbegehrens vorstellen.


Quelle: Der Tagesspiegel

Rathaus Steglitz, Schloßstraße 37, 12163 Berlin

Telefon 030 90 299 - 0

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