Durch den Kiez

Senna Gammour: "Ich liebe die Berliner Schnauze"

Senna Gammour:
Mitte Januar startet Sennas Tour. Wir haben uns mit ihr über das Berliner Leben und ihre Show unterhalten.
Charlottenburg – Wir haben Ex-Monrose-Sängerin Senna Gammour getroffen und mit ihr über das Leben, Beziehungen und Lieblingsorte gesprochen. Ihre kommende Tour namens Liebeskummer ist ein Arschloch startet Mitte Januar.

Großer Hut, durchdringende Stimme und neongelbe Fingernägel: Die bekannte TV-Schönheit Senna Gammour fällt auf. „In Frankfurt wäre ich mit diesem Style der absolute Eyecatcher“, meint die schlanke 37-Jährige. „Aber hier in Berlin kann ich frei sein, hier hat man einfach alles schon gesehen und ich falle sogar mit meiner Schnauze gar nicht mal so auf“, lacht Senna, die nicht nur über eine gute Portion Selbstironie, sondern auch über ziemlich klare Meinungen verfügt. So betont die algerisch-marokkanisch-stämmige Moderatorin: „In meinem Business vertraue ich auf keinen Handschlag mehr.“

Und auch beim Thema Religion lässt sich die gläubige Muslima, die keinen Alkohol trinkt, nichts so schnell etwas vormachen. „Eigentlich wollen doch alle dasselbe: Frieden, Liebe, Toleranz. Und nur weil ein paar Leute unsere Religion für die eigene Profilierung missbrauchen, müssen sich Muslime hierzulande immer mehr rechtfertigen“, empört sich Senna.

Tour Liebeskummer ist ein Arschloch

Die Idee eine eigene Tour zu starten, kam durch die enormen Klickzahlen in den sozialen Medien, die sich beispielsweise auf YouTube immer im 200.000er-Bereich befinden. Das Programm ist mit viel Humor gestaltet, man darf also auch gerne lachen. Es als eine Comedy-Show zu bezeichnen wäre jedoch falsch, betont Senna. Es geht viel mehr um Entertainment. Kommen darf, wer möchte: Alter, Geschlecht, Herkunft – alles egal, jeder der lieben kann ist herzlich eingeladen.

In ihrer Show legt sie viel Wert auf künstlerische Freiheit und sagt genau das, was sie denkt. Erinnert etwas an die Berliner Schnauze, aber die mag Senna ja so gerne. Ein bisschen geht es auch um Aufklärung, denn sie steht mit Rat und Tat zur Seite und gibt Ratschläge in Sachen Liebeskummer. „Auf jeden Fall wirst du dich wieder erkennen können in meinem Programm“, sagt sie, „sofern du schon mal an Liebeskummer gelitten hast.“ Die Ex-Popstars-Kandidatin will aber noch nicht zu viel verraten, auch die Special-Guests sind noch geheim, aber zusammenfassend gibt sie folgenden Ausblick: „Du wirst lachen, mitgerissen und dir wird mitten ins Herz getroffen. Letztendlich geht es darum, zufrieden zu sein und als motivierter Gewinner rauszugehen.“

Die Deutschland-Tour läuft vom 17. Januar bis 24. März. In Berlin ist Senna mit ihrem Programm am 5. Februar in der Columbiahalle zu sehen. Es gibt noch wenige Restkarten – wenn du also dabei sein willst, musst du schnell sein. In Österreich und in der Schweiz ist sie ebenfalls zu Gast.

Zu ihren liebsten Berliner Adressen gehört abgesehen vom Burgermeister, in dem es die vermeintlich besten Burger der Stadt gibt, das Baba Angora in der City West, wo die Ex-Monrose-Sängerin gern zum Brunchen geht. Wenn sich Senna in einen Club verirrt, sind das meistens das Tube oder Pearl, „ich bevorzuge aber Bars oder Kneipen“, sagt sie. Am liebsten hält sie sich in Charlottenburg auf, allerdings mag sie Berlin als vielseitige und energiegeladene Stadt insgesamt sehr gerne. Momentan wohnt sie in Frankfurt und hat ein Haus in Marokko, sie möchte aber bald auch eine Wohnung in Charlottenburg.

 

Ein Herz für Kinder

Die von ihrer Schwester gegründete Hilfsorganisation Kindertränen e.V. hat für Senna einen hohen Stellenwert. Es werden Spenden, vor allem Kleidung für die Kinder aus Krisenregionen gesammelt und direkt (ohne Umwege!) dorthin gebracht. In Berlin liegen ihr besonders Obdachlose am Herzen: Auch hier versucht die Organisation, Grundlegendes wie Kleidung und Nahrung zur Verfügung zu stellen.

Und was sagt Miss Gammour, wenn es um eigene Kinder geht? „Ich will auf jeden Fall Kinder haben!“ In Berlin würde sie ihre Kleinen dagegen nicht so gern aufwachsen sehen. „Hier ist es mir einfach zu laut und zu hektisch. Und auf den Schulhöfen geht es ja teilweise auch ziemlich ab„, so Senna. Ihre Kinder möchte sie später am liebsten sowieso „24 Stunden im Auge haben“. „Ich weiß natürlich, dass das Quatsch ist“, lacht sie. „Aber ich will ihnen einfach den bestmöglichen Start ins Leben geben.“ Und was, wenn der richtige Mann sich nicht so bald blicken lässt? „Dann wird eben adoptiert!“, stellt sie selbstbewusst klar.

The Pearl, Fasanenstraße 81, 10623 Berlin

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