Keine Krise trotz Corona

Berliner Filmemacher: Neue Serien aus der Quarantäne

Ruby O. Fee und Matthias Schweighöfer auf der Straße
Drehen durch trotz Krise: Ruby O. Fee und Matthias Schweighöfer starten auf Pantaflix eine Mini-Reihe für den guten Zweck.
Corona ist eine Herausforderung für uns alle, doch hier und da bringt die Krise auch wirklich Tolles hervor. Sender, Produktionsfirmen, Stars und Sternchen drehen zu Hause beste Unterhaltung und Serien… einige auch für den guten Zweck.

Wenn Matthias Schweighöfer seine Freunde und Kollegen aufruft, trotz Corona-Ausnahmezustand kreativ zu sein, wird sicher einiges an sehenswertem Material zusammenkommen. Unter dem Hashtag #WeActForGood sollen Filmemacher, Schauspieler und Comedians ab sofort kleine Filme auf Instagram hochladen, die dann gesammelt auf der Webseite von Schweighöfers Produktionsfirma Pantaflix zu sehen sein werden. Bisher finden sich da nur Werke von Michael Nast, den Lochis und Peachy… und von Schweighöfer selbst, der mit seiner Freundin Ruby O. Fee eine Drehbuchszene erarbeitet hat. Wem es gefällt oder wer per se Gutes tun mag, der kann anschließend auf den Spendenbutton drücken und ein paar Euros an die Arche überweisen. Die Einrichtungen der Hilfsorganisation wurden Corona-bedingt nämlich auch geschlossen und der Verein kämpft jetzt darum, existentiell bedrohte Familien weiter mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln unterstützen zu können – so wie es beispielsweise die Catering-Unternehmerin Ricarda Farnbacher schon tut.

Ohne guten Zweck – einzig zu unserer Unterhaltung – geht das ZDF gleich mit zwei spontanen Serien an den Start. Online und bei ZDF Neo kannst du gerade Lavinia Wilson DRINNEN in der Hauptrolle erleben: Sie spielt Charlotte, die eigentlich ihr Leben umkrempeln wollte und nun dank Ausgangssperre gefangen ist – allein daheim im Berliner Home-Office. Hier wollten Philipp Käßbohrer als Ideengeber-Produzent und Regisseur Lutz Heineking jr. sehr schnell mit Aktualität auftrumpfen, aber das ist leider schon alles, denn vor lauter losen Fäden, zahlreichen Komunikationswegen und ach-so-originellen Ideen mangelt es an der Storyline. Fünfzehn Folgen sind von Drinnen – im Internet sind alle gleich geplant und die werden werktäglich ab 20 Uhr in die ZDF-Mediathek hochgeladen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Lalaniel Wilson (@laviniawilson) am Apr 4, 2020 um 12:36 PDT

Länger Zeit lassen sich die Macher von der Mini-Serie Liebe.Jetzt, die ab Mai mit Corona-Kreativität überzeugen will. Sechs Storys à 20 Minuten erzählen dann von der Liebe in Zeiten sozialer Distanz und Quarantäne. Ob die Autor*innen, von denen es eigentlich nur Jane Ainscough mit Lassie, Hanni und Nanni und anderen Kinofilmen außerhalb der Branche zur Bekanntheit geschafft hat, smartere Bücher liefen als die Drinnen-Kollegen? Wir werden sehen. Für eine Top-Qualität bei der Besetzung stehen in jedem Fall hier die Wahlberliner Jürgen Vogel und Anna Brüggemann.

Einige Quarantäne-Formate im TV sind schon wieder Geschichte, aber wir sind sicher, da kommt noch einiges nach. Tapfer hält sich zum Beispiel Mark Forster mit seiner Forster-Straße. Wer selbst vor oder hinter der Kamera zeigen will, was er oder sie drauf hat: Bewirb dich beim Quarantino Festival, das die Agentur Jung von Matt spontan auf die Beine gestellt hat. Der Gewinner wird an dem Tag ermittelt, an dem der Lockdown aufgehoben wird… macht Sinn.

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