Berlin-Miniserie

Just Push Abuba: In Kreuzberg ist ein Zimmer frei

Just Push Abuba: In Kreuzberg ist ein Zimmer frei
Am Frühstückstisch zeigt Joon (Joon Kim, r.) Lucia (Elli Tringou, l.) und Toni (Anton Weil, M.) die Bewertung der ersten Gäste. Die Mini-Serie Just Push Abuba startet am 16. März.
Gästeliste im Berghain, Blogger oder Start-ups: Die Themen der neuen ZDF-Miniserie "Just push Abuba" treffen ins Mark des Berlin-Lifestyles. Also nichts wie rein in die Kreuzberger 3er-WG, die in sechs Folgen sechs skurrile Gäste beherbergt!

Die Klingel neben dem Schild „Abuba“ ist in Dauerbenutzung – mangels Geld vermieten die drei WG-Bewohner Lucia (Elli Tringou), Toni (Anton Weil) und Joon (Joon Kim) per Inserat im Internet eine Ecke in ihrer Wohnung. Den besonderen Charme aus zugiger Luft und Paletten-Bett mit nur einem Vorhang davor weiß vor allem Toni charmant anzupreisen, schließlich hat er die Möbel selbst gezimmert.

Der Ur-Kreuzberger ist Hauptmieter, setzt gerne selber Kombucha an und versucht bei jeder Begegnung mit den Hausgästen, sich deren Welt zu nähern. Das legt zum einen offen, dass Toni nicht recht weiß, wohin mit sich, und zum anderen sein tiefes Interesse an anderen Menschen. Besonders intensiv wird es mit der Regisseurin, die einen Film über den Anus gedreht hat. Und schwupps, schon beschäftigt sich Toni mit Themen wie Post-Gender und Geschlechter-Klischees. Seine Untermieterin Lucia kommt aus Griechenland und versucht in Berlin einen „richtigen“ Job zu bekommen – findet sich aber immer wieder im Partytrubel der Stadt wieder. Sie entwickelt ein besonderes Verhältnis zu einem kleinen Helfer. Über Joon erfahren die Zuschauer am wenigsten (leider), dabei ist seine ruhige und verständige Art das Mittel, um auch Streits zwischen den anderen beiden zu schlichten. Er ist es übrigens auch, der die Gäste-Ecke im nu sauber macht, wenn Not am Mann ist.

Diese Drei haben mit Unordnung, kochenden Toiletten und dem Sohn des Vermieters zu kämpfen, der die Zweckentfremdung von Wohnraum förmlich riechen kann, sobald ein neuer Gast die Schwelle überschreitet. In sechs Folgen à sieben bis acht Minuten mit so sprechenden Namen wie Shitty Therapy kommen Autoren, DJs, Erfinder aus dem Silicon Valley und Blogger, die das „besondere“ Berlin entdecken wollen, vor. Als Special Guests geben sich unter anderem Friedrich Liechtenstein (Edeka-Mann) sowie Wilson Gonzalez Ochsenknecht und seine Schwester Cheyenne die Klinke in die Hand (haha). Nach jedem Besuch sieht der Zuschauer, wie viel Sterne die WG auf dem Portal bekommt und wie die Gäste ihren Aufenthalt im Hause Abuba konkret erlebt haben.

Jush Push Abuba ist ein toller kurzweiliger Serien-Spaß auch für Nicht-Berliner und trifft gewisse Erlebnisse, die besonders in Berlin zu passieren scheinen, haarscharf. Auch wenn es hier und da Klischees gibt und nicht immer jeder Gag zündet, merkt man der jungen Crew mit den drei Regisseuren Joya Thome, Benjamin Cantu und Dieu Hao Do an, dass sie weiß, wovon sie erzählt. Sie sind am Zahn der Zeit, inszenieren die Story schnell und prägnant und lassen den Zuschauer zum vierten WG-Bewohner werden. Wir ziehen gerne ein oder vielleicht auch lieber nicht…

Just Push Abuba kannst du ab 16. März, 10 Uhr in der ZDF-Mediathek oder auf YouTube (komplett) streamen. Am 16. April um 0.15 Uhr laufen die sechs Folgen im ZDF.

Just Push Abuba: In Kreuzberg ist ein Zimmer frei, Wrangelstraße, 10997 Berlin

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