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Von Gruppensex und Gruppenfrust – Unsere Singlekolumne #25

Von Gruppensex und Gruppenfrust – Unsere Singlekolumne #25
Warum nicht mal als Frau mit zwei Männern ins Bett springen? Zur Foto-Galerie
Mascha ist wieder in Experimentierlaune. Und fand, dass es Zeit war, dem Thema Dreier mit zwei Männern eine neue Chance zu geben. Doch irgendwie lief das Ganze ein wenig holperig ...

Es ist ja so: Hat man einmal bestimmte Grenzen überwunden, sucht man sich neue Grenzen – um diese erneut hinter sich zu lassen. So ist es auch beim Thema Sex. Zumindest bei mir. Aktuell stehen Gruppenerlebnisse fest auf meiner „i like“-Liste. Und müssen erforscht werden.

Die Kombination Mann, Frau, Frau habe ich bereits erprobt und für gut befunden. Das Ganze ist nämlich vor allem dann empfehlenswert, wenn der Mann und die Frauen allesamt miteinander rummachen. Das macht erstens mehr Spaß und verringert zweitens die Gefahr, dass ein Teilnehmer zu kurz kommt – oder die ganze Zeit abliefern muss. Wirklich Respekt hatte ich lange Zeit vor dem Gedanken, mir zwei Männer ins Bett zu holen. Vor allem wenn klar ist, dass sich beide voll auf mich konzentrieren, weil sie keinerlei körperliches Interesse aneinander haben. Und tatsächlich war es zweimal mehr oder weniger Zufall, dass ich mit zwei Freunden gleichzeitig in körperliche Interaktion getreten bin. Da es Freunde waren und spontan auf einer Party, fielen langes Grübeln und größere Hemmschwellen irgendwie weg. 

Sexperimente im Sexclub

Daher, Stichwort Grenzen überwinden: Als ich kürzlich mit drei Freunden in einem Sexclub war, (dessen Namen ich hier nicht nenne, weil er nicht besonders gut wegkommt – was aber nicht unbedingt an dem Club generell, sondern an einer schlechten Party und meinen nicht erfüllten Vorstellungen liegen könnte), bot sich die Gelegenheit, dem Thema Dreier mit zwei Männern eine neue Chance zu geben

 

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Ich hatte schon fast aufgegeben, noch an sexy Momente zu denken, denn ich fand die Party wirklich grauenhaft. Viel zu wenig Leute, schlechte Musik, ein bisschen Rudelbumsen – und kaum Menschen, die ich anziehend fand. Glücklicherweise kam ein junger Bayer daher, der mir ganz gut gefiel. Wir wechselten ein paar Worte, holten meinen Begleiter und Dauer-Play-Partner dazu, und zogen uns auf eine Liege in einem separaten Raum zurück. Hose eins und zwei wurden flugs geöffnet, und ich schlug mich anfangs nicht schlecht darin, mich links und rechts um beide Herren zu kümmern. Wozu hat man zwei Hände. Und einen Mund. 

Plötzlich waren es einfach zu viele

Doch dann löste sich das Wort „zurückziehen“ in Wohlgefallen auf. Wie auf ein geheimes Zeichen – vielleicht war es das Geräusch meines auf den Boden fallenden Bodys? – drängten mindestens vier weitere Typen in den Raum. Und dann stand ich wirklich vor einem Problem: Während ich gleichzeitig versuchte, den Erektionsverlust meiner beiden Männer zu verhindern, musste ich den Neuankömmlingen ausweichen. Der Bayer und mein Freund schoben mich mal hierhin, mal dorthin und versuchten, den Eindringlingen mit strengen Worten klar zu machen, dass aktives Mitmachen gerade nicht erwünscht sei. Doch all das hatte eine derart zerstörerische Wirkung auf unser aller Lust, dass der Versuch der Penetration schließlich scheiterte. Das musste ich auch erstmal verkraften. Zwei Männer, beste Voraussetzungen, und dann, binnen Minuten: null Erektion, null Spaß. Ich sehe ja ein, dass auf diesen Partys Zuschauer dazugehören. Auch wichsende Zuschauer. Aber muss ich meinen Körper hier jedem zur Verfügung stellen? Nö.

Gruppenkuscheln im eigenen Bett

Ich hatte die Nase voll und hing noch ein bisschen an der Bar rum. Dann traf ich den Bayern wieder, der nach wie vor extrem nett und entspannt war. Und beschloss: Den nehme ich jetzt mit. Und als hätte das Schicksal beschlossen, mir nun endlich zu einem funktionierenden Dreier mit zwei Typen zu verhelfen, trafen wir am Ausgang meinen anderen Kumpel. Und schleppten den gleich mit ins Taxi. Zuhause lief dann alles geradezu gemütlich ab: Als ich aus dem Bad kam, lagen die beiden schon in meinem Bett. Nebeneinander, ganz einträchtig, wartend. Der Anblick war geradezu rührend. Und als ich dazukam, lief es ebenso putzig und entspannt: Viel küssen, viel anfassen, beide eher zurückhaltend und sowieso nur noch einer in der Lage, wirklich Sex mit mir zu haben. Ja, Alkohol ist nicht immer dein Freund. Ich fand es zwar nach wie vor etwas drollig, permanent an zwei Penissen rumzuschrauben, aber gut. Mein Drang, immer beide happy zu machen, ist für totale Ekstase ein wenig hinderlich. Aber alles in allem: Check! Kann man machen. Vor allem, wenn alle drei entspannt sind und auch mal über Durchhänger lachen können.

Dass ein wenig Humor in diesen Situationen dringend erforderlich ist, muss ich sicher nicht erwähnen. Allzu ernste Rammelei macht das Ganze ja dann doch zu einer freudlosen Challenge.

Insofern: Auf die Triebe!

Eure Mascha

Mascha heißt in Wirklichkeit vielleicht anders...
Ich bin Mascha (32) und seit rund anderthalb Jahren Single. Nach einer langen Beziehung habe ich endlich Zeit mich ein bisschen auszuleben, die Sau raus und nichts anbrennen zu lassen. Insgeheim warte ich aber natürlich auf meinen bärtigen Ritter, der mit seinem Pferd in den Hinterhof meiner Neuköllner Wohnung galoppiert und mit dem ich ein, zwei Mate auch mal ohne Wodka trinken kann. Bis es soweit ist, betätige ich mich ab sofort im Auftrag aller Berliner Singles als Versuchskaninchen, teste mich durch diverse Datingportale, -events und -partys. Und lasse auch sonst nichts unversucht, um Libido und Liebe auf die Sprünge zu helfen. Ausgang ungewiss. Was soll ich als nächstes ausprobieren? Schreib an: redaktion@qiez.de

Foto Galerie

Hermannplatz, Hermannplatz, 10967 Berlin

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