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Traum oder Trauma? Maschas Landpartie - Unsere Singlekolumne #34

Traum oder Trauma? Maschas Landpartie - Unsere Singlekolumne #34
Für immer raus aufs Land! Eine echte Option für unsere Großstadt-Single-Frau Mascha?
Manchmal fragt sich Mascha, ob sie nicht einfach aufs Land ziehen soll. Da ist es ruhig, und da sind bestimmt ganz anständige, solide Männer. Allein im August hat sie drei Wochenenden in Brandenburg verbracht. Das ist ihr Fazit.

Der Sommer war mal wieder ganz schön kurios. Schön, aber eben auch ganz schön anstrengend. Ständig feiern, vögeln, Frust schieben, dann wieder ein paar Gefühle streuen – das geht an die Substanz. Deswegen habe ich erstaunlich oft den Satz gesagt: Mir reicht’s, ich muss mal raus. Und das habe ich auch gemacht und sagenhafte drei Wochenenden in winzigen brandenburgischen Dörfern verbracht. Mal alleine, mal mit Freunden. Und mich gefragt: Wäre das nicht ein Modell für dauerhaft?

Für diese Idee spricht: Ich war lange nicht mehr so entspannt. Ich habe unfassbar viel Zeit an unfassbar schönen Seen verbracht, bin in klarstem Wasser geschwommen, nein, geschwebt, habe wesentlich weniger geredet als in Berlin und wesentlich mehr geschlafen. Die Haut wird besser bei all der klaren Luft, fast fühlte ich mich betrunken von all dem reinen Sauerstoff. Man muss sich nicht ständig überlegen, was man abends macht – denn es gibt meist nur wenige Optionen: Im Garten sitzen, in die einzige Dorfkneipe gehen oder schlafen. Sehr früh. Klar, dass man da entspannt.

Entspannung vs. Aufregung

Doch da nähern sich auch schon die Nachteile in großen Schritten: Kann ich jeden Tag mit diesem winzigen Blumenstrauß an Möglichkeiten leben? Und: Wie wird sich das auf mein Liebesleben auswirken? Denn die Wahrheit steckt auch in folgenden Zahlen meiner immerhin drei Landwochenenden:

Anzahl attraktiver Männer, die ich auf meinen drei Trips gesehen habe, die keine drei Kleinkinder und eine Ehefrau an der Hand hatten: 3

Anteil dieser Männer, die vermutlich ebenfalls aus Berlin kamen und auch nur Urlaub auf dem Land gemacht haben: 2

Realistische Chancen auf einen Flirt: 1 (und zwar in einem italienischen Restaurant am See, in dem ich ganz bewusst und stolz alleine gegessen habe – denn ich war ja auch alleine da. Dann setzte sich der einzige ebenfalls alleine speisende männliche Gast an den Nachbartisch. Nur, um IRGENDWAS zu tun, fragte ich ihn, ob er auf meine Tasche aufpassen könne, während ich aufs Klo ging. Krasser Flirt. Dabei fiel mir auf, dass er gar gar gar nicht mein Typ war, trotz netter Locken. Und das war auch schon das Ende der Geschichte.)

Daher die vorhersehbare Anzahl sexueller Begegnungen: 0

Anzahl unerfreulicher Begegnungen mit dem männlichen Geschlecht: 2 (und das ist ja wohl gemessen an den anderen Zahlen unerhört. Denn tatsächlich wurde(n) ich bzw. meine Freundinnen und ich, obwohl FKK im Osten doch nun wirklich Normalität ist, zweimal übel angespannt, als wir nackt im See schwammen. Einmal kommentarlos von einem fetten Typ, der sich trotz seiner Partnerin auf der Decke provokativ zu uns drehte, starrte, starrte, sich dann ebenfalls auszog und schwimmen ging. Einmal, da war ich allein, wurde ich von einem ziemlich alten und ebenfalls nackten Mann vollgesülzt, ich wäre ja so eine schöne Frau und ihm kämen ja die wildesten Gedanken. Auch ein paar Infos über seine neuerdings gestutzte Schambehaarung ließ er mir angedeihen. Ganz ehrlich? Nackte Männer mit wilden Gedanken sehe ich in Berliner Sexclubs genug. Das brauche ich nicht am brandenburgischen Badesee. Deswegen gehört das irgendwie auch nicht in die Kategorie „Flirt“, sondern eher „Fail“.

Viel Schlaf, kein Beischlaf

Deswegen ist mein Fazit in Sachen Männer und Landleben leider eher ernüchternd. Bevor ich nicht meinen eigenen Traumprinzen einpacken kann, wenn ich die Koffer für eine dauerhafte Landpartie packe, wird das wohl nichts. Und ich leide lieber doch noch ein wenig an Erschöpfungszuständen als an gähnender Leere im Bett.

Zurück in der Zivilisation rufe ich:

Auf die Triebe!

Eure Mascha

 

Ich bin Mascha (32) und seit rund anderthalb Jahren Single. Nach einer langen Beziehung habe ich endlich Zeit mich ein bisschen auszuleben, die Sau raus und nichts anbrennen zu lassen. Insgeheim warte ich aber natürlich auf meinen bärtigen Ritter, der mit seinem Pferd in den Hinterhof meiner Neuköllner Wohnung galoppiert und mit dem ich ein, zwei Mate auch mal ohne Wodka trinken kann. Bis es soweit ist, betätige ich mich ab sofort im Auftrag aller Berliner Singles als Versuchskaninchen, teste mich durch diverse Datingportale, -events und -partys. Und lasse auch sonst nichts unversucht, um Libido und Liebe auf die Sprünge zu helfen. Ausgang ungewiss. Was soll ich als nächstes ausprobieren? Schreib an: redaktion@qiez.de

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