Neuer Blog ohne Tabu

So bekommst du eine "Happy Vagina"

So bekommst du eine
Die Bloggerin Tina Molin im Ampel Café in den Hackeschen Höfen.
Hier geht's um Sex. Die Berliner Journalistin Tina Molin nimmt auf ihrem Blog Happy Vagina kein Blatt vor den Mund und enttabuisiert so Themen, die alle Frauen betreffen, über die aber kaum eine(r) mal ungeniert redet. Ein janz offenes Gespräch ...
QIEZ: Seit wann ist Happy Vagina online?
Tina Molin: „Der Blog ist Anfang 2017 online gegangen.“
Nun ist das Thema schon sehr, sagen wir mal, ungewöhnlich und natürlich auch sehr intim. Wie bist du auf die Idee gekommen, darüber zu schreiben?
T. M. :“Ich hatte vor vier Jahren bei der Geburt meiner Tochter einen Notkaiserschnitt. Danach war alles anders. Ich hatte keinen Bezug mehr zu meinem Körper und habe mich wie durchgeschnitten gefühlt. Da war nur noch Kopf. Ich hatte in den ein bis zwei Jahren danach fast keinen Sex mit meinem Partner. Vieles hat mich überfordert. Wo ich vorher ein Vamp war, war ich auf einmal verzagt. Meine Heilpraktikerin hat mich schließlich gefragt: ‚Schon mal an Tantra gedacht?‘ So war ich also in den Räumen von Kashima in der Kantstraße und das war ein Schlüsselerlebnis für mich – und auch für den Blog.“

Was ist dort genau passiert?
T. M.: „Ich hatte drei Stunden lang eine ganz irre Körpermassage von einer Frau, nackt und sehr intim. Das war der Anfang meiner Heilung, quasi die Wieder-Ich-Werdung meines Intimbereichs. Da habe ich erst gemerkt, wie wenig ich an meiner Vagina gefühlt habe und wie viel Anspannung da war. Bei der Massage gab es auch Orgasmen, aber erst nachdem ich mich ordentlich ausgeheult hatte. Insgesamt war es erstaunlich Wow. Ich war so froh, dass alles noch funktioniert und nur verschüttet war!“
 
Gibt es noch mehr Erkenntnisse daraus, die du gern teilen möchtest?
T. M.: „Die Vagina ist im Grunde so empfindlich wie eine Fingerkuppe, wie eine empfindsame Mimose. Wenn da einmal einer was falsch macht, merkt sie sich das und verspannt sich. Ähnlich wie bei den Schultern, die Anspannung bleibt dann dauerhaft. Und ich habe verstanden, dass wir Sex falsch verstehen. Dass wir gar nicht ahnen, wie viel möglich ist an Heilkraft, an Herzöffnung. Dass damit die Tür zu einer anderen Welt aufgehen kann. Dabei geht es nicht darum, dass der Sex an sich krasser wird. Nein, eher im Gegenteil, er wird empfindsamer. Als ich meinen Freundinnen, ebenfalls Mütter, davon erzählt habe, habe ich schnell gemerkt: Sexualität ist ein Thema, das bisher viel zu sehr tabuisiert wird!“
Du machst den Blog zusammen mit Mona und Babette. Was sind eure Themen?
T. M.: „Viele Fragen drehen sich ums Thema Weiblichkeit. In spirituellen, feministischen und sexuellen Kreisen gibt es viel Wissen zu dem Thema, das wir für die ganz normale Frau umzusetzen versuchen. Die Frau um die 30 oder auch älter, die schon Partnerschaften hatte, die nicht in ihrer Kraft ist, sich mehr spüren und leben will, auch sexuell, die soll sich bei uns zu Hause fühlen. Es geht bei uns aber nicht nur um Sexualität, sondern auch um Business-Themen, um die Frau, die voll in ihrer Kraft steht. Mal ist es ein Artikel über Karma-Business, über Man-Spreading, Aphrodisiakum oder eben die Female Future Force.“
Warum soll ich gerade euren Blog lesen?
T. M.: „Weil wir nicht so spirituell sind, dass man keinen Zugang findet. Auch nicht so feministisch, dass man sich nicht mehr identifizieren kann. Wir schreiben über ein schambehaftetes Thema so, dass es jede Frau annehmen kann.“
 
Last but not least wollen wir natürlich noch wissen: Was sind deine Lieblingsorte in deinem Kiez?
T. M.: „Ich bin in Mitte daheim, zum Chillen gehe ich ins Café Oslo am Nordbahnhof, zum Shoppen ins Parkhaus in der Schröderstraße und zum Lunchen ins Chén Chè.“
Hier geht’s zum Blog: HappyVagina. Am 9. November findet übrigens FrauSein in Balance mit Hebamme und Heilerin Silja Rehfeldt um 18.30 im United Bliss , Jessnerstraße 18, VH, EG statt. 
Kashima, Kantstr. 139, 10623 Berlin

Telefon 030 86383952

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