Mascha fragt nach

Sextoys im Test Part II: Penisringe und Kamera-Vibrator

Sextoys im Test Part II: Penisringe und Kamera-Vibrator
Mascha und ihre Helfer haben erneut Sextoys dem Praxistest unterzogen.
Kolumnistin Mascha startet die Runde 2 ihres Sextoy-Tests. Penisringe und ein Kamera-Vibrator konnten die Stiftung Warentest beim großen Schadstoff-Check überzeugen. Doch wie machen sich die Teile in Aktion?

Es könnte schlimmer sein: Große Sextoy-Party seit einigen Wochen bei mir und meinen ausgewählten Helferlein. Es brummt und vibriert, dass es eine Freude ist. Wir erinnern uns: Die Stiftung Warentest hatte Vibratoren, Penisringe und Co auf Schadstoffe getestet. Und ich habe beschlossen, die Testsieger, die ich dann ja ganz offiziell ganz unbesorgt mit meinem Intimbereich bekannt machen darf, auf ihre Performance zu testen. Hier gibt es nochmal meinen Test der ersten beiden Modelle nachzulesen.

Sextoy-Test: Vibrator und Penisringe

Und nun geht es weiter mit zwei neuen, putzigen Produkten. Oder besser gesagt vier: einem Vibrator mit eingebauter Kamera und drei Penisringen. Letztere habe ich an einen Mensch mit Penis übergeben, macht ja Sinn. Aus Gründen der üblichen Anonymitätswünsche heißt er an dieser Stelle Markus. Hier ist sein Testbericht:

Get Hard Penisringe, Orion

„Vermutlich wäre ich ohne den Test von Mascha nie auf die Idee gekommen, Penisringe zu benutzen. Die sind doch irgendwie ein bisschen 80er. Aber warum nicht! Die Verpackung bestätigte erstmal den wenig hippen Eindruck dieses Sextoys: Eingeschweißt in Hartplastik und mit ziemlich trashigen Farben. Hat man die drei Ringe da schließlich rausgekämpft, fühlen sie sich ganz gut an. Sehr weich, sehr flexibel. Ich habe sie direkt im Einsatz mit meiner Freundin getestet, die das Ganze relativ lustig fand. Aber wenn man sich mit den Dingern vertraut gemacht hat, kann man sie ganz charmant ins Vorspiel einbeziehen. Auch wenn es ein wenig an das Aufziehen eines Kondoms erinnert, da muss man ja auch den richtigen Moment abpassen und kurz innehalten. Wir haben uns ein wenig von der Packung inspirieren lassen und gleich alle drei Ringe aufgezogen. Einen direkt unter der Eichel, einen unten am Schaft und den dritten um die Hoden. Dann sieht der eigene Schwanz doch relativ spektakulär aus, ein bisschen wie bewaffnet. Ziel ist es ja, wenn ich den Sinn richtig verstehe, dass man länger hart bleibt und im Idealfall auch länger performen kann. Und ja, man spürt schon, dass das Blut ein wenig anders zirkuliert und die Adern stärker zu sehen sind. Das ist ganz angenehm und auch ein wenig stimulierend. Meine Freundin findet die drei Ringe beim Sex aber suboptimal. Zwar nicht schmerzhaft, aber irgendwie unangenehm und gar nicht stimulierend, sagt sie.

Penisringe in Silber

Die Get Hard 3 Penisringe.

 

Wir haben es dann noch ein anderes Mal mit nur einem Ring probiert, und zwar nur unten am Schaft, sodass meine Freundin wenig davon spürt. Das macht auf jeden Fall mehr Sinn, denn der Effekt an den Hoden war gleich Null und unter der Eichel war der Ring störend. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich einen großen Unterschied in Sachen Erektion gespürt hätte. Aber das Gefühl am Penis ist ganz angenehm, es ist einfach ein netter, kleiner Zusatzeffekt.

Optik: Schwarz finde ich super, aber die Verarbeitung ist nicht perfekt, die Oberfläche ist nicht komplett glatt.
Handhabung: Relativ einfach, weil die Ringe dehnbar und weich sind. Aber, ein großes Manko: Ein Ring ist schon beim zweiten Einsatz gerissen. Und ich habe ihn nicht übermäßig gedehnt.
Geruch: dezent, also okay
Performance: Wenn man nur einen Ring am unteren Penisende einsetzt, ist der Effekt schon spürbar – ein leichter, stimulierender Druck. Aber mehr auch nicht.
Preis: je nach Online-Shop zwischen 4 und 7 Euro
Gesamtnote: 3,5

Und nun folgt das letzte Sextoy der vier Stiftung Warentest-Schadstoff-Testsieger: Diesen nächsten Vibrator habe ich mir nicht entgehen lassen wollen und selbst getestet.

Siime Vibrator mit Kamera, Svakom

Ein Vibrator mit eingebauter Kamera – da habe ich nicht schlecht gestaunt. Und nicht nur mit seinen technischen Skills versucht der Siime von Svakom zu beeindrucken. Auch die Verpackung macht einiges her. Eine üppige Box mit schwarzem Innenfutter, dazu ein kleines Täschchen für den Vibrator. Der kommt in der Farbvariante Lila und fühlt sich sehr angenehm, fast weich an. Ein weiteres Plus: Alle Materialien sollen umweltfreundlich sein. Die Form ist eher untypisch für einen Vibrator: Ganz gerade und relativ schmal – für meinen Geschmack etwas zu schmal. Und vorne an der Spitze ist eben keine Eichel oder ein fröhliches Gummigesicht, sondern eine Kamera, die wie ein kleines Bullauge aussieht. Interessant. Dann geht es an die Technik: Man schließt den Siime mit einem Kabel an den Rechner an und muss, je nach Betriebssystem, eine Software herunterladen oder einfach nur das Gerät anklicken und dann die Kamera am Rechner aktivieren. Bei mir ist zum Glück letzteres der Fall. Und tatsächlich: Drückt man nun den Kamera-Knopf am Vibrator, geht vorne ein Licht an. Und das Teilchen filmt.

Ich teste erstmal an der Hand. Die Qualität ist nicht gerade berauschend, aber je näher die Kamera dem Körper ist, desto schärfer wird das Bild. Das gilt allerdings auch nur für das Bild, denn mich macht es alles andere als scharf, als ich kurz darauf meine Schamlippen und das rot-rosa-leuchtende Innere meiner Vagina in riesengroß auf meinem Bildschirm erblicke. Das Ganze erinnert mich an irgendeine Krankenhaus-Reportage, die ich mal gesehen habe, bei der auch eine Kamera bei einer Operation zum Einsatz kam und man das Innere eines menschlichen Körpers betrachten konnte. Ich finde sowas ja durchaus interessant. Aber Bock auf Sex bekomme ich dabei nicht. Ich habe vorsichtshalber auch ein paar Männer gefragt, ob sie ein Video aus dem Inneren meiner Vagina begeistern würde. Und: Nein, eher nicht. Fotos, so der Tenor, können ganz geil sein. Von außen. Aber dafür kann ich auch mein Smartphone benutzen. Zudem muss ja der Vibrator mit dem nicht sonderlich langen Kabel mit dem Rechner verbunden bleiben, man hockt also die ganze Zeit neben dem Computer.

Vibrator in Pink

Der Svakom Siime.

Nun gut, dann teste ich zumindest noch den Vibrator in seiner eigentlichen Funktion. Die verschiedenen Stufen sind ganz spannend, man kann ihn einfach dauerhaft gleichmäßig vibrieren lassen oder, wenn der Knopf noch ein paarmal gedrückt wird, eine Art Wechselspiel aus langsamen, schnellen, kurzen und langen Vibrationen für Stimmung sorgen lassen. Der kleine Siime hat auch ganz gut Bumms, und wenn ich mir warme Gedanken mache und Zeit nehme, kann ich damit auch zum Orgasmus kommen. Allerdings eher durch klitorale Stimulation, denn das Gerät ist mir einfach ein wenig zu klein. Und wenn man schnell und tief eindringen will, fehlt die Griffigkeit und Größe, um ihn richtig festhalten zu können.

Optik: elegant, schlicht und sehr angenehme Haptik
Handhabung: Bei mir war die Verbindung mit dem Computer zwar relativ einfach, aber das Hantieren mit Rechner und Kabel nervt, das turnt mich direkt ab. Wenn man nur den Vibrator ohne Kamera benutzt, ist die Handhabung simpel.
Geruch: Irgendwie leicht brenzlig, aber das scheint von dem schwarzen Schaum zu kommen, in dem der Vibrator verpackt war.
Performance: Ja, die Kamera funktioniert. Aber die Bilder sind weder besonders schön noch machen sie mich an. Wenn man einfach mal Lust hat, das Innere seines Körpers zu erforschen, dann ist die Kamera natürlich super. Der Vibrator selbst stimuliert ganz solide und ist angenehm leise – aber etwas zu klein und zu wenig griffig, um richtig in Fahrt zu kommen.
Preis: je nach Online-Shop zwischen 70 und 150 Euro
Gesamtnote: 3,5

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