Mediterrane Küche in Kreuzberg

Neu in Kreuzberg: Feministische Eleganz im Shishi

Neu in Kreuzberg: Feministische Eleganz im Shishi
Lecker! Shishi ist die erwachsenere, feministische Schwester vom Yafo.
Shabby-Chic mit Eleganz gepaart: In einem Hinterhof in der Kreuzberger Ritterstraße hat jetzt das Shishi eröffnet. Ein Ort für gutes Essen, feminine Power und Party.

Kreuzberg hat einen neuen Ort für leckere, mediterrane Küche mit guten, reinen Zutaten – das Shishi: Ein bisschen versteckt liegt das vor einer Woche neu eröffnete Restaurant im Hinterhof einer früheren Textilfabrik in der Ritterstraße, in dem mittlerweile auch diverse Start-ups ansässig sind. Während jetzt im Sommer noch knallblaue Holzbänke und -tische inmitten von Backsteincharme dazu einladen, sich nach draußen zu setzen, versprüht der Innenraum eher eine Aura romantischer Eleganz: Holztische gepaart mit Shabby-Chic-Stühlen im Flohmarktstil, auf einer Seite unverputzte Wände in Grau, ein großer Vorhang in Altrosa und liebevolle Details wie goldene Lampen und Kronleuchter verleihen dem Industrieloft eine warme und gemütliche Atmosphäre. Dazu läuft entspannte Musik leise im Hintergrund.

Das Shishi befindet sich im Hinterhof einer früheren Textilfabrik in der Ritterstraße.

Bis vor kurzem war an dieser Stelle noch das Lunchlokal Vabrique ansässig, jetzt hat die junge Israelin Shani Ahiel hier ihren zweiten Laden aufgemacht. Bekannt ist Shani in der Berliner Gastronomie-Szene durch ihr 2016 in Mitte eröffnetes israelisches Restaurant Yafo, das sie weiterhin mit zwei Freunden betreibt. Seit einer Weile beschäftigt sich die Powerfrau vermehrt mit feministischen Theorien. Schon länger hatte sie daran gedacht, neben dem Yafo noch einen eigenen Laden aufzumachen, sich anfangs aber nicht so richtig getraut. Die Einladung zu einer Konferenz über weibliches Empowerment in diesem Frühjahr habe ihr dann den nötigen Push gegeben. „Als Frau denkt man häufig, man braucht die Hilfe von dem und von dem und sieht nicht, dass man es auch so schafft“, sagt sie. „Ich denke, Frauen investieren sich viel mehr und sind daher auch besser in dem, was sie tun.“

Jedes Gericht im Shishi besteht nur aus drei Zutaten

Shishi ist die erwachsenere, feministische Schwester vom Yafo. Es ist kleiner, dadurch auch ruhiger und weniger chaotisch und die Küche verfolgt ein klares, kulinarisches Konzept: Eine kleine Speisekarte, auf der jedes Gericht aus nur drei Zutaten besteht, dazu eine Auswahl an Naturweinen aus Italien und Frankreich. Nur auf der Mittagskarte, die vor allem Pita-Sandwiches mit viel Gemüse und Süßkartoffeln bietet, sind mehr Zutaten drin. Die Lebensmittel stammen alle von ausgewählten Lieferanten – Gemüse, Fleisch und Milchprodukte kommen von Erzeugern aus Brandenburg, die biologisch und nachhaltig anbauen, der Fisch kommt aus den Niederlanden und das Öl aus Griechenland. Wenn es bei einem der vertrauten Lieferanten mal einen Engpass gibt, dann werden diese Zutaten eben auch nicht in der Shishi-Küche verwendet. Dass es nur die besten Zutaten sind, ist Shani besonders wichtig. Alle Milchprodukte werden nur roh verarbeitet.

Der Innenraum im Shishi versprüht eine romantische Eleganz.

In dieser Woche stehen sieben verschiedene Gerichte auf der Karte: Das Rote-Bete- und Pfirsich-Carpaccio mit Haselnuss-Vinaigrette und Frischkäse (12 Euro) klingt lecker. Oder eine süßere Variante, der Rohmilch-Malabi. Ein israelischer Milchpudding mit hausgemachtem Rosenwasser und iranischen Pistazien (9 Euro). Wir entscheiden uns dann doch für den gegrillten Kohlrabi mit Rohmilch-Frischkäse, Sesamsamen, Thymian und grünem Chili (11 Euro). Der Kohlrabi wird im Ganzen gegrillt und erst später geschält, dadurch hat er einen ganz leicht karamellisierten Geschmack. Drumherum feines Olivenöl und obendrauf in Öl eingelegte Gewürze. Dazu der feine Frischkäse, jede einzelne Zutat kann man ganz klar herausschmecken. Zusammen harmonieren sie perfekt und geben ein tolles Aroma. Lecker!

Gegrillter Kohlrabi mit Rohmilch-Frischkäse, Sesamsamen, Thymian und grünem Chili.

Gegrillter Kohlrabi mit Rohmilch-Frischkäse, Sesamsamen, Thymian und grünem Chili.

Wilde Partys im Shishi

Im Shishi kann man also genauso gut einen Snack zum Mittag essen, wie einen gemütlichen Abend mit Freunden oder Familie, leckerem Essen und guten Wein verbringen. Gut 45 Plätze gibt es drinnen, dazu noch einmal 50 bis 60 auf der Innenhof-Terrasse. Shani sagt, sie fühle sich auch nach zwei Jahren Yafo immer noch geehrt, wenn die Gäste ihren Abend in ihrem Restaurant verbringen wollen. „Es ist so toll, Menschen willkommen zu heißen.“ An einem Freitag pro Monat wird es im Shishi dabei auch etwas lauter und wilder: Dann organisiert Shani gemeinsam mit ihrer guten Freundin, der CDU-Politikerin Diana Kinnert, eine Party namens Spritz. Auch zu diesem Party-Konzept passt der Name Shishi, der im Hebräischen Freitag bedeutet und genauso doppeldeutig für Glamour steht.

 

Shishi, Ritterstraße 12, 10969 Berlin

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Lunch Montag bis Freitag von 12:00 bis 15:00 Uhr
Dinner Montag bis Freitag von 18:00 bis 23:00 Uhr

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