Shoot in Trouble

Eine Berlinerin rettet deutsche Filmprojekte

Eine Berlinerin rettet deutsche Filmprojekte
Wenns mit dem Filmprojekt nicht so recht klappen will: Michaela von Unger kann helfen.
Bei Filmproduktionen läuft nicht immer alles nach Plan. Streitereien, Budgetplanungen oder Machtkämpfe können Projekte in die Schieflage bringen. Ein Glück gibt es Michaela von Unger. Die Troubleshooterin springt in die Bresche, wenn es brenzlig wird und hat schon einige Projekte vor dem Scheitern bewahrt. Wir haben die Berlinerin getroffen.
Für den englischen Begriff Troubleshooter gibt es viele deutsche Bezeichnungen: Störungssucher wäre einer oder Friedensstifter. Beides trifft auf Michael von Unger zu. Die Berlinerin ist seit fast 30 Jahren im Filmgeschäft tätig und berät unter der Leitfrage „Is your shoot in trouble?“ Regisseure, Produzenten und Autoren, die Schwierigkeiten haben, ihre Projekte zu realisieren – aus welchen Gründen auch immer. Wie eine Art Unternehmensberaterin für die Film- und Fernsehbranche analysiert Michaela von Unger die Störfaktoren und sucht gezielt nach Lösungen. 
 

Michaela von Unger: 30 Jahre Erfahrung

 
„Für mich sind Probleme Anzeichen, dass etwas einer Veränderung bedarf“, sagt die freischaffende Beraterin. Ihre weitreichende Expertise beruht auch darauf, dass Michaela von Unger bisher in (fast) allen Bereichen der Film- und Fernsehgeschäfts tätig war. Sie entwickelte und produzierte deutsche Serien und Kinofilme, schrieb Drehbücher, arbeitete sogar eine Zeit lang in Los Angeles und unterrichtet noch heute an Filmhochschuhen in Themen wie Dialoge, Serie und Schreiben für deutsche TV-Serien. Diese Erfahrung bringt sie heute als Troubleshooterin mit ein. 
 
Die Idee zu dem Konzept kam ihr bereits 2008: „Ich wurde immer wieder von Produktionen, Regisseuren und Autoren angerufen, die irgendwie in einer Krisensituation steckten.“ So kam es, dass Michaela von Unger zunehmend als Produktions-Beraterin arbeitete, eine Arbeit, die es so zuvor nicht gab. Mit der Entdeckung des Begriffs Troubleshooter konnte sie dem ganzen noch einen Namen geben. 
 

„Troubleshooterin“: Zwischen Eitelkeiten und Widerständen

 
Bei „Ein Fall für Zwei“ packte Michaela von Unger beispielsweise als Troubleshooterin mit an, ebenso, wie bei der Serie „In aller Freundschaft“. Den Bedarf an ihrer Arbeit sieht sie in jedem Fall: „Nirgendwo anders treffen so viele unterschiedliche Individuen aufeinander: Teams bestehen aus Anfängern, Quereinsteigern und Profis und keiner weiß vom Anderen so genau was er leistet. Gleichzeitig herrscht ein enormer Zeit und Kostendruck auf jedem Einzelnen. Da sind Probleme und Konflikte vorprogrammiert“, erklärt die Berlinerin. Ganz einfach sei die Arbeit allerdings nicht. Natürlich träfe sie immer wieder auf Eitelkeiten und Widerstand „Denn niemand spricht gern offen darüber, dass er Probleme hat oder Hilfe braucht.“ Auch nach einem Schema kann sie nicht arbeiten, dafür sei jedes Projekt und jeder Beteiligte zu individuell. Dennoch: „Oft liegt die Lösung darin, die Menschen wieder mit einander zu verbinden, eine wahrhaftige und positivere Kommunikationsstruktur zu etablieren. Liegt der Fokus wieder auf einem gemeinsamen Ziel, sind Lösungen und Entscheidungen leichter herstellbar.“
 

Berlin als Inspirationsquell

 
Für ihre Arbeit reist Michaela von Unger zu den jeweiligen Produktionsorten. Dennoch ist Berlin ihr Ausgangspunkt für ihre Arbeit. Und das aus gutem Grund. Die Hauptstadt ist ihr Inspirationsquell, erklärt die Troubleshooterin: „Wer mit einem offenen Blick durch Berlin geht findet an jeder Ecke ungewöhnliche Charaktere, Geschichten und Locations. Und wer den Austausch sucht, findet Inspiration für seine Ideen. Das finde ich herrlich.“
shoot in trouble, Kurfürstenstraße 23, 10785 Berlin
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