Fork & Walk

Sightseeing mit Gaumenfreuden

Sightseeing mit Gaumenfreuden
Bei "Fork & Walk" kriegst du neben Sightseeing auch noch die leckersten Trends und Klassiker der Berliner Foodszene auf den Teller.
Verlassene Orte, versteckte Ecken und leckere Spezialitäten: Bei den "Fork & Walk" Touren tauchst du tief in einen Bezirk und seine Geschichte ein und verkostest Essen und Trinken in den besten Locations – diesmal in Prenzlberg.

Touristen oder Neu-Berliner unternehmen meist die immer gleiche Sightseeing-Tour zwischen Fernsehturm, Brandenburger Tor und Bundestag. Um das vielschichtige Berlin aber wirklich kennenzulernen, reicht es nicht, nur Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten. Gerade die kleinen, versteckten Orte erzählen viel mehr über den Puls der Stadt: Zum Beispiel der älteste Wasserturm Berlins im Prenzlauer Berg, in dessen ehemaligen Maschinenhaus früher Gegner des Naziregimes umgebracht wurden. Heute ist dort eine Kita ansässig, vor der viele bunte Kinderfahrräder stehen. Oder das kleine Theater o.N. (ohne Namen), das wegen Lärmbelästigung – in Prenzlberg ein beliebter Beschwerdegrund – geschlossen werden sollte und nun doch fünf weitere Jahre bleiben darf. Auf solche Details achtet man bei den Fork & Walk Touren ganz besonders.

In Prenzlauer Berg gibt es ja ohnehin schon viel zu bestaunen. Oben die prächtig verzierten Altbauten mit Stuckfiguren, unten die vielen kleinen Mode-, Bastel- und Schönheitssalons und am Wegrand die Stolpersteine als Andenken an vertriebene und ermordete Juden. Vor lauter Gucken muss man aufpassen, nicht über die zahlreichen Kinder zu stolpern, die auf dem Weg zu den Spielplätzen sind, die es an jeder Ecke gibt. Diese beschreibt unsere Führerin Jane sehr schön als „der Hinterhof der Berliner“. Jane ist Neuseeländerin und einfach zauberhaft. Sie wohnt seit acht Jahren in Berlin, betrieb früher ein Café und veranstaltet nun seit einiger Zeit englischsprachige Touren durch ihren Bezirk. Trotz nasskalten Schneeregens schafft sie es, dass unsere internationale Gruppe gut gelaunt und höchst interessiert ist, egal ob es dabei um die Berliner Mauer, Fluchttunnel oder Graffitis geht.

Nächster Stopp: die beste Currywurst Berlins

Was natürlich in Berlin nicht fehlen darf, ist das Essen: Street Food, Bier, Kaffee oder auch die Berliner Klassiker gehören einfach zum Stadtbild. Dies war schließlich auch der Gründungsgedanke von Dov, der die Fork & Walk Touren ins Leben rief. So testen wir die Berliner Weiße in Himbeer und Waldmeister, original Berliner Currywurst und eine libanesische Platte zum Teilen in einem kleinen Laden direkt an der Danziger Straße. Während der süße Gummibären-Geschmack der Berliner Weiße eher auf fasziniertes Grauen stößt, gibt es angesichts der libanesischen Köstlichkeiten wahre Begeisterungsstürme – auch von mir. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es überhaupt nennenswert gutes arabisches Essen in Prenzlauer Berg gibt, schließlich sind dafür andere Bezirke berühmt. Bei den Fork & Walk Führungen lernen also sogar Berliner noch Neues.

Auch das Essen erzählt eine eigene Geschichte: Wir erfahren von der Erfindung der legendären und vermeintlich besten Currywurst Berlins und essen in einem gemütlichen Café, versteckt gelegen in einer alten jüdischen Mädchenschule, leckere Pastrami-Sandwiches. Denn auch die jüdische Vergangenheit und Prägung Berlins kommt bei der Tour nicht zu kurz: Wir bestaunen einen verwunschenen, verwilderten Friedhof und eine prachtvolle, vergoldete Synagoge. Was es bei der Tour gratis dazu gibt, sind allerhand Tipps: Die Berlin-Besucher geben Film- und Serientipps weiter, Jane schreibt jedem Pärchen sogar noch eine Liste mit persönlichen Vorschlägen für ihren Urlaub in Berlin auf. Am Ende der sechs Stationen ist der Bauch voller Essen und der Kopf voller Infos: Der perfekte Start für jeden Berlin-Neuling.

Bei „Forks & Walk“ gibt es zwei verschiedenen Arten von Führungen: Die „History & Food“ Touren haben einen historischen Fokus auf einen bestimmten Bezirk oder ein Motto wie Berliner Weihnachtsmärkte oder „East meets West“. Bei der Food Tour gibt es „Vegan in Berlin“ oder „Trends and Classics“. Auf der Website siehst du alle Angebote und Termine, die Preise variieren zwischen 28 und 69 Euro. 

Konnopkes Imbiss, Schönhauser Allee 44, 10435 Berlin

Telefon 030 4427765

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Montag bis Samstag von 11:30 bis 20:00 Uhr | Sonn- und Feiertage geschlossen

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