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Hilfe, es regnet Kinder! – Unsere Singlekolumne #20

Hilfe, es regnet Kinder! – Unsere Singlekolumne #20
Und schwupps - plötzlich haben die Freundinnen Kinder, statt feiern zu gehen. Nicht so leicht für Mascha. Zur Foto-Galerie
Wo bleibt die Liebe? Unsere Singlelady Mascha wagt sich zwar gerade in beziehungsartige Gefilde vor – in ihrem mittlerweile recht kinderreichen Freundeskreis fühlt sie sich trotzdem manchmal wie ein Party-Alien im dringend gebärfähigen Alter.

Aktuell gibt es aus meinem Liebesleben nicht viel Neues zu berichten. Was ich nach wie vor ein bisschen verrückt finde. Doch selbst, wenn ich gerade den vorsichtigen und noch äußerst fragilen Versuch einer Partnerschaft wage – gemessen an dem, was gerade um mich herum passiert, fühle ich mich ganz schön hinten dran. Man möchte sagen rückständig. Denn: Alle bekommen Babys!

Das ist nun keine besondere Erkenntnis, wenn man Anfang Dreißig ist und einen Freundeskreis hat, der sich in einem ähnlichen Alter bewegt. Doch als Single und selbst als Beziehungsfrischling (und wo die Reise hingeht, ist ja noch VÖLLIG unklar) überrascht mich die Wucht der Veränderungen, die das Ganze mit sich bringt, doch immer wieder. 

Plötzlich wird die beste Freundin Mutter

Los ging alles mit einer Freundin aus dem Studium. Im Mai werde ich Patentante ihres dritten (!) Kindes. Die ganze Familie lebt mittlerweile in einer norddeutschen Kleinstadt in einem Haus. Einem richtigen, mit Garten. Das ist total schön, denn wenn wir City-Girls für ein Wochenende dorthin fahren, ist das wie ein Kurzurlaub. Inklusive Babysabber und Geschrei. 

Genauso ist es bei meiner besten Freundin, die ich schon aus Kindertagen kenne. Abgesehen davon, dass ich in einem Anfall von Freude und Schock im Supermarkt in Tränen ausbrach, als sie mir vor zwei Jahren von ihrer Schwangerschaft erzählte – ich finde das alles immer noch total emotional. Meine Franzi, mit der ich groß geworden bin, die wildesten Besäufnisse, Urlaube und überhaupt Erfahrungen gemacht habe, ist jetzt Mama. Und ich vergöttere dieses Kind. Aber nach 20 Uhr kann ich sie telefonisch nicht mehr erreichen. Da liegt sie mit dem Nachwuchs schon im Bett. Und mal in eine Bar gehen, geschweige denn Tanzen, das scheint Lichtjahre entfernt zu sein. Auch das ist nicht schlimm, ich liebe sie wie eh. Aber: Es ist anders.

Alle kommen an – und ich?

Generell ist das so: Die, die gerade auf dem Weg zum Muttersein sind, die betonen immer: „Ich will jetzt mal ankommen, ich habe genug gefeiert und gevögelt, jetzt kommt Familie.“ Und die, die bereits seit ein paar Jahren die süßen Fratze durch ihre Wohnung flitzen haben, die staunen: „So lange warst du wach? Puh, cool, dass du das noch so durchziehst. Ich könnte das nicht mehr.“ Kann ich das denn noch? Offenbar. Will ich das noch? Hm. Und geht nicht zwischendurch auch beides, zumindest beim Ankommen? Der neue Mann an meiner Seite hat es immerhin geschafft, dass mir Abende auf der Couch wieder Spaß machen. Das ist ja schon mal was. Da ist ein Kind ja fast der unmittelbar nächste Schritt. Oder so.

Zum Glück gibt es da noch meine Freundin Rike. Schon immer ein bisschen alternativer, offen für fast alles, schlichtweg eine der coolsten Frauen, die ich kenne. Auch sie ist seit einem Jahr Mutter. Klar, dass ich da auch erstmal in eine kurze Schockstarre verfallen bin. Die schnell echter Freude wich. Nicht zuletzt, weil Rike eine Art Balsam für meine geschundene „alle haben Kinder, nur ich nicht“-Seele ist. Klar, sie liebt ihre Tochter über alles. Aber als sie nach drei Schreinächten fast ohne Schlaf, nach Sex und Freizeit dürstend und mit Babykotze auf der Schulter schrieb: „Mascha, vögele und feiere solange du kannst. Ich habe grad einfach nur die Schnauze voll…“,da ging es mir besser. Und immerhin kann ich gut mit Kindern, bin schon Tante und bald doppelte Patentante. Das reicht doch für den Anfang.

Auf die Triebe (und die Liebe?!)

Eure Mascha

Mascha heißt in Wirklichkeit vielleicht anders...
Ich bin Mascha (32) und seit rund anderthalb Jahren Single. Nach einer langen Beziehung habe ich endlich Zeit mich ein bisschen auszuleben, die Sau raus und nichts anbrennen zu lassen. Insgeheim warte ich aber natürlich auf meinen bärtigen Ritter, der mit seinem Pferd in den Hinterhof meiner Neuköllner Wohnung galoppiert und mit dem ich ein, zwei Mate auch mal ohne Wodka trinken kann. Bis es soweit ist, betätige ich mich ab sofort im Auftrag aller Berliner Singles als Versuchskaninchen, teste mich durch diverse Datingportale, -events und -partys. Und lasse auch sonst nichts unversucht, um Libido und Liebe auf die Sprünge zu helfen. Ausgang ungewiss.
Was soll ich als nächstes ausprobieren? Schreib an: redaktion@qiez.de

Foto Galerie

Kinder- und Familiencafé Ballon, Bötzowstraße 49, 10407 Berlin
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