Containerdörfer und Betonsiedlungen

So reagieren die Bezirke auf die neuen Flüchtlingsunterkünfte

So reagieren die Bezirke auf die neuen Flüchtlingsunterkünfte
Raus aus der Kälte. Für viele Flüchtlinge werden jetzt neue Heime gebaut.
Am Dienstagabend wurden die Standorte für zehntausende Flüchtlinge bekannt. Vor einigen Tagen waren die Bezirke noch verärgert. Und diesmal?

Beim letzten Mal gab es noch Ärger. Die einen fühlten sich überrumpelt, die anderen unfair behandelt. Nun hat die Finanzverwaltung hat am Dienstagabend die Liste mit 68 geplanten Containerdörfern und temporären Unterkünften für Flüchtlinge in den Bezirken veröffentlicht. In Abstimmung mit den Bezirken sollen Containerdörfer im ehemaligen Familienbad im Olympiapark in Charlottenburg-Wilmersdorf, in der Cité Pasteur in Reinickendorf oder auf dem Gelände des Containerbahnhofs Frankfurter Allee entstehen. Eine Liste mit allen Standorten gibt es hier. Und hier die ersten Reaktionen aus den Bezirken.

In Spandau seien die sechs vom Senat genannten Standorte noch keineswegs in trockenen Tüchern, sagte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Positiv sei, dass die Quartiere jetzt gerechter zwischen den Bezirken verteilt werden. „Das begrüße ich sehr,“ sagte der Kommunalpolitiker. Es seien aber noch Feinabstimmungen notwendig, betonte Kleebank. So würden die geplanten Flüchtlingsheime in der Rhenania- und in der Daumstraße in Haselhorst sehr dicht zusammenliegen. Außerdem gebe es in der Rhenaniastraße noch Bestandsgebäude und Gewerbemieter, die kurzfristig nicht gekündigt werden können. So habe es sich Spandau vorbehalten, Standorte eventuell zu tauschen. Über die beiden Container-Standorte müsse noch entschieden werden.

Bei den für Marzahn-Hellersdorf genannten fünf Modularen Unterkünften für Flüchtlinge und den zwei Containerstandorten handele es sich um den Kompromissvorschlag, den das Bezirksamt vor einer Woche beschlossen habe, sagte Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) dem Tagesspiegel. Damit seinen Doppelstandorte in einer Straße ausgeschlossen. Ursprünglich waren vom Senat in zwei Fällen jeweils zwei Flüchtlingsquartiere vorgesehen worden, die sich gegenüberlagen. Auch den Bau von Unterkünften auf Grundstücken, die als Schulstandort vorgesehenen sind, habe der Bezirk erfolgreich ablehnen können.


Quelle: Der Tagesspiegel

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