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Solaranlage verkaufen, PV Anlage verkaufen: alles Wissenswerte zusammengefasst

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Solaranlagen und PV Anlagen sind in aller Munde und viele haben bereits eine auf dem Dach, um sich selbst mit Energie zu versorgen. Doch was ist eigentlich, wenn man die Solaranlage verkaufen möchte? Und worauf muss ich beim Verkauf einer PV Anlage achten? Wir haben Tipps und hilfreiche Informationen gesammelt…

Auch in Berlin entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Für Hausbesitzer gibt es neben der Möglichkeit, Stromkosten zu sparen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, noch weitere Vorteile, die für eine eigene Solarstromerzeugung sprechen. Dennoch gibt es verschiedene Szenarien, in denen es darum geht, eine gebrauchte Photovoltaikanlage verkaufen zu wollen. Sodann stellt sich die Frage nach dem Wert der PV Anlage und auf welchem Weg ein Verkauf möglich ist.

Warum eine Solaranlage verkaufen?

Der Verkauf einer Photovoltaikanlage (PV) mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, insbesondere wenn man bedenkt, wie wertvoll diese Anlagen für die umweltfreundliche Energieerzeugung sind. Doch es gibt durchaus triftige Gründe, die Besitzer dazu bewegen können, diesen Schritt in Betracht zu ziehen.

Finanzielle Überlegungen gelten als Hauptgrund für die Entscheidung, eine gebrauchte Photovoltaikanlage zu verkaufen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten oder bei unerwarteten finanziellen Engpässen kann dieser Schritt eine willkommene Möglichkeit sein, rasch an Liquidität zu gelangen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Anlage bereits abbezahlt ist und einen erheblichen Wert darstellt.

Ein weiterer Grund kann das Alter der Anlage sein. Wie bei vielen technologischen Produkten kann auch eine Photovoltaikanlage mit der Zeit an Effizienz verlieren. Ältere Anlagen können mehr Wartung erfordern oder sind nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. In solchen Fällen kann der Verkauf der alten und der Erwerb einer neueren, effizienteren Anlage eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung sein.

Auch ein Umzug kann ein ausschlaggebender Faktor sein, weshalb man eine PV Anlage verkaufen möchte. Wenn jemand in eine Immobilie zieht, die entweder nicht für eine Photovoltaikanlage geeignet ist oder bereits über eine solche verfügt, kann der Verkauf der alten Anlage eine logische Konsequenz sein.

Schließlich können sich auch die Energiebedürfnisse eines Haushalts oder Unternehmens ändern. Beispielsweise können der Erwerb von Elektrofahrzeugen oder bauliche Erweiterungen den Energiebedarf erhöhen, was den Verkauf der aktuellen Anlage und den Kauf einer leistungsfähigeren Anlage erforderlich machen kann.

Der Ablauf beim PV Anlage verkaufen

Wer seine Solaranlage verkaufen möchte, kann zwischen verschiedenen Wegen wählen. Viele Besitzer von Großanlagen entscheiden sich für eine Abwicklung über den Anbieter Solar Direktinvest. Dieses Unternehmen hat sich auf die Planung, Errichtung und den Vertrieb von Photovoltaik-Dachsystemen und Solaranlagen spezialisiert. Der typische Verkaufsprozess gliedert sich dort in mehrere Phasen.

Zunächst erfolgt eine Kontaktanfrage, bei der Interessenten ihre Kontaktdaten übermitteln und spezifizieren, welche Photovoltaikanlage sie verkaufen möchten. Hierbei sind Informationen wie Anlagengröße in kWp (Kilowatt-Peak), Adresse der Anlage, Datum der Inbetriebnahme, Meldung an die Bundesnetzagentur, jährlicher Ertrag, Vergütungshöhe, Restlaufzeit, Verlängerungsoptionen im Pachtvertrag und sonstige Besonderheiten von Bedeutung. Es ist auch wichtig zu klären, ob die Anlage auf einer gepachteten Dachfläche installiert ist oder ob es sich um eine eigene Dachfläche handelt, die vermietet werden soll.

Nachdem die Kontaktanfrage eingegangen ist, erfolgt ein Erstgespräch. In diesem Gespräch werden alle Details besprochen und die notwendigen Unterlagen angefordert. Anschließend werden die bereitgestellten Unterlagen geprüft, um die Photovoltaikanlage genau bewerten zu können.

Die Preisbesprechung folgt als nächster Schritt. Hierbei wird die Preisvorstellung des Verkäufers diskutiert. Durch die vorherige Detailprüfung kann der genaue Verkaufserlös der gebrauchten Photovoltaikanlage bestimmt werden. Bei Einigung über den Verkaufspreis wird die Abwicklung des Verkaufs eingeleitet.

In der Phase der Vertragsabwicklung werden vorgefertigte Kaufverträge individuell angepasst. Der Verkäufer wird während des gesamten Prozesses begleitet, um sicherzustellen, dass Nutzen und Lasten der Photovoltaikanlage korrekt übertragen werden.

Schließlich erfolgt nach Abschluss des Kaufvertrages die Auszahlung des Kaufpreises. In der Regel sind die Verkäufe innerhalb weniger Tage oder Wochen vollständig abgeschlossen. Interessenten, die ihre Solaranlage verkaufen möchten, können jederzeit eine Anfrage über das Kontaktformular auf der Homepage des Unternehmens stellen.

Wer seine gebrauchte Photovoltaikanlage verkaufen möchte, kann sich im Ergebnis auf einen überschaubaren Verkaufsprozess einstellen.

Welche Voraussetzungen beim Verkauf der Solaranlage oder PV Anlage erfüllt sein müssen

Beim Ankauf von Photovoltaikanlagen legt Solar Direktinvest großen Wert auf bestimmte Voraussetzungen, um einen reibungslosen Betrieb und eine langfristige Investitionssicherheit zu gewährleisten.

Eine der zentralen Anforderungen ist die Verfügbarkeit einer geeigneten Fläche für den Betrieb der Anlage. Daher konzentriert sich das Unternehmen auf den Erwerb von Anlagen, die auf gepachteten Dachflächen oder Grundstücken installiert sind. Anlagen, die demontiert werden müssen oder in absehbarer Zeit demontiert werden sollen, entsprechen nicht den Ankaufskriterien des Unternehmens. Sollte man eine PV Anlage verkaufen, die auf einem Dach installiert ist, ist es unerlässlich, einen Pachtvertrag zwischen dem Grundstücks- oder Gebäudeeigentümer und dem Käufer der Anlage abzuschließen.

Die geografische Ausrichtung von Solar Direktinvest erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet. Dies ist hauptsächlich auf die EEG-Vergütung zurückzuführen, die in Deutschland für Photovoltaikanlagen gezahlt wird. Diese Vergütung bietet eine konstante und verlässliche Einnahmequelle, wodurch die voraussichtlichen Erträge einer Anlage präzise kalkuliert werden können. Im Gegensatz dazu werden Photovoltaikanlagen im Ausland, aufgrund der fehlenden EEG-Vergütung, nicht in das Portfolio von Solar Direktinvest aufgenommen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Ankauf ist die Restlaufzeit der Anlage in der EEG-Vergütung. Diese sollte beim Verkauf mindestens zwei Jahre betragen. Zudem ist für den sicheren und ungestörten Betrieb der Photovoltaikanlage die Eintragung einer erstrangigen Dienstbarkeit im Grundbuch des verpachteten Grundstücks unter Abteilung II von Bedeutung. Falls eine solche Eintragung bei einer zum Verkauf stehenden Anlage noch nicht vorgenommen wurde, wird sie im Zuge des Ankaufsprozesses nachgeholt. Die damit verbundenen Kosten werden in der Regel vom Käufer getragen.

Solaranlage verkaufen – der Wert der Anlage

Wer seine PV Anlage verkaufen möchte, stellt sich verständlicherweise die Frage, welchen Wert die Anlage eigentlich hat. In einem ersten Schritt wird zwischen dem Buchwert, dem Sachwert und dem Ertragswert unterschieden. Im Veräußerungsfall wird der Restwert der PV-Anlage berechnet.

Der Sachwert einer Photovoltaikanlage repräsentiert den aktuellen Wert der verbauten Komponenten unter Berücksichtigung von Alter und Zustand. Dieser Wert ist insbesondere für Versicherungen von Bedeutung, da er bestimmt, welcher Betrag im Schadensfall der Anlage erstattet wird. Für den, der seine Solaranlage verkaufen möchte, ist allerdings auch der Buchwert interessant.

Der Buchwert einer Photovoltaikanlage zeigt den bilanzierten Wert der Anlage. Er berechnet sich aus den Anschaffungskosten abzüglich der bisherigen Abschreibungen. Bei einer standardmäßigen Nutzungsdauer von Photovoltaikanlagen von 20 Jahren laut AfA-Tabelle ergibt sich der Buchwert bei linearer Abschreibung aus den Anschaffungskosten abzüglich des Produkts aus den Anschaffungskosten geteilt durch 20 und multipliziert mit dem Alter der Anlage in Jahren. Zum Beispiel hat eine 8,5 Jahre alte Anlage, die ursprünglich 100.000 Euro gekostet hat, einen Buchwert von 57.500 Euro. Bei einer Sonderabschreibung sind die Abschreibungsbeträge in den ersten Jahren höher, was die Steuerlast reduziert und den Buchwert entsprechend anpasst.

Der Ertragswert einer Photovoltaikanlage hingegen spiegelt die zukünftigen Gewinne wider, die durch die Anlage noch generiert werden können. Dieser Wert basiert auf der Anlagengröße, dem spezifischen Ertrag und der Einspeisevergütung. Der jährliche Ertrag wird durch Multiplikation dieser Faktoren ermittelt. Es besteht auch die Möglichkeit, den erzeugten Strom direkt zu vermarkten, um von aktuellen Strombörsenpreisen zu profitieren. Der spezifische Ertrag gibt an, wie viel Strom die Anlage jährlich produziert, wobei in Deutschland der Durchschnitt bei 1000 kWh pro Kilowattpeak liegt. Dieser Wert kann je nach Standort, Ausrichtung und Verschattung variieren. Der Ertragswert ergibt sich aus der Multiplikation des jährlichen Ertrags mit der Restlaufzeit der Anlage. Beispielsweise würde eine Anlage mit 30 Kilowattpeak und einer Restlaufzeit von 13 Jahren einen Ertragswert von 46.800 Euro haben, wobei hier noch Ausgaben wie Monitoring, Wartung, Reinigung, Versicherung und eventuelle Pachtkosten abgezogen werden müssen.

Was der Restwert beim Photovoltaikanlage-Verkaufen besagt

Zur Ermittlung des Restwerts beim Verkauf der Photovoltaikanlage wird eine vereinfachte Ertragswertberechnung verwendet. Der jährliche Ertrag der Anlage wird zuerst bestimmt und dann mit der verbleibenden Laufzeit der EEG-Vergütung multipliziert. Dies gibt einen Überblick über die zukünftigen Einnahmen, die die Anlage generieren wird. Von diesem Betrag werden die voraussichtlichen Ausgaben für Monitoring, Wartung und Pacht abgezogen. Während diese Kosten variieren können, wird für eine grobe Schätzung ein Abschlag von zehn Prozent der zukünftigen Einnahmen angenommen. Um einen Verkaufspreis festzulegen, der sowohl für denjenigen, der die gebrauchte Photovoltaikanlage verkaufen will als auch für den Käufer der Photovoltaikanlage attraktiv ist, wird ein weiterer Abschlag von 50 Prozent berücksichtigt. Das Ergebnis dieser Berechnung stellt den Restwert der Photovoltaikanlage dar.

Wer seine Solaranlage verkaufen möchte, kann auch die Erstellung eines Wertgutachtens in Erwägung ziehen. Ein Wertgutachten analysiert voraussichtliche zukünftige Erträge einer Anlage und den Zustand der PV-Anlage sowie ihrer technischen Elemente. Bei dem Verkauf einer Photovoltaikanlage gehört ein solches Gutachten weitgehend zum Standard. So können Verkäufer und Käufer sich über den Wert und die Qualität der PV-Anlage im Klaren sein.
Auch nach mehreren Jahrzehnten lohnt sich der Verkauf einer gebrauchten Photovoltaikanlage

Nach zehn Jahren zeigt die Bilanz bei linearer Abschreibung über 20 Jahre den Buchwert einer Photovoltaikanlage als genau die Hälfte der ursprünglichen Kosten. Wurden zu Beginn steuerliche Sonderabschreibungen berücksichtigt, reduziert sich der Buchwert weiter. Der Sachwert sinkt nicht gleichmäßig, da die Modulleistung abnimmt. Diese Abnahme liegt jedoch jährlich unter einem Prozent. PV-Modulhersteller bieten sowohl eine Produkt- als auch eine Leistungsgarantie. Erstere garantiert fehlerfreie Verarbeitung und Materialqualität, oft für 15 bis 30 Jahre bei Premium-Modulen. Die Leistungsgarantie startet meist bei 97 Prozent der angegebenen Leistung, die sich über die Jahre reduziert. Nach einem Jahrzehnt liegt sie häufig bei 90 Prozent der Ursprungsleistung.

In Amortisationsanalysen gelten Photovoltaikanlagen nach 20 Jahren oft als ausgedient. In der Bilanz weist die Anlage nach dieser Zeit keinen Buchwert mehr auf. Dennoch kann sie weiterhin Strom produzieren – und das bis zu 20 weitere Jahre lang. Beim Photovoltaikanlage Verkaufen hat sie noch einen Wert, insbesondere wenn weiterhin Strom eingespeist wird. Der Restwert hängt von technischem Zustand, erwarteter weiterer Betriebszeit und standortabhängigen Ertragsfaktoren ab.

Der Kaufvertrag beim Solaranlage Verkaufen

Nachdem ein Käufer für die gebrauchte Photovoltaikanlage gefunden wurde, ist der nächste Schritt die Ausarbeitung eines Kaufvertrags. Dieser Vertrag muss bestimmte Elemente enthalten, um sicherzustellen, dass beide Parteien rechtlich geschützt sind.

Zunächst ist es wichtig zu klären, ob der Verkauf an einen Unternehmer oder einen Verbraucher erfolgt. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) macht hierbei eine Unterscheidung, da Verbrauchern ein erhöhter Schutz zukommt. Insbesondere haben Verbraucher gemäß BGB ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen, das es ihnen ermöglicht, den Kaufvertrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Verkauf von Solaranlagen als Investition typischerweise im Geschäftskundenbereich (B2B) stattfindet. Da Betreiber von Photovoltaikanlagen als Gewerbetreibende gelten, wenn sie Strom ins öffentliche Netz einspeisen, gilt der Käufer in diesem Kontext nicht als Verbraucher und hat somit kein Widerrufsrecht.

Des Weiteren ist es entscheidend, Garantien im Vertrag korrekt zu formulieren. Wenn bestimmte Module und Produktteile der gebrauchten Anlage im Vertrag aufgeführt sind, sollte klar angegeben werden, dass jegliche Garantien vom Hersteller und nicht vom Verkäufer stammen. Eine unklare Formulierung könnte dazu führen, dass der Verkäufer im Streitfall als Garantiegeber angesehen wird.

Schließlich sollten dem Kaufvertrag relevante Dokumente beigefügt werden. Dazu gehören beispielsweise der erforderliche Pachtvertrag, Aufzeichnungen über bisherige Reparaturen und Ertragsabrechnungen der vergangenen Jahre. Diese Anlagen bieten einen umfassenden Überblick über den Zustand und die Historie der Photovoltaikanlage und sind für den Käufer von großer Bedeutung.

Wer beim Verkaufen der Photovoltaikanlage diese Aspekte berücksichtigt, hat im Regelfall mit keinen besonderen Herausforderungen zu rechnen.

Die steuerlichen Aspekte beim Photovoltaikanlage Verkaufen

Wer seine Solaranlage verkaufen möchte, darf die Besteuerung nicht außer Acht lassen. Der Gewinn, der aus dem Verkauf einer Solaranlage resultiert, unterliegt der Steuerpflicht. Die Art der zu entrichtenden Steuern hängt von der Rechtsform des verkaufenden Unternehmens ab. Während Personengesellschaften sowohl Einkommenssteuer als auch Gewerbesteuer entrichten müssen, sind Kapitalgesellschaften zur Zahlung von Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer verpflichtet.

Der Veräußerungsgewinn berechnet sich aus dem Verkaufspreis abzüglich dem Restbuchwert und den Veräußerungskosten. Ein niedrigerer Restbuchwert führt zu einem höheren Gewinn und entsprechend höheren Steuern. Bei einer vollumfänglichen Veräußerung der Anlage entfällt die Umsatzsteuer, vorausgesetzt, der Käufer setzt den bestehenden Stromeinspeisevertrag fort. In diesem Fall wird der Verkauf als Geschäftsveräußerung betrachtet.

Es ist ratsam, vor dem Verkauf einer Solaranlage einen Steuerberater hinzuzuziehen, um die Vertragsgestaltung steuerlich optimal auszurichten. Der Berater kann detaillierte Informationen darüber geben, welche steuerlichen Aspekte beim Solaranlage Verkaufen zu berücksichtigen sind. Bei einer Fremdfinanzierung der Anlage kann die steuerliche Belastung im Verhältnis zum Verkaufserlös besonders hoch sein, wodurch ein Verkauf unter Umständen nicht wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Wer seine PV Anlage verkaufen möchte, kann letztlich mit überschaubarem Aufwand das Investitionsgut in liquide Mittel umwandeln. Vorausgesetzt, bei der Auswahl des Käufers wird ein erfahrenes und spezialisiertes Unternehmen als Vertragspartner gewählt.

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