Solidarisches Landwirtschaftsprojekt

Mal "richtig" ackern

Mal
Das Projekt Sterngarten-Odyssee organisiert Arbeitseinsätze in ökologisch wirtschaftenden Betrieben. Dafür gibt es jede Woche leckeres Obst und Gemüse sowie Säfte. Zur Foto-Galerie
Seit dem Frühjahr 2013 versorgt der ökologische Kooperationsverband "Sterngarten-Odyssee" seine Mitglieder mit Gemüse, Obst und Saft aus der Region. Nun werden Unterstützer für eine neue Regionalgruppe in Moabit gesucht.

Das Prinzip, nach dem die Versorgungsgemeinschaft Sterngarten-Odyssee funktioniert, ist genial einfach und einfach genial: Für nur 80 Euro im Monat bekommen Mitglieder wöchtentlich (!) Gemüse, Obst und Saft von vier ökologisch wirtschaftenden „Sternbetrieben“ aus dem ostdeutschen Raum geliefert. Im Gegenzug tritt man einer der derzeit sieben Regionalgruppen des Kollektivs bei und verpflichtet sich, mindestens drei Tage im Jahr bei Arbeitseinsätzen auf den vier beteiligten Höfen dabei zu sein und sich damit auch persönlich für die Förderung ökologischer Landwirtschaft und alternativer Produktionsformen einzusetzen. Höfe und Abnehmergruppen stehen dabei in einem verbindlichen Verhältnis, in dem Transparenz, Solidarität und Offenheit an erster Stelle stehen.

Lokale Gruppen unterstützen lokale Erzeuger

Bei der Pflaumenernte. (c) Ognyan Tzotchev
Was sich nach der fixen Idee von einer besseren Welt anhört, kann richtig gut funktionieren, wie die Sterngarten-Odyssee Woche für Woche beweist. Initiator Simon Junge, der mit dem Löwengarten ab 2006 die erste solidarische Landwirtschaft im Berliner Raum auf die Beine stellte, kann derzeit auf mehr als 60 Mitglieder setzen. Sie haben sich in lokalen Gruppen in Friedenau, Friedrichshain, Neukölln (2x), Prenzlauer Berg, Tempelhof und Leipzig organisiert und helfen nicht nur auf Junges eigener Apfelsternwarte (Obstanbau) in der Nähe von Weimar, sondern auch auf dem Potsdamer Florahof (Gemüseanbau mit Baum- und Beerenobst), dem Gärtnerhof mit Obstgarten „Grüner Berg“ sowie dem Gemüsehof von Maria Bienert nördlich von Leipzig.

Die Erzeugnisse sind vielfältig und garantieren mit Löwenzahnsalat, Mangold, Minze, Spinat, Pflaumen oder auch Johannisbeeren viel Abwechslung in der heimischen Küche. Mit ihrer Arbeit will die Sterngarten-Odyssee nicht nur alternative Formen des Wirtschaftens fördern, sondern auch dem gerade in der Stadt weit verbreiteten Wunsch nach mehr Naturverbundenheit nachkommen: „Eine persönliche Verbindung zum Lande ist in unserer Zeit allgemeines Bedürfnis und für die Entwicklung der Landwirtschaft von großer Bedeutung. Die Sterngarten-Odyssee möchte das unterstützen.“

Neue Mitglieder sind natürlich jederzeit gerne gesehen. Vor allem werden sie derzeit jedoch in Moabit gesucht. Drei Interessierte wollen dort eine neue Regionalgruppe ins Leben rufen und suchen nach Mitstreitern mit Lust auf Landwirtschaft. Alle weiteren Infos findest du hier.

„Das finde ich wirklich einen tollen Ansatz: Leckere ökologisch erzeugte Lebensmittel bekommen und gleichzeitig kleine Erzeuger tatkräftig unterstützen. Wer die Welt ein kleines bißchen besser machen und dabei lecker kochen möchte, sollte sich die Sterngarten-Odyssee genauer anschauen.“

Foto Galerie

Mal "richtig" ackern, Ceciliengärten 40, 12159 Berlin
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