• Mittwoch, 08. August 2012

Unterhavel

Wasserqualität im Normalbereich

  • Unterhavel
    Halbe Entwarnung: Die Unterhvael ist fast frei von Kolibakterien, aber an anderen Badestellen wuchern Blaualgen. Foto: dapd - ©Paul Zinken

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat Entwarnung für fünf der sechs mit erhöhten Kolibakterien-Werten erfassten Badestellen an der Unterhavel gegeben. Dafür zählt das Amt inzwischen drei Orte mit Allergie auslösenden Blaualgenteppichen.

Die erhöhte Konzentration von Verunreinigungen in der Unterhavel hat sich weitestgehend aufgelöst. Somit können Badegäste laut Landesamt für Gesundheit und Soziales an fünf der sechs verschmutzten Badestellen wieder ohne gesundheitliche Risiken ins Wasser. Einzig die Kleine Badewiese in Gatow ist mit Schmutzwasser geplagt. "Diese Badestelle genügt für die gesamte Badesaison nicht den Qualitätsanforderungen", teilte das Landesamt mit. Dafür kann man sich an den ausgewiesenen Stellen Grunewaldturm, Lieper Bucht, Radfahrerwiese, Großes Fenster und Breitehorn wieder über klares Wasser freuen.

Am Grunewaldturm sank die Konzentration von 2200 Kolibakterien pro 100 Milliliter Wasser auf rund ein Zehntel des Ausgangswertes. Die Radfahrerwiese konnte die Werte mit 61 Bakterien noch unterbieten. So sind an den Badestellen noch leicht erhöhte Werte im Gegensatz zum Durchschnitt von 15 und 30 Bakterien gemessen worden. Jedoch erreichen sie bei Weitem nicht den nach EU-Richtlinien geltenden Grenzwert von 1800.

Die Daten zur Verunreinigung der Kleinen Badewiese sind derzeit noch nicht öffentlich zugänglich. Zum Ende des Sommers soll sich zeigen, ob der Zugang seine offizielle Anerkennung als Badestelle behält. Bereits seit einigen Badesaisons werden dort erhöhte Werte an Kolibakterien und Blaualgen gemessen. Die Erfrischung im Wasser wäre weiterhin möglich, könne aber nicht von offizieller Seite als gesundheitlich unschädlich eingestuft werden.

Blaualgen-Vermehrung ist noch nicht kritisch

Der Fäkalienteppich, der die Bakterienverschmutzung hervorrief, wurde vor einigen Tagen auf der Unterhavel bemerkt. Nun will die Polizei herausfinden, ob es sich bei den Exkrementen um den widerrechtlich entleerten Inhalt eines Schiffstanks handelt. In Potsdam untersuchte Badeorte wiesen keine Ansammlung von Kolibakterien auf, die den Grenzwert überschritten hätte.

Nun verbreitet sich ein anderes Problem in Berlins und Brandenburgs Gewässern. Bei Wassertemperaturen zwischen 20 und 24 Grad, die inzwischen vorherrschen, vermehren sich Blaualgen rapide. Im Landkreis Oberhavel wird an drei Badestellen vor den Wasserpflanzen gewarnt: Der Große und Kleine Wentowsee in Zehndenick und der Moderfitzsee in Fürstenberg seien für Menschen mit allergischen Reaktionen auf die Algen nicht geeignet. Offiziell liegt keine Warnung vor, da die Sichttiefe noch 30 Zentimeter beträgt.

Die offiziellen Badegewässer in Berlin und Brandenburg können sich mit der Einschätzung einer "ausgezeichneten bis guten Wasserqualität" schmücken, obwohl der beinahe Dauerregen im vergangenen Monat Pflanzenreste und tierische Exkremente hineintrug. Blaualgen sind schon an einigen Stellen in Massen zu finden. Jedoch fand bislang niemand in Berlin bakterielle "Toxine", also Giftstoffe, im Wasser, die die Schleimhäute angriffen oder Diarrhö auslösen können.

Mehr zum Thema könen Sie hier lesen:

Weiterhin Badewarnung für die Havel

Adresse

Am Wiesenhaus 9
14089 Berlin

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Quelle: Der Tagesspiegel
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