Maxi und Schnute

Stadtbären: Weitere Untersuchung vor Verlegung

Maxi und Schnute, die beiden Bärendamen aus dem Zwinger im Köllnischen Park, sollen vor einer möglichen Verlegung erneut untersucht werden. Auch die logistische Umsetzung des Umzugs bereitet den Verantwortlichen im Bezirksamt Mitte Kopfzerbrechen. Tierschützer protestieren seit letztem Jahr verstärkt für eine zügige Freilassung der Berliner Stadtbären.

Das neue Zuhause der beiden Berliner Wappentiere Maxi und Schnute könnte der Bärenwald Müritz am Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern werden. Gegen die Unterbringung der beiden alternden Bärendamen in den beengten Verhältnissen des Zwingers im Köllnischen Park hatte es seit Jahren Proteste von Tierschützern gegeben. Die Verantwortlichen des für die Tiere zuständigen Bezirksamts Mitte werden den Bärenwald in den nächsten Wochen in Augenschein nehmen, doch einem Umzug stehen noch mehrere Probleme im Weg.

Die Winterruhe von Schnute, die mit 32 Jahren für einen in Gefangenschaft lebenden Bären sehr alt ist, verlief nicht optimal. Carsten Spallek (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, hält einen Zusammenhang mit einer Protestaktion von Tierschützern für möglich, bei der diese im November 2012 das Dach des Bärenzwingers besetzt hatten. Ansonsten stehen dem Transport nach einer ersten Begutachtung der Tiere keine gesundheitlichen Gründe im Weg. Weitere Untersuchungen sind jedoch nötig. Zu diesen soll auch ein externer Sachverständiger hinzugezogen werden, der sich speziell mit Bären auskennt. Die Finanzierung des Gutachters würde die Tierschutzorganisation Vier Pfoten übernehmen, die auch den Bärenwald Müritz betreibt.

Probleme beim Transport befürchtet

Weitgehend ungeklärt sind bisher die logistischen Fragen eines Transports. „Ohne Narkotisierung ist das eine große Herausforderung“, sagt Bezirksstadtrat Spallek. Eine solche Maßnahme soll jedoch aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Tiere – auch Schnutes Tochter Maxi ist bereits 27 – unter allen Umständen vermieden werden. Aus diesem Grund ist schon die Untersuchung durch Tierärzte und Gutachter nicht einfach. Spallek will der Verlegung nur zustimmen, wenn eine gesundheitliche Gefährdung der Tiere ausgeschlossen ist. Ein gemeinsamer Transport sei fast unmöglich, doch man wisse auch nicht, wie die Bären auf eine Trennung reagieren würden. Allein das Verfrachten von Maxi und Schnute in Käfige könnte bereits zu einer schwierigen Aufgabe werden.

Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen können Spallek und der Leiter des bezirklichen Veterinäraufsichtsamts Dr. Bathe-Peters derzeit nicht nennen. Der Stadtrat geht jedoch davon aus, dass die Bezirksverordnetenversammlung frühestens Mitte bis Ende Mai erneut mit der Thematik befasst wird. An den Kosten wird der Umzug jedenfalls nicht scheitern: Für Transport, Unterbringung und Verpflegung kommt ebenfalls Vier Pfoten auf.

 

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