Berlin am 4. März

Dit is jut & dit is oll

Was uns in Berlin heute sonnig oder trübe stimmt.
Was uns in Berlin heute sonnig oder trübe stimmt.
Weniger jugendliche Straftäter und Verwirrung bei OSZ-Bewerbungsverfahren- die Tops und Flops des Tages in Berlin.

Dit is jut:

  • Wohnungsnotstand und steigende Mieten sind in aller Munde. Insgesamt braucht Berlin ungefähr 10.000 neue Wohnungen – darunter natürlich auch viel bezahlbaren Wohnraum. Nun hat der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) in Berlin/Brandenburg sich gegenüber dem Senat bereit erklärt, 6.000 Wohungen pro Jahr zu bauen – davon auch einige für MieterInnen mit geringem Einkommen. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) könnte sich etwa 2.000 im Jahr vorstellen.
     
  • Mode für Bäume: Im Prenzlauer Berg hat sich ein Konditor mit dem Grünflächenamt geeinigt. Streitpunkt war ein bunter Strickumhang, mit dem der Cafébetreiber den Stamm des Birnbaums vor seiner Ladentür verschönern wollte. Dieser Umhang verhindere laut der zuständigen Behörde ein regelmäßiges Begutachten des Baumes und gefährde durch die gestaute Feuchtigkeit den Zustand der Rinde. Kompromiss: ein aufknöpfbares Strick-Gewand.
  • Laut Staatsanwalt nimmt die Zahl der jugendlichen Straftäter seit Jahren ab. Derzeit sind 428 Intensivtäter aufgelistet, Mitte des vergangenen Jahres waren es noch 520. Intensivtäter werden übrigens diejenigen genannt, die in einem Jahr durch mehr als fünf Straftaten auffallen.

Dit is oll:

  • Insgesamt nimmt allerdings die Zahl der Überfälle auf Berlins Straßen zu. Täglich kommt es in Berlin zu mehr als sechs Fällen von Straßenraub.
     
  • Ein neues zentrales Bewerbungsverfahren für Oberstufenzentren sorgt für Unmut bei SchülerInnen und deren Eltern. Um das Chaos durch Mehrfachbewerbungen zu vermeiden, führte der Senat das neue Verfahren ein. Das führt jetzt aber leider zu umso mehr Verwirrung, da die Formulare schwer zu finden und auch das Ausfüllen und die Abgabetermine undurchsichtig sind. Mehr dazu hier.
     
  • Und nochmal zurück zum Wohnungsmarkt: In Prenzlauer Berg soll ein Haus in der Kopenhagener Straße saniert werden und die Miete auf das Dreifache (!) ansteigen. Die MieterInnen überlegen nun, wie sie sich dagegen wehren können. Mehr dazu hier.
Dit is jut & dit is oll, Kopenhagener Straße, Berlin

Weitere Artikel zum Thema

Wohnen + Leben
Die 90er im Helmholtzkiez
Der Blogger Michael Lange wohnt seit 1994 in Berlin, davor waren seine Kamera und er […]
Kultur + Events | Freizeit + Wellness
Top 5: Orte zum Sternschnuppen-Gucken
August ist DER Monat der Sternschnuppen! Weil die Erde durch die Staubwolke "Perseiden" saust, verglühen […]