17. Juni

Das bewegt Berlin heute

Der erste von vielen Jubel-Autokorsos der deutschen Fans?
Der erste von vielen Jubel-Autokorsos der deutschen Fans?
Mission Auftaktsieg gelungen, aber manche Gastwirte dürfen das nächste Deutschland-Spiel nicht zeigen - die Tops und Flops des Tages in Berlin.

Dit is jut:

  • Schlaaaand! Wir gratulieren der deutschen Nationalmannschaft natürlich auch an dieser Stelle zum beeindruckenden 4:0 gegen Portugal bzw. CR7. Wenn du für den kommenden Samstag noch eine Inspiration suchst, wie wäre es mal mit Public Viewing im idyllischen Steglitz-Zehlendorf?

  • Mehr Offenheit: Morgen startet die EGPA-Konferenz erstmals in Berlin. Der Name steht für die European Gay Police Association, die sich für mehr Akzeptanz von homo-, bi- und transsexuellen Polizeibeamten einsetzt. Finden wir sehr jut!

  • Erinnerung an den großen Arbeiterstreik in der DDR am 17. Juni 1953: In Müggelheim wird heute um 16 Uhr ein Kranz zwischen dem Parkplatz und dem Uferweg zur Anlegestelle Rübezahl niedergelegt. Bei einem Bootsausflug von Bauarbeitern zur Gaststätte Rübezahl entstanden im Juni 1953 die Gedanken an eine groß angelegte Protestaktion.

Dit is oll:

  • Die Bürokratie hierzulande kann einem sogar ein Fußball-Fest vermiesen. In vielen Bezirken wird in Sachen Lärmschutz nun doch hart durchgegriffen. Manche Wirte in Tempelhof-Schöneberg erhalten für Spiele nach 21 Uhr keine Ausnahmegenehmigung fürs Public Viewing – auch nicht bei den Deutschland-Spielen. Dabei hängen im besten Falle doch ohnehin 80 Prozent der Deutschen jubelnd vor dem Fernseher und haben gar keine Lust, sich über die eventuell etwas lauten Nachbarn aufzuregen.

  • Fußballfans können auch anders. Diesmal geht es allerdings nicht um Pyrotechnik oder Schlägereien, sondern um einen waschechten Raub in einem Juweliergeschäft in den Potsdamer Platz Arkaden. Drei maskierte Männer zertrümmerten dort Vitrinen und stahlen deren Inhalt – ihr Fluchtfahrzeug war ein mit großer Deutschland-Fahne geschmückter Audi.

  • Damals streikten die Arbeiter, nun sind es die Ärzte. Heute werden bis zu 300 Ärzte im Humboldt-Klinikum und dem Vivantes-Haus in Spandau die Arbeit niederlegen. Die Tarifverhandlungen des landeseigenen Vivantes-Konzerns mit den Medizinern waren zuvor gescheitert. Eine Notfallversorgung wird aber selbstverständlich sichergestellt.

Das bewegt Berlin heute, Müggelheimer Damm 143, 12559 Berlin

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