Berlin am 10. Oktober

Dit is jut & dit is oll

Was uns in Berlin heute sonnig oder trübe stimmt.
Was uns in Berlin heute sonnig oder trübe stimmt.
Mehr Ärzte für unterversorgte Kieze und mehr fahruntüchtige Diplomaten auf Berlins Straßen - die Tops und Flops des Tages.

Dit is jut:

  • Berlin hat die Zulassungsrichtlinien für neue Arztpraxen reformiert. Erstmals wird die Vergabegenehmigung nun an sozio-ökonomische Bedingungen des Bezirks gekoppelt. Mit anderen Worten: Ärzte sollen zukünftig nur noch dort ansiedeln, wo sie auch gebraucht werden – nicht da, wo die Kasse stimmt.
     
  • Gruseln im Museum, und das schon ab 10 Uhr vormittags. In der Skulpturensammlung des Bode-Museums können sich Kinder schon „Vor Halloween“ gruseln. Gemeinsam stellen sich Kinder zwischen acht und zwölf Jahren die Frage nach den Ursprüngen von Angst: Warum gruselt man sich? Wie und warum haben sich die Menschen früher gegruselt, als es das Halloweenfest noch gar nicht gab? Karten für „Vor Halloween – Gruseln im Museum“ kosten 6 Euro.
     
  • Jetzt nur nicht rumtrödeln, sonst sind die besten Schmöker schon weg. Ab 12 Uhr findet ein großer Büchertrödel in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek statt. Wer einen Euro oder mehr spendet, darf dann tolle Bücher mit nach Hause nehmen: Von Belletristik bis Fachbuch, von Kassette bis DVD ist alles dabei.
     
  • Ab heute erinnert die Ausstellung „Verbrannte Bücher – Von den Nazis verfemte Schriftsteller“ im Austellungszentrum Pyramide an die Autoren, deren Werke 1933 den Flammen zum Opfer fielen. Als Wanderausstellung reist die Schau seit Januar durch ganz Deutschland.

Dit is oll:

  • Immunität ist vielleicht bei einer Herbstgrippe wünschenswert. Wenn sie aber dazu führt, dass Berliner Diplomaten um ihre Bußgelder von über 300.000 Euro herumkommen, dann ist das mehr als nur ärgerlich. Die Zahl der Verkehrssünder mit Diplomatenkennzeichen steigt – während die Polizei weiterhin Knöllchen für die Mülltonne schreibt. Denn Diplomaten stehen außerhalb der juristischen Belangbarkeit.
     
  • Armutszeugnis: Am Pariser Platz müssen Flüchtlinge durch einen Hungerstreik auf sich und ihre Leidensgenossen aufmerksam machen. Genauso schnell wie die vor der Insel Lampedusa umgekommenen Flüchtlinge geraten auch bettelarme Flüchtlinge mitten in der Stadt in Vergessenheit oder werden ausgegrenzt, wenn sie nicht unentwegt für ihre Rechte einstehen und auf sich aufmerksam machen. Wie gesagt: Ein Armutszeugnis.
Berlin-Hauptbahnhof, Europaplatz 1, 10557 Berlin

Der Hauptbahnhof wurde mit einer Milliarde Euro deutlich teurer als geplant und nur mit verkürztem Dach realisiert.

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