Berlin am 27. Dezember

Dit is jut & dit is oll

Was uns in Berlin heute sonnig oder trübe stimmt.
Was uns in Berlin heute sonnig oder trübe stimmt.
Viel Theater ums deutsche Gesundheitssystem und noch mehr Pfunde auf den Hüften  - unsere Tops und Flops des Tages in Berlin.

Dit is jut:

  • Im Ballhaus Naunynstraße steht heute um 20 Uhr „Das Summen der Montagswürmer“ auf dem Programm. Erzählt wird die Geschichte eines ungewöhnlichen Patienten, der den postmodernen Alltag in einem deutschen Krankenhaus ganz schön durcheinander bringt.
     
  • Das ICC könnte in einigen Jahren zu einem riesigen Einkaufszentrum umgewandelt werden. Mehr zum Thema erfährst du hier.
     
  • Umweltfreundlich: Immer mehr Fahrzeuge in der Hauptstadt fahren mit Elektroantrieb. Deshalb sollen in den kommenden zwei Jahren Medienberichten zufolge 600 neue Ladesäulen aufgestellt werden.
     
  • Das Weihnachtsfest ist überstanden – schon steht Silvester vor der Tür. Noch nichts vor? Unsere Tipps für den Jahreswechsel findest du hier: Silvester für Kurzentschlossene

Dit is oll:

  • Gefährlicher Spaß: Kaum sind die Feiertage vorbei, beginnt in Berlin die Knaller-Saison. Und alle Jahre wieder führen billige Chinaböller und unvorsichtige Jugendliche schwere Verletzungen herbei.
     
  • Völlegefühl: Das große Schlemmen der vergangenen Tage lässt einen Blick auf die Waage derzeit nicht unbedingt ratsam erscheinen. Wer die Pfunde schnell wieder purzeln lassen möchte, kann sich hier inspirieren lassen: Selbsttest: Wie funktioniert EMS-Training?
Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin

zitty-Kritik 05/12Der armenisch-türkische Journalist Hrant Dink diskutiert in einer Talkshow des türkischen Fernsehens über den Paragrafen 301 des türkischen Strafgesetzbuchs. Dink war gerade aufgrund dieses Artikels, der die „Beleidigung des Türkentums“ mit Gefängnisstrafe ahndet, zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Talkshow gerät zum Tribunal. Ein nationalistischer Geschichtsprofessor droht ihm indirekt: „Wer sich nur um Grabsteine kümmert, der landet bald selbst im Grab!“ Wenige Wochen später, am 19. Januar 2007, wird Dink auf offener Straße erschossen.Der Mitschnitt dieser Talkshow steht im Zentrum mehrerer Performances eines Parcourstheaters, das der Filmemacher Züli Aladag, die Videokünstlerin Silvina Der-Meguerditchian, der Dokumentar-Theatermachter Hans-Werner Kroesinger und die Regisseure Miraz Bezar und Hakan Savas Mican zum fünfjährigen Todestag des mutigen Journalisten  im Ballhaus Naunynstraße erstellt haben. Es ist ein spannender Gedenkabend über die Freiheit und den Mut seine Meinung zu äußern und über die Unsouveränität einer Nation,  das nicht auszuhalten. In der beklemmendsten Performance bringt Maraz Bezar den Täter Ogün Samast (Paul Wollin), einem 16-jährigen Nationalisten, und sein Opfer (Peter von Strombeck) in einem Glaskasten zusammen. Der Kontrast zwischen den differenzierten Zitaten Dinks und den fanatischen Rechtfertigungen Samasts aus den Verhörprotokollen zeigt die Spaltung auf, die die türkische Gesellschaft bis heute in Geknebelte und Beleidigte teilt. 

zitty-Kritik 05/12Der armenisch-türkische Journalist Hrant Dink diskutiert in einer Talkshow des türkischen Fernsehens über den Paragrafen 301 des türkischen Strafgesetzbuchs. Dink war gerade aufgrund dieses Artikels, der die „Beleidigung des Türkentums“ mit Gefängnisstrafe ahndet, zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Talkshow gerät zum Tribunal. Ein nationalistischer Geschichtsprofessor droht ihm indirekt: „Wer sich nur um Grabsteine kümmert, der landet bald selbst im Grab!“ Wenige Wochen später, am 19. Januar 2007, wird Dink auf offener Straße erschossen.Der Mitschnitt dieser Talkshow steht im Zentrum mehrerer Performances eines Parcourstheaters, das der Filmemacher Züli Aladag, die Videokünstlerin Silvina Der-Meguerditchian, der Dokumentar-Theatermachter Hans-Werner Kroesinger und die Regisseure Miraz Bezar und Hakan Savas Mican zum fünfjährigen Todestag des mutigen Journalisten  im Ballhaus Naunynstraße erstellt haben. Es ist ein spannender Gedenkabend über die Freiheit und den Mut seine Meinung zu äußern und über die Unsouveränität einer Nation,  das nicht auszuhalten. In der beklemmendsten Performance bringt Maraz Bezar den Täter Ogün Samast (Paul Wollin), einem 16-jährigen Nationalisten, und sein Opfer (Peter von Strombeck) in einem Glaskasten zusammen. Der Kontrast zwischen den differenzierten Zitaten Dinks und den fanatischen Rechtfertigungen Samasts aus den Verhörprotokollen zeigt die Spaltung auf, die die türkische Gesellschaft bis heute in Geknebelte und Beleidigte teilt. 

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