12. November

Das bewegt Berlin heute

Bald nur noch im Freilichtmuseum? Gaslaternen sind in Berlin gefährdet.
Bald nur noch im Freilichtmuseum? Gaslaternen sind in Berlin gefährdet.
Berliner Technik im All und gebeutelte Gaslaternen - die Tops und Flops des Tages in Berlin.

Dit is jut:

  • Die Autorin Judith Hermann liest heute um 20 Uhr im Literarischen Colloquium Berlin aus ihrem Roman „Aller Liebe Anfang“, in dem ein Stalker das geordnete Vorstadtleben der Hauptfigur Stella schwer durcheinander bringt. Auch eine Diskussion mit dem Publikum und mit dem Schriftstellerkollegen Gregor Sander ist geplant.
     
  • Heute soll, wenn alles glatt geht, erstmals ein von Menschen geschaffenes Objekt auf einem Kometen landen. Der ist 400 Millionen Kilometer und zehn Jahre Reisezeit von der Erde entfernt. Auf dem Himmelskörper abgesetzt wird das Forschungslabor Philae, das von der Raumsonde Rosetta durchs All transportiert wurde. Und warum das Ganze? Kometen gelten als eine Art Aufbewahrungskapsel für Material aus der Entstehungszeit des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren. Mit Berlin hat die heutige Landung auch etwas zu tun, denn Spektrometer und Kamera der Mission stammen aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Adlershof.
     
  • Weil es immer schwieriger wird, für die nach Berlin strömenden Flüchtlinge lebenswerte Unterkünfte zu finden, rufen der Senat und das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk Hauptstädter dazu auf, freien Wohnraum für die heimatlosen Menschen zur Verfügung zu stellen. In Sachen Integration ist das sicher eine bessere Idee als die geplanten Containerdörfer
                     

Dit is oll:

  • Na toll: Klaus Wowereit soll schon im Frühjahr 2012 gewusst haben, dass eine Eröffnung des Flughafens BER ein paar Wochen später nicht mehr realistisch war. Am Termin 3. Juni hat er damals trotzdem festgehalten.
  • Gaslaternen haben es in Berlin ohnehin zunehmend schwer. Nun werden sie auch noch umgefahren. Das war in der letzten Nacht jedenfalls das Ergebnis einer Verfolgungsjagd, nachdem sich mehrere junge Männer in einem Audi im Wedding einer Polizeikontrolle entzogen. Doch im Ritterlandweg krachte das Auto in einen Zaun und schließlich gegen die Laterne. Ein Leck entstand, die Gasag musste ausrücken, um es zu verschließen. Zwei der vier Autoinsassen konnten festgenommen werden.
  • Erst Rettung, dann Rechtsstreit: Vor gut zwei Jahren befreite die Feuerwehr einen kleinen Terrier aus einem Dachsbau im Tegeler Forst. Die Leine des Hundes hatte sich unter der Erde verfangen, so dass er nicht mehr hinaus kam. Zunächst war die Freude beim Frauchen von „Skipper“ groß, doch aufgrund der langwierigen Rettungsaktion, an der sich bis zu 40 Männer beteiligten, bekam die Hundebesitzerin schließlich eine Rechnung über 13.000 Euro zugestellt. Sie argumentierte daraufhin, die Summe sei unverhältnismäßig und außerdem habe sie Skipper nicht selbst ausgeführt. Ab heute wird der Fall vor dem Berliner Verwaltungsgericht verhandelt.
Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

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