16. Juli

Das bewegt Berlin heute

So sehen Sieger aus: Trainer Jogi Löw (r.) mit Co-Trainer Hansi Flick.
So sehen Sieger aus: Trainer Jogi Löw (r.) mit Co-Trainer Hansi Flick.
Viel Euphorie rund um die Nationalmannschaft - vielleicht zu viel? Hier sind die Tops und Flops des Tages in Berlin.

Dit is jut:

  • Endlich mal wieder Zeit für Kultur jenseits des Fußballs. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch von „Richard III.“, den die Shakespeare Company gewohnt pfiffig im Naturpark Schöneberger Südgelände inszeniert. Los geht es heute um 20 Uhr. Übrigens: Die „Zähmung der Widerspenstigen“ haben wir uns neulich erst angeschaut.

  • Iftar-Essen auf dem Leopoldplatz: Nicht zum ersten Mal treffen sich Muslime und Nicht-Muslime bei Sonnenuntergang an dem zentralen Weddinger Ort zum Fastenbrechen. Es geht um gute Nachbarschaft, ein friedliches Miteinander und natürlich ums gegenseitige Kennenlernen und Verstehen. Während zur Teilnahme am gemeinsamen Mahl eine Anmeldung nötig war, können Kurzentschlossene sich immerhin noch über das Kulturprogramm mit der Grup Şahanlar, dem Sufi-Zentrum Rabbaniyya und DJ Orcun freuen.

  • Nach zwei ergebnislosen Anläufen wollen Motörhead nun doch endlich Berlin rocken. Frontman Lemmy geht es gesundheitlich wieder besser. Davon können sich die Fans am 16. November in der Max-Schmeling-Halle überzeugen. Der Kartenvorverkauf startet heute um 10 Uhr exklusiv hier.

  • Ihr wart gestern nicht auf der schon jetzt legendären Fanmeile am Brandenburger Tor beim Empfang der deutschen Fußballnationalmannschaft (vier Sterne!) dabei? Zum Glück haben unsere Praktikanten Robin und Lea dort für euch die Stellung gehalten. Ihren Bericht liest du hier. Fanmeile – Drumherum und mittendrin

Dit is oll:

  • Viel diskutiert wurde die Wiederauflage einer speziellen Darbietung der Nationalspieler, diesmal in Form des „Gaucho-Tanzes“. Mehrere der Kicker simulierten bei der Siegesfeier zunächst gebückt gehende Argentinier und dann stolze Deutsche mit durchgedrücktem Kreuz. Ja, da war Alkohol und Überschwang im Spiel; andererseits war es eine Fortsetzungsgeschichte und bleibt billig und peinlich. Um ein Element der Fankultur ging es auch nicht: Die gibt es in ihrer wahren Form nur bei den Vereinen und sie wird von den Spielern höchstens mal aufgegriffen, aber nicht inszeniert.

  • Zu viel Euphorie schadet Politikern: So glaubt etwa Innensenator Frank Henkel (CDU) nach der grandiosen Siegesfeier am Brandenburger Tor, die Berliner seien auch bereit für Olympia im nächsten Jahrzehnt. Und könnte damit in dieselbe Falle treten wie die Organisatoren der Münchener Olympia-Bewerbung. Wissenschaftler sind nach einem Bericht des Tagesspiegel deutlich skeptischer, was die Einstellungen in der Bevölkerung angeht.

Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

Das Brandenburger Tor wird alljährlich anlässlich des Festivals of Lights farbenfroh illuminiert.

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