Start-up "Kaffee Toro"

Das Geheimnis der grünen Bohnen

Diese grünen Kaffeebohnen sind steinhart und vollkommen ungenießbar - zumindest bis man sie röstet.
Diese grünen Kaffeebohnen sind steinhart und vollkommen ungenießbar - zumindest bis man sie röstet. Zur Foto-Galerie
Das Start-up-Unternehmen Kaffee Toro aus Berlin geht ab 2013 mit einer völlig neuen Kaffeemaschine auf den Markt. Das Besondere daran: Die Bohnen werden in der Maschine nicht nur gemahlen, wie es bei vielen Kaffee- und Espressogeräten der Fall ist, sondern sie werden vorher auch geröstet.

„Die Bohnen werden in der Maschine bei bis zu 200° Celsius geröstet. Das Tolle daran ist, dass wir die grünen, noch harten und ungenießbaren Kaffeebohnen direkt in den Erzeugerländern kaufen und hier völlig unproblematisch lagern können. Denn dank ihrer natürlichen Schutzhülle geht nichts von ihrem Aroma verloren“, erklärt Michael Trosky, Vertriebsexperte bei Kaffee Toro.

Die Schutzhüllen der Bohnen werden im Röstprozess abgelöst, danach setzt der Mahlprozess ein und schließlich kommt nach rund neun Minuten selbstgerösteter Filterkaffee aus der Maschine, die nicht wesentlich größer als die handelsüblichen Kaffeevollautomaten ist. Ab dem ersten Quartal des nächsten Jahres soll sie vor allem an Firmenkunden und Feinkostgeschäfte geliefert werden.

Maschinen mit individuellem Branding

„Momentan befinden wir uns in der finalen Testphase. Dabei helfen uns 20 Dax-Vorstände, die unsere Maschinen testen. Es finden noch einige letzte Nachbesserungen statt, aber wir hoffen schon bald in die regelmäßige Produktion zu gehen“, sagt Trosky. Bisher muss man sich für den Kauf einer der Röstmaschinen, die auf Wunsch auch mit individuellem Branding geliefert werden, noch auf eine Warteliste setzen lassen.

Neben dem Verkauf der Kaffeemaschinen, die in Südkorea produziert werden und bisher einzigartig auf der Welt sind, handelt die Kaffee Toro GmbH auch mit Spezialitätenkaffee, genauer gesagt mit den grünen Bohnen, die erst nach der Röstung zum Lebensmittel werden. Derzeit hat die Firma zwei Sorten im Angebot – aus Äthiopien und Costa Rica. Ein Kilo Rohkaffee kostet 15 Euro, was den gängigen Preisen für Kaffee entspricht.

Direct Trade

„Den guten Preis können wir dadurch ermöglichen, indem wir unseren Kaffee nicht rösten, sondern er quasi von der Plantage zum Kunden gelangt, der sie nach seinem Geschmack mit unserer Maschine verarbeitet. Wir umgehen dadurch zahlreiche Zwischenstationen wie die Röstereien“, so Marketing-Frau Sandra Edel. „Direct Trade“ heißt das – Kaffee ohne Zwischenhändler. Der Preis der Kaffee Toro-Maschine ist noch geheim. Verraten sei nur so viel: Im Vergleich zu anderen Kaffeevollautomaten wird sie erschwinglich sein und sie soll mit einer Art Wartungs- und Reparaturabo in die Firmenküchen Berlins kommen.

Kaffee Toro GmbH, Schönhauser Allee 152, 10425 Berlin, www.kaffeetoro.de

Foto Galerie

Kaffee Toro GmbH, Schönhauser Allee 152, 10435 Berlin

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