Charlottenburg
Wirtschaft und BER

Start-ups: Der Mittelstand von morgen?

Start-ups: Der Mittelstand von morgen?
Gern gesehener Gast: Berlins Bürgermeister Michael Müller. Der auch dieses Mal nicht um Fragen zum Flughafen herum kam.
Wie geht's denn jetzt mit dem BER weiter? Bei den 20. Mittelstandsgeprächen bei KPM ging es eigentlich um die Zukunft der Start-ups. Aber da unser Regierender Bürgermeister Michael Müller mitdiskutierte, durfte eine Frage natürlich nicht fehlen.

Unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ trafen sich auf Einladung des Bezirksbürgermeisters von Charlottenburg Wilmersdorf, Reinhard Naumann, Start-ups mit Mittelstandsunternehmen zu einer Diskussionsveranstaltung im Hause der Königlichen-Porzellan-Manufaktur Berlin. Wie kein anderes Unternehmen steht die KPM für den Begriff „Herkunft“, denn sie kann als ehemaliges königliches Unternehmen auf ihr mehr als 250-jähriges Bestehen zurückblicken. Als Start-up fühlte sich der jetzige Alleingesellschafter der KPM, Jörg Woltmann, trotzdem. er übernahm das Unternehmen 2006 und rettete es vor der Insolvenz.

Mit Spannung wurde die Podiumsdiskussion verfolgt, an der auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller teilnahm. „Die Berliner Start-ups bereichern den Firmenstandort Berlin. Das ist gut für das Wachstum in der Stadt und bereichert den Berliner Mittelstand“, so Müller. Gegenseitiges Lernen, am besten unter einem Dach oder sonst mit kurzen Wegen, damit habe sich Berlin weltweit einen Namen gemacht. Gerade von den Start-ups wird immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass die Rahmenbedingungen in Berlin sehr günstig sind.

 

Ein von @the_box_gu4 gepostetes Foto am 7. Mär 2016 um 4:13 Uhr

Junge Unternehmen stehen für neue Geschäftsmodelle, innovative Technologien und soziale Ansätze. Besonders eindrucksvoll schilderte Dirk Müller-Remus, der Geschäftsführer der Auticon GmbH, seinen unternehmerischen Ansatz.

Sein Unternehmen arbeitet mit Autisten zusammen, die überwiegend als Programmierer beschäftigt werden. Denn obwohl Autisten über eine hohe Intelligenz verfügen, ist deren Situation im Arbeitsleben desolat. Mehr als 80 Prozent von ihnen sind ohne Arbeit. Völlig zu Unrecht, wie Müller-Remus feststellen musste. Autisten verfügen häufig über Spezialkenntnisse und können diese als Projektentwickler hervorragend einsetzen. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 90 Mitarbeiter und eröffnete jetzt auch Standorte in London und Berlin. Generell gibt er Gründern folgende Tipps: Nie die Finanzierung unterschätzen, der Idee immer treu bleiben, sich von der Konkurrenz abheben, dem Kunden zuhören, Kompetenz und Fachkunde einholen.

Um eine Frage jenseits der Start-up-Debatte kam Michael Müller übrigens auch dieses Mal nicht herum: Wie geht’s weiter mit dem Flughafen BER? Nach den neuesten Beratungen mit allen Beteiligten traf er folgende Kernaussage: „2016 wird gebaut, 2017 wird geflogen, Tegel wird geschlossen.“ Konkreter wurde Müller nicht.

KPM Welt - Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, Wegelystr. 1, 10623 Berlin

KPM Welt  - Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

Screenshot der Website kpm-berlin.com/erlebniswelt/kpm-welt

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