Probleme mit Brandschutz-Auflagen

Stattbad-Club in Wedding muss schließen

Stattbad-Club in Wedding muss schließen
Das Kulturobjekt Stattbad Wedding ist vorübergehend wegen unerfüllter Auflagen geschlossen.
Das ehemalige Stadtbad Wedding wird inzwischen auch als Partylocation genutzt. Dafür gebe es aber keine Genehmigung, sagt der Bezirk Mitte. Ein anonymer Hinweis brachte die Sache ins Rollen.

Keine Sprinkleranlage, keine Brandmelder, keine Sicherheitsbeleuchtung – der Veranstaltungsort Stattbad Wedding ist bei einer Brandschutzprüfung durchgefallen. Das für Konzerte, Partys und Ausstellungen genutzte ehemalige Hallenbad in der Weddinger Gerichtstraße wurde auf Anordnung des Bezirks Mitte geschlossen. „Das Stattbad hatte keine Genehmigung für eine Vergnügungsstätte, sondern für eine kulturelle Nutzung“, sagte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) dem Tagesspiegel. Für Partys mit vielen Besuchern seien die Brandschutz-Vorkehrungen nicht ausreichend.

Vorausgegangen war offenbar eine anonyme Anzeige, „die uns in vollem Umfang attackiert hat“, erklären die Betreiber auf ihrer Homepage. Von der „temporären Schließung“ des Stattbads seien auch ein Café, eine Galerie und Künstler-Studios betroffen.

Eigentümer der Immobilie ist der Unternehmer Arne Piepgras, der zuletzt beim Verkauf des Dragonerareals in Kreuzberg in die Kritik geraten war. Er hatte das Höchstgebot abgegeben und ein Entwicklungskonzept vorgestellt, sich aber anschließend aus dem Käuferkonsortium zurückgezogen.


Quelle: Der Tagesspiegel

Stattbad Wedding, Gerichtstr. 65, 13347 Berlin
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