Bürgerbeteiligungsprojekt

Steglitz-Zehlendorfer blicken in die Zukunft

Steglitz-Zehlendorfer blicken in die Zukunft
Die Steglitzer Schlossstraße - nur einer der Schwerpunkte in Bezug auf die nachhaltigen Entwicklungsziele für Steglitz-Zehlendorf.
Steglitz-Zehlendorf - Vor sechs Jahren wurde im Bezirksamt das Programm "Steglitz-Zehlendorf 2100 - Nachhaltigkeitsziele für den Bezirk" angeschoben. Nachdem bereits erste Erfolge verbucht werden konnten, waren alle engagierten Bürger seit Sommer 2013 dazu aufgerufen, sich mit eigenen Vorschlägen an dem Projekt zu beteiligen. 135 Ideen haben das Bezirksamt erreicht - sie können nun im Internet eingesehen werden.

Insgesamt 16 Handlungsfelder, in denen sich der Bezirk langfristige Ziele in Bezug auf seine nachhaltige Entwicklung gesetzt hat, wurden im Jahr 2008 formuliert. Zu den festgelegten Handlungsschwerpunkten gehören etwa der „Klimaschutz im Bezirk“, die „Senkung der Zahl der übergewichtigen Kinder in Steglitz-Zehlendorf“, die „Gesunde Ernährung an bezirklichen Grundschulen“ oder auch die „Verbesserung des Tierschutzes für Haustiere“. Durch das Nachhaltigkeitsprogramm sollen unter anderem der CO2-Ausstoß im Bezirk gesenkt, die Nutzung alternativer Verkehrsmittel gefördert und der Zustand der bezirkseigenen Gewässer verbessert werden. Als erste Erfolge des Programms können beispielsweise der breite Radstreifen auf der Schlossstraße oder die fortschreitende energetische Sanierung bezirkseigener Gebäude verbucht werden.

In den vergangenen Monaten waren Anwohner und Kenner des Bezirks dazu aufgerufen, den zuständigen Behörden ihre Ideen für eine zukunftsfähige Entwicklung von Steglitz-Zehlendorf zukommen zu lassen. Alle 135 Vorschläge, die in verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitet und beim Zukunftsprogramm „Steglitz-Zehlendorf 2100“ berücksichtigt werden sollen, wurden nun online gestellt.

Vielfältige Ideen für einen l(i)ebenswerteren Bezirk

Hier ein kleiner Einblick in die eingegangenen Anregungen: Im Handlungsfeld „Gewässer“ wird vorgeschlagen, den Bachlauf der derzeit unterirdisch verlaufenden Lanke im Gebiet zwischen Alt-Lankwitz, Wedellstraße, Kamenzer Damm, Malteserstraße und Mühlenstraße zu renaturieren und das dadurch entstehende Biotop als Naherholungsraum zu nutzen. Auch das Aufstellen von Komposttoiletten am Schlachtensee ist als Maßnahme gewünscht. Im Themenfeld „Grüner Bezirk“ sind insgesamt fünf Vorschläge eingegangen. Mehr Grün und besserer Schutz für die vorhandenen Grünflächen/Bäume gehören in allen Beiträgen zu den wichtigsten Anliegen. Ein Anwohner wünscht sich darüber hinaus, dass der Lilienthalgrünzug, gemäß alter Landschaftsplanungen, wieder mit Alt-Lankwitz verbunden werden solle.

Doch vor allem das Themenfeld „Verkehr“ scheint den Bewohnern von Steglitz-Zehlendorf unter den Nägeln zu brennen. Insgesamt 71 Vorschläge wurden diesbezüglich eingereicht. Generelle Anliegen sind die Förderung des Rad- und Fußverkehrs, der Ausbau des OPNV-Netzes sowie die Einschränkung des Autoverkehrs. So wünscht sich eine Ideengeberin zugunsten des Radverkehrs ein generelles Parkverbot vom Walther-Schreiber-Platz bis zum Hermann-Ehlers-Platz, ein Anwohner möchte ein Tempolimit auf der Albrechtstraße und ein Nutzer spricht sich für einen zusätzlichen Bahnsteig für den Regionalverkehr am S-Bahnhof Buckower Chausee und die Anbindung an den Flughafen-Express zum BER  aus.

Insgesamt konnten die Bürger Vorschläge in insgesamt 16 Handlungsfeldern (fünf davon im Bereich Verkehr) einbringen. Alle Ergebnisse findest du hier.

Rathaus Zehlendorf, Kirchstraße 1, 14163 Berlin

Telefon 030 902990

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