• Montag, 04. Januar 2016
  • von Maggie Riepl

Best of Steglitz

Steglitz' neuester Coreana

  • Koreanisches Restaurant Coreana Steglitz
    Authentische koreanische Küche gibt es jetzt auch am S-Bahnhof Steglitz. Foto: externe Quelle - ©Maggie Riepl

Rathaus Steglitz - Die Journalistin Maggie Riepl lebt seit vielen Jahren in Steglitz und kennt sich im südwestlichen Berlin gut aus. Auf QIEZ.de präsentiert sie regelmäßig ihre ganz persönlichen Kiez-Perlen. Diesmal hat sie für uns den neuen Koreaner im Kiez besucht.

Seit Wochen wurde der Eckladen Albrecht-/Berlinickestraße umgebaut. Dann hieß es: Hier eröffnet demnächst ein koreanisches Restaurant. Toll! Also Freitagabend sofort hin. Hinter der Tür vom "Coreana" erwartet uns ein brechend voller Laden. Reserviert haben wir natürlich nicht, schließlich hat das Restaurant gerade erst aufgemacht.

In den Szenebezirken der Stadt heißt es ja schon eine Weile: Koreanisch ist das neue Vietnamesisch. So wie vor ein paar Jahren Vietnamesisch das neue Thai und davor Thai das neue Chinesisch war. Aber von diesem Ansturm scheint auch das Coreana-Team ziemlich überrascht. Das Lokal liegt natürlich günstig am S-Bahnhof Rathaus Steglitz und sieht mit seinen große Fensterfronten, dunklen Wänden, offener Showküche und schlichtem Holz-Mobiliar sehr stylish und ansprechend aus.

Die nette Bedienung findet schließlich noch den letzten leeren Zweiertisch und besorgt, da wir zu viert gekommen sind, schnell weitere Stühle. Die Karte ist klein, klingt aber durchaus appetitanregend. Bei den Getränken vermissen wir allerdings Wein. Gibt es aber, man muss nur danach fragen. In der offenen Küche wirbeln - leicht hektisch angesichts der vielen Gäste - ein Dutzend Mitarbeiter. Nicht alle sprechen gut Deutsch, aber trotzdem klappt alles mit der Bestellung.

Kimchi, Bibimbap und Barbecue

Drei kleine Schälchen gibt’s vom Haus: Tofu, eine Art in Streifen geschnittenes Omelett und natürlich Kimchi. Das ist ein fermentierter und mit Knoblauch und Chili gewürzter Kohl. Sozusagen das Sauerkraut der Koreaner und ein kulinarisches Nationalheiligtum. Es heißt, kein Koreaner würde je das Land verlassen, ohne eine Portion Kimchi dabei zu haben. Das mag stimmen: Als mein Sohn vor einigen Jahren aus Seoul zurückkam, roch sein Koffer sehr merkwürdig und hatte feuchte Flecken. Da war wohl der Kimchi aus einem anderen Gepäckstück ausgelaufen.

Aber zurück zu den Köstlichkeiten auf unseren Tellern. Eine Riesenplatte voller Mandus (eine Art Maultaschen) für 4 Euro - unglaublich und unglaublich lecker. Wie Caprese sieht die zweite Vorspeise aus; sie besteht jedoch aus Tofu mit Sojasoße statt Balsamico und Tomaten. Auch der scharf marinierte Oktopus mit Gemüse hat genau die richtige "spicy"-Qualität ohne zu brennen. Gut, denn die original koreanische Küche kann höllisch sein. Das gebratene Hähnchen hatten wir daher gleich etwas milder bestellt.

Bibimbap ist neben Kimchi der zweite koreanische Klassiker. Es ist ein Reisgericht im Steintopf, serviert mit Gemüse und je nach Wunsch Fleisch oder Tofu. Beim nächsten Mal wollen wir das koreanische Barbecue probieren. Jeder Tisch hat einen kleinen eingebauten Grill, auf dem man das in Streifen geschnittene rohe Fleisch (Rind oder Schwein ab 11,90 Euro mit Beilagen und Reis) selber brutzeln kann. Gibt es allerdings erst ab zwei Personen.

Zur Zeit ist das Coreana von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Im kommenden Jahr soll es auch einen Mittagstisch geben, erzählt die freundliche Besitzerin.

Coreana

Albrechtstraße 7
12165 Berlin

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Quelle: QIEZ / externe Quelle
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