• Montag, 22. Oktober 2012

Interview

Schuhe in besten Händen

  • SchuStar Steglitz
    Das volle Angebot in der Schloßstraße: Schuhreparatur, Schlüssel, Stempel und Gravuren. Foto: externe Quelle - ©privat

Das Familienunternehmen SchuStar bietet seinen Kunden ein ganzes Paket von Dienstleistungen an: Von der Schuhreparatur über Schlüsseldienst und Gravuren bis zum Schleifen von Messern. Im Gespräch erzählte uns Inhaber Matthias Medick auch, was seiner Meinung nach zu einem guten Kundenservice gehört.

Herr Medick, Sie haben den Familienbetrieb von Ihrem Vater übernommen, erzählen Sie uns kurz etwas zur Vorgeschichte?  

M.M.: "Mein Vater hat das Unternehmen 1992 gegründet, damals waren wir im Wertheim Steglitz. Nach der Schließung sind wir im Jahr 2009 in die Schloßstraße 110 umgezogen. Im vergangenen Jahr habe ich dann die Geschäftsführung übernommen, mein Vater unterstützt den Betrieb aber weiterhin tatkräftig, Handgravuren können heutzutage beispielsweise nur wenige noch so gut wie er. Mein Onkel ist ebenfalls mit in unserem kleinen Team, wir haben also ein eher familiäres Betriebsklima, das schätzen nicht nur unsere Angestellten, sondern auch die Kunden, die bei uns freundlich und ausführlich beraten werden."

Sie gravieren noch ausschließlich von Hand?

M.M.: "Als moderner Betrieb decken wir selbstverständlich das gesamte Spektrum von vollautomatischen, halbautomatischen oder den eben erwähnten manuellen Gravuren ab und arbeiten diesbezüglich auch viel als Auftragnehmer von umliegenden Schmuckgeschäften und Juwelieren. Das ist aber längst nicht alles, was wir unseren Kunden bieten können."

Außer Gravuren bieten Sie auch noch weitere Dienstleistungen an?

M.M.: "Ja, vor allem Schuhreparaturen aber auch der klassische Schlüsseldienst gehören ebenso in unser Repertoire wie Stempel und Visitenkarten und das Schleifen von Messern oder Scheren."

Man merkt Ihnen die Leidenschaft für Ihren Beruf an, setzen Sie mit dem Instandsetzen von liebgewonnenen Alltagsgegenständen ein bewusstes Signal gegen die allgegenwärtige Wegwerfmentalität?

M.M.: "Gerade bei Schuhen beobachten wir, dass unsere Kunden – egal ob jung oder alt – sehr dankbar sind, wenn wir beispielsweise durch neue Absätze oder neue Sohlen dazu beitragen können, dass sie sich nicht von ihren guten Stücken trennen müssen. Das ist gar nicht mal so sehr eine Frage der Anschaffungskosten, wir bekommen nicht nur teures Schuhwerk zur Reparatur. Von bequemen Schuhen trennt man sich nicht so leicht, selbst wenn sie preiswert waren. Zu unserer Auffassung von Kundenservice gehört aber auch, dass wir uns jeden einzelnen Fall genau anschauen und dem Kunden sagen, wenn beispielsweise nur der Absatz erneuert werden muss und nicht die gesamte Sohle, oder wenn eine Reparatur nicht mehr sinnvoll wäre. Unsere Kunden wissen das zu schätzen und kommen gern wieder."

Schustar Mathias Medick

Schloßstr. 109 / 110
12163 Berlin

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Quelle: kompakt
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