• Freitag, 10. Mai 2013
  • von Tina Gerstung

Berliner Persönlichkeiten zeigen ihren Kiez

Verena Wriedt: Auf Flip-Flops durch Lankwitz

  • Moderatorin Verena Wriedt
    Posieren auf einer der namenlosen Fuß- und Radfahrbrücken, die den Teltowkanal überqueren. Foto: QIEZ - ©Tina Gerstung
1Kommentar
"verschnarchtes …
Der Artikel spricht mir sehr aus dem Herzen. Wir sind vor 2 1/2 Jahren … mehr

Die Moderatorin (u.a. Sky und ntv) hat QIEZ zu sich nach Hause an den Teltowkanal eingeladen. Warum es der werdenden Mama in Lankwitz am Wasser besonders gut gefällt und wo es die beste Steinofenpizza der Stadt gibt, hat sie uns bei einem entspannten Spaziergang verraten.

Verena Wriedt macht mir mit einem Strahlelächeln die Tür auf, als ich noch dabei bin, ihre Klingel zu suchen. Schon geht's los an den schönen Teltowkanal – der quasi direkt gegenüber liegt.

Seit zwölf Jahren lebt die hübsche Moderatorin in Berlin. Zunächst wohnte sie lange in Prenzlauer Berg, vor einem Jahr ist sie mit ihrem Freund in eine 100-Quadratmeter-Wohnung in Lankwitz gezogen, mit direktem Blick auf den Teltowkanal vom Balkon aus. "Direkt am Wasser zu wohnen ist ein Traum. Früher bin ich hier den Kanal entlang gejoggt, jetzt schlendere ich eher", erklärt Wriedt, die im sechsten Monat schwanger ist, schmunzelnd. "In meinem Schlafzimmer höre ich das Geräusch von Booten, wenn sich das Wasser teilt – das ist so beruhigend. Dann natürlich noch Entengeschnatter und Vogelgezwitscher, das ist echt schön."

Wriedt mit Freund Thomas Schubert in Manila (c) REDO Water Systems GmbH/SOS Kinderdörfer Wriedt mit Freund Thomas Schubert in Manila (c) REDO Water Systems GmbH/SOS Kinderdörfer

Wasser gehört derzeit zu ihren Herzensangelegenheiten. Denn seit kurzem ist sie Testimonial für REDO Water Systems, einer Firma für Wasseraufbereitungsanlagen. Letztes Jahr hat sie in ihrer Funktion als Botschafterin für SOS-Kinderdörfer eine Trinkwasseranlage von REDO an ein Dorf in Manila übergeben. Ziel von REDO und vom Projekt "REDO WATER for Life" ist es, sogenannte Wasserkioske in armen Ländern zu bauen. "Gerade, wo ich selber ein Kind kriege, denke ich doch anders über die Zukunft nach", erklärt die werdende Mutter.

Von der Welt nach Lankwitz

Mit dem Blick aufs ruhig plätschernde Wasser erzählt die Moderatorin, dass sie eigentlich ein echter Stadtmensch und die dörfliche Ruhe in Lankwitz wirklich etwas Neues für sie sei. Schließlich ist sie international aufgewachsen, hat seit ihrem sechsten Lebensjahr zehn Jahre auf den Philippinen gelebt, dann mal in England, mal in den USA gewohnt. Doch in Berlin hat sie Wurzeln geschlagen. "Berlin ist meins, da bleibe ich", sagt die Blondine überzeugt. "Vorher hat es mich immer alle drei Jahre gekitzelt, wieder weiterzuziehen, bis ich hier gelandet bin. Die Größe überwältigt mich auch heute noch. Ich kann nach Prenzlauer Berg ins Anna Blume fahren und kenne da Leute. Andererseits kann ich aber auch an einen Ort fahren, wo ich noch nie war. Dann wird hier so viel kulturell angeboten. Ich laufe immer noch staunend mit offenem Mund durch diese Stadt."

Noch mal am schönen Teltowkanal. Noch mal am schönen Teltowkanal.
Dass es Verena Wriedt gerade in diese Ecke von Steglitz verschlagen hat, liegt an ihrem Freund Thomas Schubert, der hier aufgewachsen ist, eine Metallfirma namens Germania-Werk (Produktion von Biege- und Stanzteilen) mit Sitz in Neukölln hat und auf keinen Fall in den Osten der Stadt ziehen wollte. Also ist die Wahl-Prenzl‘ Bergerin mit nach Lankwitz gekommen, mit den Schwiegereltern in spe gleich um die Ecke. "Seitdem ich mit Thomas zusammen bin, weiß ich, wie es sich anfühlt, zusammen zu sein in einer Stadt. Gemeinsam einen Alltag zu haben ist eigentlich das Schönste", sagt Wriedt. "Hier fühle ich mich zu Hause. Und ich kann einfach in Jogginghosen und ungeschminkt entspannt vor die Tür gehen." Ein echter Vorteil für die leidenschaftliche Flip-Flop-Trägerin. "Ich liebe diese Schuhe, das ist für mich ein Lebensgefühl", erklärt sie. Eine Tatsache, die noch aus ihrer Zeit auf den Philippinen her rührt.

Lieblingsorte im Kiez

So sehr Wriedt die Idylle am Stadtrand genießt, so schade findet sie es, dass es tatsächlich keine Cafés in ihrem Kiez gibt. "Es muss ja noch nicht mal besonders hip sein, aber hier gibt es einfach nichts", sagt die Moderatorin. Auch keine Restaurants? "Aber hallo!", widerspricht sie sofort. "Das La Marianna, ein Italiener, hat die beste Steinofenpizza, die es gibt – für die würde ich auch sehr weit fahren!" Außerdem gehört Mr. Hai-Life an der Ecke Schlossstraße zu ihren Lieblingsasiaten. Der könne es auch locker mit dem Kuchi oder dem Pan Asia aufnehmen. Und dann ist der Ku’damm ja auch nur 15 Minuten weg. Dort auf der nahen Schlüterstraße geht sie beispielsweise gerne ins Restaurant NU oder ins Café SETs.

Zum Sporteln trifft man Wriedt im Women's Gym Jopp & Jopp im Tempelhofer Hafen. Sonst ist freizeitmäßig und kulturell nicht viel los in Lankwitz. Im kleinen Kino Thalia auf der Kaiser-Wilhelm-Straße habe sie mit ihrem Freund schon allein gesessen. "Das passiert einem in Berlin sonst auch nicht so oft", erzählt sie schmunzelnd. Das Planetarium am Insulaner samt dem riesengroßen Park zum Spazierengehen gehört definitiv zu ihren Highlights in der näheren Umgebung. "Den Sternenhimmel möchte ich meinem Kind auch mal zeigen", sagt Wriedt. "An sich ist die Gegend für unser Baby auch wirklich gut geeignet. Trotzdem suchen wir gerade nach einer Wohnung, weil unsere leider irgendwann zu klein sein wird ..." Wenn es denn so weit ist, besuche ich sie natürlich gerne wieder in ihrem neuen Kiez.

Lesen Sie nächste Woche in unserer Reihe "Berliner Persönlichkeiten zeigen ihren Kiez": Dagobert

 

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Quelle: QIEZ
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1 Beitrag zu diesem Artikel
Pinky Pinky 11.06.2014 12:15:20
"verschnarchtes Lankwitz"!!
Der Artikel spricht mir sehr aus dem Herzen. Wir sind vor 2 1/2 Jahren nach Lankwitz gezogen, weil uns das viele Grün und die Ruhe sehr gefielen. Was uns damals schon wunderte, war die Reaktion von vielen unserer Bekannten und Kollegen: "Um Gottes willen, wie kann man nur nach Lankwitz ziehen?" - an den Arsch der Welt - da ist doch nichts los und der Bezirk sei verschnarcht. Das waren nur einige Reaktionen. Unterdessen stimmen wir dem voll und ganz zu!!! Wir sind anfangs auch öfter mal spazieren gegangen und wunderten uns, das es nirgendwo ein Café gab und haben dieses auch sehr vermisst. Wäre doch schön gewesen, nach einem Spaziergang noch einzukehren und dann auch einen kurzen Weg wieder nach hause zu haben.

Jetzt gibt es seit einigen Monaten ein Café fast bei uns um die Ecke. Dort werden auch Lesungen, Filmabende u. a. angeboten. Es liegt mal nicht an einer verkehrsreichen Straße und man kann dort auf der Terrasse mal in Ruhe einen Kaffee genießen oder ich treffe mich dort auch öfter mal mit einer Freundin zum "schnacken".

Leider bekommt man aber auch mit, daß das Café von den "Einheimischen" nur beäugt wird und die Leute das "Neue" nicht annehmen. Obwohl man immer wieder hört, endlich mal ein Café und keine Kneipe. Das ist für die Inhaber schade, da dort wirklich gemütliche Räume entstanden sind.

Wir können es nur empfehlen! Es befindet sich direkt an der Zietenstr. Ecke Derfflinger Str.

A.B. und D.B. Juni 2014
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