QIEZ-Expertentipps von SmartVet

Du fragst ... Tierärzte antworten

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Was genau passiert während der Läufigkeit im Körper einer Hündin und auf welche Eigenheiten sollten sich Hundebesitzer einstellen? Darüber informieren heute unsere Experten von SmartVet.
In unserer neuen QIEZ-Experten-Serie in Kooperation mit dem SmartVet Praxisverbund erklären wir dir heute alles Wissenswerte zum Thema "Läufigkeit bei Hündinnen". 

Was passiert wenn meine Hündin läufig wird?

SmartVet: Die Läufigkeit bei einer Hündin ist ein ganz natürlicher Vorgang und wird auch oft als „Hitze“ bezeichnet. Ab Eintritt der Läufigkeit ist der Hund geschlechtsreif. Die erste Läufigkeit setzt zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensmonat ein. Hündinnen mit einer kleinen Körpergröße werden meistens schon mit sechs Monaten läufig, Hündinnen größerer Rassen meistens erst im zweiten Lebensjahr. Allerdings variiert der Eintritt der Geschlechtsreife je nach Hunderasse und Individuum.

Die Läufigkeit wiederholt sich in der Regel alle sieben Monate. Hunde, die vom Urtyp abstammen, etwa der Ridgeback oder der Dingo, werden meist nur einmal im Jahr läufig.


Der typische Zyklus einer Hündin gliedert sich in vier Phasen:

Vorbrunst: Die Vorbrunst ist der erste Abschnitt der Läufigkeit und dauert in der Regel bis zu neun Tage. In dieser Phase schwillt die Vulva der Hündin an und ein blutiger Ausfluss tritt aus. Die Menge des Ausflusses variiert von Hund zu Hund.

Brunst: In dieser Phase ist die Hündin geschlechtsreif und somit deckbereit. Diese Phase wird auch oft als Standhitze bezeichnet. Durchschnittlich dauert die Brunst um die zehn Tage.

Nachbrunst: In dieser Phase klingen die Läufigkeitssymptome ab, der Ausfluss verschwindet, die Vulva schwillt ab. Auch wenn in dieser Phase keine äußerlichen Symptome mehr auftreten, befindet sich deine Hündin hormonell noch in der Hitze. Die Gelbkörper, die nach dem Eisprung an den Eierstöcken entstehen, produzieren das Hormon Progesteron. Dieses Hormon sorgt dafür, dass der Embryo die für seine Einnistung nötigen Bedingungen vorfindet. Auch wenn deine Hündin nicht gedeckt worden ist, wird das Hormon produziert und sorgt für hormonelle Veränderungen. Erst nach rund zwölf Wochen wird das Hormon nach und nach abgebaut. Bei manchen Hündinnen regt der sinkende Hormonspiegel die Ausschüttung des Hormons Prolaktin an. Dieses Hormon kurbelt die Milchproduktion an und führt bei vielen Hunden zu einer Scheinträchtigkeit.

Ruhephase: In dieser Phase zeigt die Hündin keine äußeren Anzeichen einer Läufigkeit und die Sexualhormone bleiben auf einem Level. Diese Phase dauert von Hund zu Hund unterschiedlich lange.

Meistens ist der Eintritt der Läufigkeit am Verhalten deines kleinen Lieblings erkennbar. Viele Hündinnen werden in der Läufigkeit sehr anhänglich und wirken faul oder melancholisch. Einige Hündinnen machen dagegen einen ruhelosen Eindruck und wechseln alle paar Minuten ihren Schlafplatz. Das untrüglichste Zeichen ist jedoch, dass die Hündinnen auffällig oft Urin ablassen und versuchen, bestimmte Bereiche zu markieren.

Die Stärke der Blutung ist von Hündin zu Hündin unterschiedlich. Es ist sehr wichtig, dass der Hundebesitzer sich vor der Läufigkeit überlegt, welche Maßnahmen er ergreifen möchte. In der Regel putzen sich die Hündinnen während der Läufigkeit sehr häufig und ausgiebig, wobei es auch viele Hündinnen, gibt, bei denen der Besitzer etwas nachhelfen muss: Viele Besitzer ziehen ihren Hündinnen während der Läufigkeit ein Höschen an. Dadurch wird verhindert, dass der Ausfluss auf dem Teppich, im Bett oder auf dem Autositz landet. Falls sie keinen Wurf planen, sollten sie ihre Hündin von unkastrierten Rüden fernhalten.

Hast du eine eigene Frage an die SmartVet-Tierärzte? Schreib uns eine E-Mail an redaktion@qiez.de!


Quelle: SmartVet

Smartvet Tierarztpraxis Pankow, Pasewalker Straße 25, 13127 Berlin
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