Steuerbüro Scheel

Sponsoring: Steuern sparen für den guten Zweck

Sponsoring: Steuern sparen für den guten Zweck
Wer zahlt schon gern Steuern? Als Sponsor bestimmst du selbst, wo deine Kohle hingeht und bringst dich als Förderer ins Gespräch. Was du beachten solltest…

Brotlose Künstler, ehrgeizige Sportler, aber auch engagierte Kulturevents: Sie alle haben Potential, aber nicht unbedingt die finanziellen Mittel, um Großes zu erreichen. Eine gute Sache ist es, dass Unternehmen, gewinnbringende Start-Ups und gut situierte Berliner diesen Menschen oder Organisationen unter die Arme greifen können, um Chancen zu geben und Ideen zu verwirklichen. Dabei kann es sich um eine einmalige Geldspritze handeln, aber auch um eine regelmäßige Unterstützung. Vom Erfolg profitieren dann nicht nur die anderen, denn der Geldgeber steigert auf positive Weise seine Bekanntheit. Es macht also mehr als nur Sinn, sich vorab gut zu überlegen, wen man mit einem Geldsegen erfreut, bestenfalls wird man mit der Person oder der Organisation ab jetzt in Verbindung gebracht.

Sponsoring bringt Vorteile

Wenn du dir diese grundlegende Frage beantwortet hast, geht es gleich weiter mit einer Menge Klärungsbedarf, schließlich haben wir hierzulande eines der kompliziertesten Steuersysteme der Welt. In Amtsdeutsch heißt Sponsoring „die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen durch Unternehmen zur Förderung von Personen, Gruppen und/oder Organisationen in sportlichen, kulturellen, kirchlichen, wissenschaftlichen, sozialen, ökologischen und ähnlich bedeutsamen gesellschaftlichen Bereichen, mit der regelmäßig auch eigene unternehmensbezogene Ziele der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit verfolgt werden.“ Und natürlich gibt es jede Menge beachtenswerte Unterschiede, je nachdem ob du dich für ein Sportsponsoring, Kunst- und Kultursponsoring, Sponsoring im sozialen Bereich, Sponsoring in Sachen Umweltschutz, Sponsoring in Wissenschaft und Forschung oder ein Mediensponsoring entscheidest.

Geben und nehmen

Wen willst du also fördern? In Sachen Kunst und Sport gibt es Hochschulen, Agenturen und Galerien, die helfen können, Sponsoren und Talente zusammenzubringen. Ob du am Ende auf das richtige Pferd setzt, kann dir niemand garantieren, deshalb solltest du deine Entscheidung auf jeden Fall mit deinem Bauchgefühl abgleichen. Der Erfolg hierbei kann nämlich auch ein rein ideeller sein, der eine echte Verbindung zwischen Geldgeber und Begabten schafft. Berechenbarer ist ein Sponsoring eines Kultur- oder Medienevents oder eines wissenschaftlichen und sozialen Projekts: Hier kannst du klar bestimmen, ob der Werbeträger zu dir oder deinem Unternehmen passt. Vom coolen Festival zum innovativen Forschungsauftrag sind es oft fahrende Züge, auf die du bequem aufspringen kannst. Aufpassen muss man trotzdem, denn ein Autohersteller, der eine TV-Sendung mit einem SUV als Gewinn ausstattet, während die Sendung eine Klimaaktivistin auszeichnet, riskiert einen Werbe-Gau.

Verschiedene Sponsoring-Modelle

Bevor die ersten Gelder fließen, sollte der Gönner-Deal auf die steuerlichen Auswirkungen auf beiden Seiten geprüft werden. Zunächst muss geklärt werden, ob dein Unternehmen Sponsoring als Betriebsausgabe, als Spende oder als Kosten der privaten Lebensführung werten muss. Die Einordnung richtet sich danach, was du mit den Fördermitteln für dein Unternehmen erreichen willst. Geht es darum, ein Produkt zu bewerben oder das Ansehen der Firma zu steigern, handelt es sich vermutlich um Betriebsausgaben. Eine weitere Besonderheit beim Modell Betriebsausgaben ergibt sich übrigens, wenn der Gesponserte Umsatzsteuer berechnen darf, die du als Vorsteuer abrechnen kannst. Wenn du einfach nur Gutes tun willst und dein eigener Vorteil nicht offensichtlich ist, kannst du das Sponsoring als Spende verbuchen. Dies geht nur, wenn die Spende zur Förderung steuerbegünstigter (zum Beispiel gemeinnütziger) Zwecke freiwillig und ohne Gegenleistung erfolgt ist.

Rundum-Check

Sollte sich das Sponsoring weder als Betriebsausgabe noch als Spende einordnen lassen, handelt es sich wohl um Aufwendungen, die deinem Privatleben als Geldgeber zugeordnet werden. Die sind leider nicht abzugsfähig. Diese Variante ist für Kapitalgesellschaften sogar steuerlich nachteilig, weil sie als verdeckte Gewinnausschüttung eingeordnet wird. Das passiert, wenn die Prüfung ergibt, dass du als Gesellschafter durch die Zuwendungen begünstigt wirst und eigene Aufwendungen einsparst, die du privat sonst erbracht hättest. Wie in fast allen Steuerfällen ist es ratsam, sich an Experten wie das Steuerbüro Scheel zu wenden. Die sorgen dafür, dass alle Unklarheiten und Fehler ausgeräumt werden. Unwissenheit schützt nämlich auch in Steuerfällen vor Strafe nicht: Du willst ja Gutes tun und nicht Ärger kassieren.


Steuerbüro Scheel, Dipl.-Kffr. Brigitta Scheel, Grunewaldstr. 83, 10823 Berlin

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