Gastro-Tipp

Neu in Storkow: Farm-to-Table-Köstlichkeiten in der Köllnitzer Hofküche

Selbst die Eier vom Naturgut Köllnitz werden in der Küche vielfältig inszeniert.
Wenn ein Bauer, zwei Fischer und ein Koch sich zusammentun, darf man auf frische Kulinarik hoffen. In der Köllnitzer Hofküche werden alle Erwartungen durch kreative Gerichte mit modernem Twist noch weit übertroffen. Die neue Eventreihe „Bauer x Fischer x Koch“ präsentiert ein 8-Gänge-Menü, das auch die Berliner Gourmetszene aufs Land lockt.

In der Berliner Spitzengastronomie setzt es sich schon vereinzelt durch, nicht nur regional zu kochen, sondern auch den Anbau selbst in die Hand zu nehmen. In Storkow ist man schon sehr viel weiter. Die Köllnitzer Hofküche kann sich nicht nur vom hauseigenen Feld bedienen, auf der Weide stehen gesunde Rinder aus artgerechter Haltung, der fischreiche See ermöglicht den nachhaltigen Fang, außerdem gibt es freilaufende „Coffee & Cream“-Hühner und Bruderhähne sowie sehr viel idyllische Natur rundherum. Fehlt dennoch was, greift man auf vertrauensvolle Partner aus der Umgebung zurück.

Der Gastraum ist eher schlicht eingerichtet: einfache Holztische, moderne Stühle und Deckenlampen im Industrie-Stil. Auch alte Drahtkescher kommen als Lampenschirme zum Einsatz, ein riesiger Fisch als Wandgemälde macht außerdem Eindruck. Die wohlige Atmosphäre wird durch den schönen Parkettboden, das Holzgebälk und den Kamin gesteigert. Die Umgebung und der See kann man durch die vielen Fenster immer im Blick behalten.

Die Köllnitzer Hofküche auf dem Naturgut Köllnitz ist zu jeder Jahreszeit einladend: im Sommer mit Terrasse!

Wir fühlen uns sehr willkommen, auch durch den herzlichen Service. In der Küche steht übrigens Stefan Ziegenhagen, der schon mit Daniel Achilles gekocht hat und zuletzt im Neni von Haya Molcho war. Mit viel Sorgfalt verarbeitet er, was ihm Fischereimeister Patrick Roth und Sander Fuhrmann aus dem See holen oder Landwirt Jan-Peter Vogel von den Felder bringt. Das 8-Gang-Menü in der Reihe „Bauer x Fischer x Koch“ schenkt uns nun Gelegenheit, von allen Angeboten des Naturguts Köllnitz eine Kostprobe zu erhalten.

Dank des leckeren hausgemachten Landbrots mit einem Aufstrich vom Köllnitzer Kürbis und aufgeschlagener Salzbutter steigert sich unsere Vorfreude auf alles, was kommt. Zum Glück müssen wir nicht lange warten: Es folgen gleich zwei Highlights aus dem See, die uns für das nachhaltige und ganzheitliche Konzept begeistern. Der Aal wird durch eingelegte Birnen, krossen Speck und marinierte Bohnen zum Aroma-Hit, kurz darauf macht uns der Zander mit Grünkohl, Buchweizen und Rogen den Winter sehr schmackhaft.

Die Köllnitzer Hofküche verwandelt Großmutters Rezepte in moderne Gerichte mit dem gewissen Etwas....

Mit geflämmten Hirschrücken an Rosenkohl-Texturen, Quittenchutney und Walnüssen sowie Köllnitzer Wiesen-Hühnerei als Onsenei mit Waldpilzen hält Ziegenhagen das hohe Niveau gekonnt. Bei jedem Bissen fühlt man sich mitten in die Natur versetzt, so intensiv kommen die einzelnen Zutaten zur Geltung und bilden zugleich eine perfekte Gesamtkomposition. Das gebackene Gänseconfit wird mit cremigen Schwarzwurzeln und eingelegten Schalotten kombiniert. Wunderbar.

Der Hauptgang mit gebratenem Rücken von der Simmentaler Weiderind-Färse kommt mit Selleriepüree und schwarzen Nüssen auf den Punkt. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die beeindrucken. In diesem Fall sind es die Nüsse, die mit ihrer leichten Süße und dem typischen Geschmack dem Gang den besonderen Kick verleihen. Zum Finale trumpft die Küche mit Quarkknödeln, Zwetschgen und Spekulatius-Crumble auf. Ein Dessert, das süchtig macht. Alles in allem sind wir nach diesem Abend wirklich dankbar, wie großartig die Natur uns mit tollen Sachen versorgt. Und wenn sie dann auch noch von Meisterhand zubereitet werden, wie hier in der Köllnitzer Hofküche… ein Traum.

Es versteht sich hier fast von selbst, dass die Fischer über eine eigene Räucherei verfügen.

Das Menü im Restaurant ändert sich alle zwei Wochen. Entsprechend ist auch „Bauer x Fischer x Koch“ immer ein neues Erlebnis. Was hier auf den Tisch kommt, ist hypersaisonal: Die Natur bestimmt, welche Zutaten vom Feld, aus dem See und von der Weide der Küche zur Verfügung stehen. An den Eventabenden sind natürlich alle Akteure anwesend und berichten gern über ihre Arbeit und die angewandten Verfahren. Falls du dem guten Wein nicht abgeneigt bist oder einfach mal länger entspannen willst, legen wir dir das Seehotel Köllnitzer Hof ans Herz, das zum Naturgut gehört. Dann kannst du auch beobachten, was die Fischer und Bauern dazu beitragen, dass der Koch abends wieder zaubern kann.

Die nächsten Termine 2024 für die Reihe „Bauer x Fischer x Koch“:
23. März, 8. Juni und 14. September jeweils von 18:00 bis 22:00 Uhr.
Das Menü kostet 99 Euro.

 

Köllnitzer Hofküche auf dem Naturgut Köllnitz, Groß Schauener Hauptstraße 31, 15859 Storkow (Mark)

Telefon 033678 61084

Webseite öffnen
E-Mail schreiben


Mittwoch bis Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr

Weitere Artikel zum Thema

Essen + Trinken
Top 5: Pfifferlinge in Berlin
Endlich gibt es wieder die pfeffrigen Leckerbissen, die jedem Gericht das gewisse Etwas verleihen: Pfifferlinge […]
Essen + Trinken | Bars
Top 10: Bars in Berlin
Du willst die Nacht zum Tag machen? Und mit Freund*innen oder solo richtig guten Alkohol […]
Essen + Trinken | Wohnen + Leben
Top 10: Grillplätze in Berlin
Bei tollem Wetter gibt es kaum etwas Schöneres, als unter freiem Himmel ein leckeres Barbecue […]