Künftig Sommer ohne Wannsee?

Strandbad Wannsee: nicht reparaturfähig?

Strandbad Wannsee: nicht reparaturfähig?
Im Juli 2012 sah es am Strandbad Wannsee noch so aus. Ob die Besucher im nächsten Jahr wiederkommen?
Gerade fünf Jahre ist es her, dass das Strandbad Wannsee saniert wurde. Jetzt kommt heraus: Risse und Rost in der Bausubstanz haben ein Ausmaß, das an "Nicht-Reparierfähigkeit" grenzt.

Im Mai vor fünf Jahren wurde der 100. Geburtstag des Strandbads Wannsee gefeiert. Im selben Atemzug feierten die Beteiligten auch das Ende einer umfassenden, dreijährigen Sanierung. Mittlerweile ist das Bad, das unter Denkmalschutz steht, allerdings offensichtlich erneut sanierungsbedürftig: Fliesen am Boden sind von Rissen durchzogen, womöglich wurde der Untergrund nicht fachgerecht angelegt. Der Wandelgang weist Feuchtigkeitsschäden auf, von den metallenen Pfeilern und Streben blättert der Lack ab, sodass Rost sich immer weiter an ihnen vorarbeitet. Es war zu hören, dass Mitglieder des Landesdenkmalrates diese Mängel bereits bei einer Ortsbegehung im Frühling 2012 festgestellt hatten.

Das im Anschluss aufgesetzte Protokoll wurde jedoch erst jetzt bekannt. Der Text ist geradewegs als Alarmsignal der Bauexperten des Gremiums zu verstehen. Sie schreiben, dass „dringender Handlungsbedarf“ bestehe. „Die Schwelle der Nicht-Reparierfähigkeit scheint bald erreicht.“

Verantwortlichkeit für die Schäden bisher unklar

Die bautechnischen Mängel des landeseigenen Bades seien derart gravierend, heißt es weiter, dass alle in die bisherige Sanierung gesteckten Steuergelder als vergeudet angesehen werden müssten, falls der Senat nicht sofort handle. Die oberste Denkmalschutzbehörde bei der Senatsbauverwaltung schätze dies ähnlich ein, sagte auf Anfrage eine Sprecherin von Senator Michael Müller (SPD).

Beaufsichtigt von der Stiftung Denkmalschutz wurde das Strandbad in den Jahren 2005 bis 2007 für 12,5 Millionen Euro wiederhergestellt. Der Betreiber sind die Berliner Bäderbetriebe (BBB). Hinter der Kulisse tobt nun offensichtlich eine heftige Diskussion darum, wer die Behebung der akuten Schäden zu finanzieren hat und inwieweit man die damals beauftragten Baufirmen überhaupt noch in Regress nehmen kann. Offenbar ist zumindest die Gewährleistungsfrist von fünf Jahren unlängst abgelaufen. Am Freitag teilten die Bäderbetriebe mit, es gebe Gespräche mit der Stiftung Denkmalschutz über die Art und Weise, das Ausmaß und potenzielle Gründe für die Schäden. Geklärt werden müsse auch, „wer dafür verantwortlich ist“. Der Landesdenkmalrat, der die Beschädigungen entdeckt hatte, unterzieht als regelmäßiges Gremium die Denkmäler der Hauptstadt einer Prüfung. Die Stiftung Denkmalschutz entwirft Pläne für Restaurierungsarbeiten von Baudenkmälern und organisiert die Umsetzung dieser Arbeiten. Am Freitagnachmittag war sie nicht zu erreichen.


Quelle: Der Tagesspiegel

Strandbad Wannsee, Wannseebadweg 25, 14129 Berlin

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