Arbeitsniederlegung in Tegel und Schönefeld

Streik an den Berliner Flughäfen

Streik an den Berliner Flughäfen
Streik der Mitarbeiter des Bodenpersonals am Flughafen Berlin-Tegel
Mehrere Flüge – ob nach München, Stockholm oder Köln – wurden heute Morgen gestrichen, viele haben Verspätung. An den Berliner Airports wird gestreikt und Probleme könnten den ganzen Tag über auftreten.

Im Tarifkonflikt mit dem Flughafendienstleister Globe Ground hatte die Gewerkschaft Verdi von 5.30 Uhr bis 12 Uhr an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zu Warnstreiks aufgerufen.

Lange Schlangen in Tegel und Schönefeld

Erste Flüge sind in Tegel bereits gestrichen worden, zum Beispiel die Lufthansa-Flüge nach Frankfurt und München. Fluggäste stehen in langen Schlangen vom Schalter bis in die Haupthalle – die Stimmung ist angespannt.

In Schönefeld wurden Flüge nach Köln/Bonn, London und Moskau gestrichen. Insgesamt sollen sich mehr als 300 Mitarbeiter an dem Streik beteiligen. Wie ein Globe Ground-Mitarbeiter in Schönefeld dem „Tagesspiegel“ sagte, legen bislang alle Stammmitarbeiter, die heute Dienst haben, ihre Arbeit nieder. In Schönefeld seien es etwa 50 bis 80 Personen. Supervisoren und Leiharbeiter seien dem Streikaufruf dagegen nicht gefolgt. Hauptstandort des Streiks ist der Flughafen Tegel, streikende Mitarbeiter aus Schönefeld wurden aufgerufen, dorthin zu fahren.

Immer mehr Flüge verspätet oder gestrichen

Die Lage an den Berliner Airports sei ruhig und der Betrieb verlaufe „sehr geordnet“, sagte Flughafensprecher Leif Erichsen dem „Tagesspiegel“. Viele Fluggäste hätten ihre Flüge bereits vorher umgebucht. Dennoch steige die Zahl der gestrichenen oder verspäteten Flüge ständig – auch durch die bundesweiten Streiks an anderen Flughäfen. Betroffen seien bislang vor allem innerdeutsche Flüge, mittlerweile auch europäische, sagte der Sprecher. Wie viele Flüge bisher gestrichen wurden, wollte er nicht angeben.

Der Schwerpunkt des Streiks liegt bei den Berliner Flughäfen auf dem Vormittag. Dennoch könne es den ganzen Tag zu Problemen kommen, sagte Flughafensprecher Erichsen. Auch Globe Ground-Geschäftsführer Bernhard Alvensleben erwartet für den ganzen Tag Unregelmäßigkeiten – und zwar bis zum späten Abend.

Forderung: Lohnsteigerung von 1,9 Prozent

Verdi will mit dem Streik im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen vor der am morgigen Mittwoch in Potsdam stattfindenden nächsten Tarifrunde Druck auf die Arbeitgeber ausüben.

Der Berliner Streikleiter der Gewerkschaft, Jens Gröger, erklärte, Globe Ground habe bisher kein zufrieden stellendes Angebot unterbreitet, obwohl Verdi zu Zugeständnissen bereit gewesen war. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnsteigerung von 1,9 Prozent für die 1500 Beschäftigten. Bereits Anfang des Monats hatte Verdi angeordnet, dass an beiden Flughäfen für einige Stunden die Arbeit niedergelegt wird. Damals hatte man den Streik erst eine halbe Stunde vor Beginn verkündet, so dass der Arbeitgeber kein Ersatzpersonal organisieren konnte.

Bei den bundesweiten Warnstreikaktionen erklärte Verdi am Montag, dass dies „die letzte Warnung an die Arbeitgeber sei, die Tarifverhandlungen nicht eskalieren zu lassen“.

(Von Torben Waleczek, Christa Roth und Isabell Bucko


Quelle: Der Tagesspiegel

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