Ein paarmal aufs Smartphone tippen, das Haus verlassen, vor der Tür in einen Kleinbus steigen – und für einen Euro quer durch die Stadt zum gewünschten Ziel gefahren werden. Zwischendurch steigen noch ein paar andere nette Menschen mit ein, die ebenfalls auf schnellstem Wege von A nach B kutschiert werden. Und zwar für gerade einmal zehn Cent pro Kilometer. Klingt fast zu schön um wahr zu sein, ist aber das Konzept von Allygator Shuttle.
Geldbeutel und Umwelt schonen
Der Fahrdienst, der im vergangenen Jahr seine Testphase in Berlin gestartet hat, möchte die Mobilität in den Städten ordentlich umkrempeln. Die erklärten Ziele: Weniger Verkehr und somit auch weniger Abgasbelastung dank geteilter Fahrzeuge, mehr Bequemlichkeit als im öffentlichen Nahverkehr, niedrigere Kosten als im Taxi. Die Handhabung ist einfach: Per App wird Start- und Zielpunkt eingegeben, Fahrpreis und -zeit werden sofort angezeigt. Gleichzeitig prüft die App, welche anderen Mitfahrer einen ähnlichen Weg haben und sammelt sie gezielt auf. Pro Fahrt sollen aber maximal drei Personen befördert werden. Und: Die Fahrer haben, im Gegensatz etwa zum mittlerweile in Deutschland nicht mehr aktiven Fahrdienst Uber, einen Personenbeförderungsschein.
Bislang nur Mini-Angebot
Es gibt aber auch Einschränkungen: Start und Ziel müssen innerhalb des S-Bahn-Ringes liegen. Und aktuell können nur freitags zwischen 18 und 2 Uhr Allygator Shuttles gebucht werden. Auch heißt es bei door2door, dass der Fahrpreis von zehn Cent pro Kilometer zunächst für die Testphase gilt. Wie lange die noch dauert und ob der Senat, der das Konzept laut Medienberichten prüfen wollte, eine langfristige Genehmigung erteilt, das steht noch nicht fest.
Für die eine oder andere Fahrt in den Club oder vom Bahnhof nach Hause lohnt es sich aber allemal, Allygator mal zu testen.
Alle Infos und den Download-Link für den App-Store gibt es hier.