Tempelhof-Schöneberg

Jetzt wird man fair, mit ganz großen Schritten

Jetzt wird man fair, mit ganz großen Schritten
TeilnehmerInnen der Steuerungsrunde mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (untere Reihe links).
Eine lokale Steuerungsgruppe lenkt den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ab sofort ganz offiziell in Richtung Nachhaltigkeit. Damit ist der zweite Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als offizielle "Fairtrade-Town" getan.

Bereits seit einiger Zeit werden auf den Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Tempelhof-Schöneberg nicht mehr irgendwelche Erfrischungen gereicht. Für den Kaffee und die kleinen Snacks, mit denen sich die Volksvertreter stärken bzw. wach halten können, mussten sich keine Bauern ausbeuten lassen und auch auf die ökologischen Anbaubedingungen wurde so weit wie möglich geachtet. Die Entscheidung für Produkte aus dem fairen Handel ist das erste von fünf Kriterien, mit denen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sich um den Titel als „Fairtrade-Town“ bewirbt. Das internationale Label wird seit 2009 an Städte, Kommunen und Gemeinden in Deutschland verliehen, die sich besonders intensiv für fairen Handel und nachhaltigen Konsum einsetzen.

Als zweiter Schritt wurde Anfang März eine lokale Steuerungsgruppe des Bezirks vorgestellt. Sie soll in den kommenden Monaten alle Maßnahmen auf dem Weg zur Fairtrade-Town vorantreiben und koordinieren. Gegründet wurde die Gruppe, zu der auch Berliner Bürger gehören, von Bürgermeisterin Angelika Schöttler. „Für immer mehr Menschen ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu konsumieren. Mit unserer Bewerbung wollen auch wir im Bezirk zeigen, dass wir einen Beitrag leisten wollen zu diesem wichtigen Thema und auch Anreiz schaffen für andere, sich mehr mit den Produkten, die sie kaufen, auseinanderzusetzen“, so Schöttler über die Motivation Tempelhof-Schönebergs.

Sollte der Bezirk das Label zuerkannt bekommen, wäre er neben Charlottenburg-Wilmersdorf (Fairtrade-Town seit Juni 2011) und Mitte (Fairtrade-Town seit Oktober 2014) die dritte nachhaltig orientierte Gemeinde Berlins. Bis zur Auszeichnungsfeier ist jedoch noch einiges zu leisten. In den kommenden Monaten muss erreicht werden, dass in den 44 lokalen Einzelhandelsgeschäften und den 22 Cafés in Tempelhof-Schöneberg mindestens zwei Produkte aus dem fairen Handel angeboten werden. Außerdem muss das Thema Fairtrade in mindestens zwei Schulen, Vereinen und Kirchen zum Thema gemacht werden. Und last but noch least sind auch die lokalen Medien dazu aufgerufen, über den Weg von Tempelhof-Schöneberg zur Fairtrade-Town zu berichten. Vier Berichte pro Jahr sind hier das Minimum.

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