• Freitag, 22. August 2014
  • von Eve-Catherine Trieba

Grüne Stadt

Gartenprojekt feiert Geburtstag

  • Blohmgarten des NUSZ
    Der Blohmgarten feiert sein fünftes Jubiläum. Foto: externe Quelle - ©Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik e. V.

Lichtenrade - Einer Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass heute auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen dem "Wäldchen am Königsgraben" und der Stadtgrenze zu Brandenburg keine Industrie, sondern ein Gartenprojekt für den Kiez angesiedelt ist. In diesem Sommer feiert der "Blohmgarten" sein fünfjähriges Bestehen.

Solidarisches Landwirtschaftsprojekt

Mal "richtig" ackern

Berlin
Auf dem Flyer, mit dem um weitere "Gärtnergenossen" geworben wird, ist das Angebot "Es sind noch Beete da!" in sieben Sprachen zu lesen. Daraus geht bereits das Ziel hervor, das sich der "Interkulturelle Generationengarten in Lichtenrade" seit seiner Gründung im Sommer 2009 gesetzt hat. 27 garteninteressierte Familien aus fünf Nationen sowie Kindergruppen aus der benachbarten Kita sind regelmäßig im Blohmgarten aktiv. Dazu kommen noch viele Nachbarn und Besucher, die hier zwar kein eigenes Gemüse anbauen, aber dennoch gern in der grünen Oase vorbeischauen - ein wahrlich internationaler Ort.

Wer festes Mitglied werden und damit das Recht erwerben möchte, ein 20 Quadratmeter großes Beet nach eigenen Vorstellungen mit Gemüse, Kräutern und Blumen zu bepflanzen, zahlt eine einmalige Verwaltungsgebühr von zehn Euro sowie einen monatlichen Beitrag in der selben Höhe. Dafür gibt es nicht nur viele leckere Bio-Erzeugnisse, sondern auch eine nette Gemeinschaft, Gartengeräte zur Mitbenutzung und jede Menge Naturerlebnis mitten in Lichtenrade.

Dass der Blohmgarten in seiner heutigen Form existiert, haben die Kiezbewohner einer Initiative zu verdanken, die dafür sorgte, dass der Flurbereich auf dem ehemaligen Grenzstreifen bereits 1987 von einer Industriereserve in eine landwirtschaftliche Fläche umgewidmet wurde. Danach passierte viele Jahre nichts. Lediglich das Bezirksamt nutzte die Brache, auf der sich dank der abgeschiedenen Lage viele Tier- und Pflanzenarten angesiedelt hatten, als Lagerplatz für Baum- und Strauchschnitt. 2009 schließlich übernahm das NUSZ (das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum der ufaFabrik) das 5000 Quadratmeter große Areal als Pächter. Und sogleich wurde mit der Umwandlung der vernachlässigten Fläche in einen Garten für die Nachbarschaft begonnen.

Nach fünf Jahren ist nun bereits die Halbzeit der zehnjährigen Pachtdauer erreicht und der große Erfolg des Projektes soll am 31. August mit einem großen Sommerfest gefeiert werden. Besucher dürfen sich auf Mitmachangebote wie den Bau von Insektenhotels oder Trommelworkshops, Tipps von einer "Kräuterhexe", Führungen mit einem Ranger, Musik, Leckereien und natürlich viele Infos über den Blohmgarten freuen. Letztere gibt es übrigens auch jeden Freitag zwischen 16 und 18 Uhr direkt im Garten.

Alle weiteren Infos erhältst du hier.

Blohmgarten des NUSZ

Blohmstraße 71
12307 Berlin

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Quelle: QIEZ
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