Kreatives Fine Dining

Neu in Mitte: Vietnamesisch-französische Highlights bei The Bless

Der Purple Pulpo wird mit Meeresspargel an Rote-Bete-Kokos-Curry serviert.
Der Purple Pulpo wird mit Meeresspargel an Rote-Bete-Kokos-Curry serviert.
Wenn der Gründer der vier beliebten "Umami"-Filialen eine neuartige Interpretation der "Cuisine d'Indochine" ankündigt, sind wir natürlich neugierig. Ein Fine-Dining-Erlebnis am Hausvogteiplatz ...

Traditionell indochinesische Einflüsse treffen auf moderne Food-Trends im neuen Restaurant The Bless am Hausvogteiplatz in Mitte – das klingt doch auf jeden Fall außergewöhnlich! „Die klassisch indochinesische Küche gibt es so ja nicht“, erklärt uns einer der beiden Geschäftsführer Tuyen Pham. „Das ist vietnamesische Küche mit den Einflüssen der französischen Kolonialmächte.“ So hätten die Französ*innen beispielsweise ihr Baguette mitgebracht, das dann mit frischen asiatischen Kräutern, eingelegtem Gemüse und vietnamesischer Pâtépaste belegt wurde – so war das Banh Mi geboren, welches du hier mit Special-Twist serviert bekommst.

Die beiden Gründer Tuyen Pham und Vinh Ky sind in der Berliner Gastrobranche keine Unbekannten. Tuyen machte sich insbesondere mit seinen vier Umami-Restaurants einen Namen; auch das ebenfalls noch ziemlich neue Noumi gehört ihm. Mal etwas ganz Neues, Experimentelles wagen, das ist mit dem The Bless Tuyens Ziel. Dafür reiste er viel und ließ sich von Food-Trends etwa in London oder Paris inspirieren – so entstand beispielsweise die Pandan Duck, die gebackene Entenkeule mit Five Spice Sirup-Sauce und der Pandan Waffel (18 Euro).

 

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Wir entschieden uns nach längerem Blättern in dem inspirierenden Magazin – es Speisekarte zu nennen, wäre eine Untertreibung – für gemischte Vorspeisen für zwei, 2 Be Blessed (15 Euro), um Viet Taco, Inchi Chicken, Inchi Tempura und die Petits Bisou zu probieren. Eine gute Wahl. Das Inchi Chicken ist die indochinesische Antwort auf das Korean Fried Chicken – das solltest du unbedingt essen! Genauso wie die Inchi Tempura, eine Sesam-Tempura-Aubergine mit Riceflake-Panade, einfach nur lecker.

Sehr überzeugt haben uns auch die Hauptgänge: der butterweiche, gegrillte Oktopus an cremig-fruchtigem Rote-Bete-Kokos-Curry (26 Euro), auch „very instagrammable“, und das Château Boeuf (27 Euro), das mit Shimeji und Shiitake Pilzen an Black Pepper Sauce und Trüffel-Mayo für eine echte Geschmacksexplosion sorgt. Sehr innovativ: Zu den Hauptgerichten kannst du dich für ein Drink-Pairing mit den passenden Spicy Cocktails entscheiden, was für noch mehr Kitzel der Geschmacksnerven sorgt. Unser Lieblingsdrink: der Wasabi Sour, auf Gin-Basis mit hausgemachtem Gurkensirup. Allein für diesen Cocktail solltest du hier mal vorbeischauen. Als Nachtisch war das Panna Passion, eine Panna Cotta-Interpretation mit Kokos und Maracujacrème genau richtig und ebenfalls sehr lecker (6 Euro), wenngleich wir bei den Desserts für noch ein klein bisschen mehr Experimentierfreude offen wären.

 

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Das Interior ist stylisch, aber gemütlich, mit viel Platz, eindrucksvollen Gemälden des vietnamesischen Künstlers Chau an den Wänden und einem Flügel mitten im Raum – am Wochenende soll es auch Musik geben, für den besonders schönen, ausgedehnten Restaurantbesuch. So dass nicht nur die typisch touristische Laufkundschaft ihren Weg zum Hausvogteiplatz findet. Wir kommen definitiv wieder.

THE BLESS, Hausvogteiplatz 10, 10117 Berlin

Telefon 030 20619795

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Täglich von 12:00 bis 24:00 Uhr

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