The Dogfinder aus Berlin

Ein GPS für Hunde

Ein GPS für Hunde
Dein Hund rennt ganz gerne mal weg? Aus Berlin kommt eine Erfindung, die dir hilft, ihn wiederzufinden.
Lankwitz - Warum nur Autos oder Handys per Satellitensystem orten, wenn sich das auch mit abgängigen Vierbeinern machen lässt? Dank des neuen GPS-Systems eines Berliner Start-ups bringt Hund und Herrchen nun so schnell nichts mehr auseinander. Ob das fällige Kleingeld nicht besser in einen guten Rückrufkurs investiert wäre, ist allerdings auch eine Überlegung wert.

„The Dogfinder“ nennt sich das noch recht junge elektronische System, mit dessen Hilfe sich die Standortdaten eines Hundes bequem auf Smartphone oder Tablet senden lassen. Dazu müssen Bello, Fiffi und Co. lediglich das Halsband mit einem nur 54 Gramm leichten GPS-Sender tragen. Dieser Sender sorgt dafür, dass per Satellit auf bis zu fünf Meter genau angezeigt werden kann, wo sich der Hund gerade befindet. Das ist natürlich vor allem für jene Hunde interessant, die sich gerne mal von ihrem zweibeinigen Rudel entfernen und auf eigene Faust die Welt erkunden – was regelmäßig für bange Minuten oder gar Stunden des Wartens bei ihren Besitzern sorgt. Und nicht immer hat das Warten ein Ende: Statistisch gesehen werden 25 Prozent aller Hunde in ihrem Leben mindestens einmal als entlaufen gemeldet, nur 40 Prozent können wiedergefunden werden.

Mit ihrer Idee – deren Erfolg vor allem auf der technischen Realisierung eines leistungsfähigen und gleichzeitig leichten Senders beruht – wollen die Macher von The Dogfinder dazu beitragen, dass künftig noch mehr entlaufene oder streunendeTiere schneller wiedergefunden werden. Mit einer Akkuladung kommt das Halsband 1.600 Stunden über die Runden. Ist allerdings der Suchmodus aktiviert, bleiben acht Stunden, um den verlorengegangenen Freund wieder einzusammeln. Und ganz günstig ist das Ganze natürlich auch nicht. 99 Euro kostet das Gerät, hinzu kommen 19,90 Euro Programmierungsgebühr, eine monatliche Grundgebühr von 5,99 Euro und eine Ortungsgebühr von 20 Cent pro anfallender Sms. Zur Info: Die Chipregistrierung bei Tasso, der zentralen Stelle für Tierregistrierung, ist kostenlos.

Die Initialzündung für das neuartige System kam übrigens von Henry. Ein kleiner Jack Russell mit ausgeprägtem Jagdtrieb, dessen Mutter bei einem ihrer „Ausflüge“ 2014 von einem Auto erfasst wurde. Ein Unfall, der dem neuen Hund der „Dogfinder“-Erfinder erspart werden sollte – ohne dass er zum Leben an der Leine verdonnert ist.

„Natürlich gibt es immer Fälle, in denen ein Hund auch bei gutem Training nicht mehr abrufbar ist. Wenn er sich erschreckt beispielsweise oder direkt vor der Nase eines Jagdhundes ein Reh aus dem Gebüsch springt. Trotzdem sehe ich die Gefahr, dass sich die Besitzer so eines GPS-Systems zu sehr auf die Technik verlassen und die Erziehung ihres Vierbeiners vernachlässigen. So nach dem Motto: Solange ich weiß wo mein Hund ist, darf er machen was er will. Wer seinen Vierbeiner allerdings gut unter Kontrolle hat und nur für den Notfall gerüstet sein möchte, für den ist das Gerät sicher eine gute Lösung.“

Ein GPS für Hunde, Bruchwitzstraße 30, 12247 Berlin
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