Veggie & Vegan nach Aussie-Style

Neu in Neukölln: The Future Breakfast

Neu in Neukölln: The Future Breakfast
Die Eggs Benedict sind für uns ein Muss im neuen The Future Breakfast. Zur Foto-Galerie
Katerfrühstück mit australischem Touch: herzhaft, gesund und selbstgemacht! Das Future Breakfast in Neukölln hat seit Ostern offen und wir haben einfach mal die halbe Karte runter bestellt...

Wie sieht es aus – das Frühstück der Zukunft? Gibt es statt Pancakes oder Smoothie-Bowl vielleicht Rührei aus der Molekularküche oder gefroren am Stiel? Katie James und Florian Tränkner vom neuen Café The Future Breakfast in der Böhmischen Straße in Neukölln müssten hier auch mutmaßen, denn sie meinen mit ihrem Namen nicht etwa 2025, sondern tatsächlich die unmittelbare Zukunft, und zwar den nächsten Tag. „Als Flo in seinen frühen 20ern war, hat er ziemlich viel gefeiert. Zuhause angekommen herrschte bei ihm große Vorfreude, weil er sich schon darüber Gedanken gemacht hat, was für ein üppiges Frühstück er am nächsten Morgen zubereiten wird. Das sollte ihn und mich wieder frisch in den Tag bringen und so entstand der Name“, erzählt uns Katie. Gemeinsam mit ihrem Freund Flo eröffnete sie pünktlich zu den Osterfeiertagen ihr erstes gemeinsames Café.

Banana Bread auf die Hand

Klassisches Katerfrühstück mit Rollmops gibt es hier allerdings nicht, sondern eine feine Mischung aus herzhaftem und süßem Frühstück beziehungsweise Brunchoptionen – alles veggie oder vegan, die du bis 15 Uhr bestellen kannst. Sobald du durch die Tür bist, begrüßt dich ein offener Counterbereich, wo du dir zum Beispiel auch ein Stück Banana Bread oder einen veganen Dattelkeks auf die Hand holen kannst. Good to know: Am Counter spielt sich die Musik ab, hier bezahlst und bestellst du, an den Tisch wird dir dein Essen und Trinken allerdings gebracht. Die freundlichen Mädels sind englischsprachig, verstehen dich aber auch auf Deutsch. Insgesamt herrscht im Bezug auf die Ausstattung das Motto: viel Holz und nicht zu viel Chichi. Pflanzen treffen auf helle Wände sowie Bänke und Stühle, die ein bisschen an die Schulzeit erinnern. Das Beste: Du bekommst einen direkten Einblick in die Küche und kannst sehen wie Katie und Flo dein Gericht brutzeln.

Das Herzstück im Innenraum ist der Counter. ©Yuki Schubert

Wir entscheiden uns für die Eggs Benedict und die Matcha Pancakes, zwei der insgesamt vier Optionen auf der Karte – was die Entscheidung deutlich schneller macht. Wer es knuspriger mag, greift zum Buchweizen-Kakao-Müsli mit pochierter Birne und Quark oder nach Gusto mit veganem Kokosjoghurt (ab 8,50 Euro) oder wenn es ganz gesund sein soll, wartet eine Bowl mit Gerstengraupen, Süßkartoffeln, Grünkohl, Granatapfel und Cashew-Bärlauch-Dressing, was du mit pochierten Eiern noch upgraden kannst (9 Euro).

Da der Wettergott es gut meint, setzen wir uns raus mit unserer selbstgemachten Zitronenlimo (3,50 Euro) mit Rosmarin, die so frisch, schön säuerlich und nicht zu süß ist, dass die Vorfreude auf das Essen exponentiell steigt. Zu sehen gibt es in der unmittelbaren Blickrichtung den Böhmischen Platz sowie das Restaurant Hallmann und Klee, das fast genau gegenüberliegt. Das Essen kann den Blumen auf den Tisch mit den bunten Farben Konkurrenz machen: Zwei wachsweiche Eier liegen auf angebratenen Kräuterseitlingen und diese liegen wiederum auf einem selbstgebackenen buttrigen English Muffin nebst knackigem Spinat. (9,50 Euro) So lecker! Schön ist, du schmeckst alle Zutaten raus und merkst die Handarbeit. Bei der Würze wird auf Basics gesetzt: Salz, Pfeffer, Paprika und etwas Essig – nur nicht zu viel des Guten. Die Hollandaise Sauce ist auch überhaupt nicht mächtig, sodass du dir auch ohne Probleme noch den Nachttisch gönnen kannst. Die Pancakes sind sehr kokoslastig und werden mit Kokosschlag, Äpfeln und schwarzem Sesam serviert. Es mundet richtig gut, nur leider schmecken wir den Matcha nicht raus, nur die grüne Farbe lässt die Zutat erahnen (9 Euro).

Die Matcha-Pancakes werden mit Kokosschlag und schwarzen Sesam serviert. ©Yuki Schubert

Die Anfänge: Fusion Festival, Markthalle Neun und Bite Club

Bevor Katie und Flo einzogen, war hier ein türkisch-italienisches Restaurant, die Räume standen also zuvor schon im Zeichen der Kulinarik. So ganz neu im Buisness sind Katie und Flo übrigens auch nicht. The Future Breakfast mit dem Windhund als Wappen gibt es als Konzept bereits seit 2014. Denn die beiden starteten als Caterer (machen sie immer noch) mit einem Truck in der Markthalle Neun, waren bei Events des Bite Clubs oder servierten ihre Eggs Benedict auf dem Fusion Festival. Damals noch mit Bacon – doch mittlerweile haben sich die zwei, die selbst seit einiger Zeit Pescetarier sind, auf vegane und vegetarische Gerichte zum Frühstück beziehungsweise Brunch spezialisiert, aber eben mit Kickstarter für den Tag. „Unser Essen ist stark von dem herzhaften Essen beeinflusst, mit dem ich groß geworden bin, sagt Katie, die ursprünglich aus Perth stammt. Dort gebe es an fast jeder Ecke Eggs Benedict. Ihre Zutaten beziehen sie laut Katie unter anderem auch von der Markthalle Neun – schön frisch und natürlich soll es sein. „Eines unserer nächsten Ziele: Wir wollen beim Backen noch mehr mit natürlichen Süßmitteln experimentieren“, so die frischgebackene Inhaberin. In Zukunft planen sie auch Sandwiches und Suppen in ihr Menü aufzunehmen für den etwas späteren Hunger, falls es zum Nachmittag kein Kuchen sein soll. Weil wir es auch herzhaft lieben, freuen wir uns da schon sehr drauf und kommen definitiv nochmal hin.

Das Future Breakfast hat Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Mittwoch ist Ruhetag. Am Wochenende geht es eine Stunde später los, und zwar um 9.30 Uhr. Die Küche ist bis 15 Uhr geöffnet, Kuchen und Kekse gibt es aber auch zu späterer Stunde.

Foto Galerie

The Future Breakfast, Böhmische Straße 46, 12055 Berlin

Telefon 0176 80 545 667

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Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 18:00 Uhr | Mittwoch ist Ruhetag | Samstag und Sonntag von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr | Küche hat bis 15 Uhr geöffnet

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