Berlin
Freitag, der 13.

Glücklicher Freitag

Glücklicher Freitag
Alle in Deckung! Oder doch nicht? Freitag, der 13., kann so manches Gemüt aus dem Gleichgewicht bringen.
Unglück, wem Unglück gebührt: Nur wer sich in abergläubischer Nervosität durch einen Freitag, den 13., manövriert, hat auch Unglück zu erwarten. Für alle anderen wird der heutige Tag ein ganz gewöhnlicher Freitag.

Das Unglück soll sich von uns fernhalten. Auch heute, trotz des vermeintlich bedrohlichen Datums. Und tatsächlich, es gibt eine gute Nachricht: Dieses Mal wird Freitag, der 13., ein Glückstag, jedenfalls kein Unglückstag. Wenigstens für all diejenigen, die keinem Aberglauben anhängen. „Es gibt so etwas, wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung“, so der Münchner Psychologe Rainer Wallerius. Verhalte sich eine Person aus abergläubischer Angst an diesem Tag übervorsichtig, sei die Wahrscheinlichkeit, dass ihm tatsächlich etwas zustoße, gleich größer.

Die 13 ist eine außergewöhnliche Zahl, sie überschreitet die Begrenzung des geschlossenen Zwölfersystems und ist als Primzahl lediglich durch eins und sich selbst teilbar. Daher ihr Ruf als Zahl mit überschreitender Kraft, erklären Volkskundler. Alles Mathematik, sagen die Wissenschaftler und sprechen eine Warnung vor Aberglaube aus.

Studie belegt: Kein Grund zur Panik

Nicht einmal die Griechen, die 2004 Gastgeber der Olympischen Spiele waren, haben sich an jenem für sie so bedeutungsvollen Tag gesorgt, als ihre Olympiaeröffnungsfeier auf einen Freitag, den 13., fiel. Für sie war das Datum damals kein schlechtes Vorzeichen. Ihrer Überlieferung nach steht Unglück nur ins Haus, wenn der 13. auf einen Dienstag fällt. Das hat geschichtliche Gründe. Dass das Byzantinische Reich untergehen würde, wurde an einem Dienstag besiegelt.

„Keine Panik!“, beruhigt auch der Sprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), Bernd Harder. Statistische Untersuchungen von Unfällen in den Jahren 1985 bis 1999 des Heidelberger Soziologen Edgar Wunder zu Freitag, dem 13., hätten ergeben, dass „keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Freitagen“ bestünden. Wieso Aberglaube heutzutage tatsächlich überhaupt nicht mehr nötig ist, erklärt die Bibel: Beim letzten Abendmahl versammelten sich 13 Menschen am Tisch, und der 13. war nicht etwa der Verräter Judas, sondern Jesus höchstselbst (zwölf Jünger plus eins).

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