Kiez-Serie

Darum ist es in Tiergarten am schönsten

Darum ist es in Tiergarten am schönsten
Wenn das mal nicht romantisch ist: der lauschige Neue See im Tiergarten.
Keine Frage: In Tiergarten ist es schöner als sonst irgendwo. Grüner sowieso, aber auch aufregender, ehrlicher, weltstädtischer. Besser halt. Zehn gute Gründe, warum man den einstigen Bezirk eigentlich nie verlassen muss...

1…weil, well, hier nun mal der Tiergarten ist, Berlins grüne Lunge und dauerackernder COշ-Absorbator der umliegenden und durchschneidenden Großverkehrsstraßen – wobei die zahlreichen, oft luftiliniengleichen Radwege den Park selbst zum Knotenpunkt machen. Am einen Ende liegt der Zoo, am anderen der Potsdamer Platz und mittendrin das traditionsreiche, unlängst aufgehübschte Café am Neuen See. Hach.  

2…weil die Freie Universität zwar das pittoreskeste Campus-Gelände und die Humboldt-Universität die längste Geschichte vorzuweisen mögen haben, die Technische Universität an der Straße des 17. Juni aber das prächtigste Hauptgebäude, Ende des 19. Jahrhunderts vom frisch zum Direktor der Berliner Bauakademie gekürten Architekten Richard Lucae entworfen.  

3…weil wir das Susanne Kaufmann Spa im Luxushotel Das Stue ganz großartig finden, definitiv eines der besten unter den kleinen Hotel-Spas Berlins. So kuschelig, intim und einfach schön da, mit der über dem Pool hängenden Sauna …Und was du dir für einen so richtig schön entspannten, besonderen Sonntag da auch mal vornehmen kannst: den Brunch mit jazziger Live-Musik. Kostet zwar 79 Euro pro Person, ist aber all inclusive (und zwar echt vom Feinsten) und einfach sooooo gechillt.

 

4…weil jedes Wochenende mit dem Original Berliner Trödelmarkt einer der größten und buntesten Flohmärkte der Stadt zum Entdecken einlädt. Dabei gibt es hier im Aufmerksamkeitsschatten der gerade unter Touristen so populären Konkurrenz am Mauerpark mitunter noch echte Schnäppchen zu machen, vom Autogramm bis zur Kommode, vom Silberbesteck bis zum Comicheft. Direkt danach (bzw. davor) liegt zudem der Kunst- und Kunsthandwerkermarkt. 

5…weil hier der pläsierlichere Teil der Potsdamer Straße liegt, ehe Stimmung und Stadtbild an der Bülowstraße kippen. Aber das ist dann eine Schöneberger Geschichte. Fraglos eine der aufregendsten Geraden der Stadt, bietet die Potsdamer à la Tiergarten einen tatsächlich einzigartigen Mix, in dem Kunst und Kommerz, Gastro und Glamour im Haustürtakt wechseln. So spannend flaniert man in Berlin sonst nirgends.  

6…weil man sich zwischen den Skyscrapern am Potsdamer Platz für ein paar Blicke gen Himmel ein bisschen wie in Manhattan fühlen kann. Neben den stadtbekannten Shopping-Tempeln der Mall of Berlin und der etwas verblühten Potsdamer Platz Arkaden mit all ihrem Food Court-Mittelmaß haben sich dabei auch ein paar erstklassige gastronomische Konzepte entwickelt, etwa das seit kurzem raffiniertzuckerfrei arbeitende Vox im Grand Hyatt oder die Bar The Curtain Club im The Ritz-Carlton.

 

Ein von @gauchomagiar geteilter Beitrag am Feb 21, 2018 um 1:44 PST

 

7…weil es auf der Potsdamer, mit dem Sticks’n’Sushi eines der besten Sushi-Lokale der Stadt gibt, ganz eigene Atmosphäre inklusive: Wenn am Abend die Lampen des gegenüberliegenden Wintergarten durchs große Fenster leuchten, ist das schon großes Kino. Vor allem aber ist die Qualität von Fisch und Fleisch hervorragend, und auf Wunsch bekommt man die Fanggeschichte jedes einzelnen Thunfischs aufgeschlüsselt. 

8…weil wir noch einen Tipp haben zu Tiergartens buntester Chaussee: ihre unzähligen Galerien um die Platzhirsche Esther Schipper und Blain | Southern, aber auch bei kleineren Playern wie der Projektfläche des Bildbandverlags Kehrer oder bei Gilla Lörcher in der quergehenden Pohlstraße. Hier schlägt außerdem das Herz des Gallery Weekend, Frühjahrshöhepunkt der hauptstädtischen Kunstszene.  

9…weil: fashion first. Der riesige Murkudis-Store auf der Potsdamer bietet eine geradezu feingeistig kuratierte Auswahl an Signature Pieces und schmuckem Allerlei, weswegen die Events anlässlich neuer Koops oder Präsentationen zugleich People Watching auf Berghain-Niveau gestatten. Unfern eröffnet auf der anderen Straßenseite im März mit der P100 der neue Concept-Store des Berliner Avantgarde-Brands Trippen, der zur Fashion Week schon einmal kurz seine Türen geöffnet hatte.   .

 

10…weil es hier auch ganz klassisches Kulturprogramm von Weltrang gibt: Die Anfang der 1960er-Jahre von Hans Scharoun realisierte Philharmonie samt ihrem Kammermusiksaal gehört nicht nur zu den architektonischen Schmuckstücken der Stadt überhaupt, sie spendet auch den Herzschlag fürs umliegende Kulturforum, zu dem unter anderem noch das Kunstgewerbemuseum und die aktuell in Restauration befindliche Neue Nationalgalerie gehören. Das nächste verregnete Wochenende kann kommen!

Das Stue - Designhotel, Drakestraße 1, 10787 Berlin

Weitere Artikel zum Thema Wohnen + Leben

Ausbildung + Karriere | Wohnen + Leben

Top 10: Tipps für Erstis in Berlin

Groß, anonym und manchmal ganz schön anstrengend! Berlin ist zwar keine klassische Studentenstadt, dennoch sind […]