Zum Tag des Waldes

Auf vier Pfötchen um den Grunewaldsee

Auf vier Pfötchen um den Grunewaldsee
Dando am großen Sandstrand. Ein prima Spielplatz für Hunde - nur bei Überfüllung kann es etwas anstrengend werden. Für Zwei- und Vierbeiner. Mehr Bilder? Klick' dich durch! Zur Foto-Galerie
Clayallee - Am 21. März ist Internationaler Tag des Waldes. Zusätzlich lädt der kalendarische Frühlingsanfang zu einem Ausflug ein. Und wenn man dann auch noch einen Vierbeiner sein eigen nennt, ist ein Spaziergang rund um den Grunewaldsee im größten Hundeauslaufgebiet Europas ein echtes Highlight. Wir geben ein paar Tipps für die Strecke.

Ausgangspunkt: das Kunsthaus Dahlem. (c) Trieba
Los geht unser Frühlingsspaziergang im Wendekreis am Ende des Käuzchensteigs zwischen Pücklerstraße und Chalet Suisse. Anders als an den beiden anderen beliebten Startpunkten für einen Spaziergang zum Grunewaldsee findet man hier immer einen schattigen Parkplatz – sogar an sonnigen Wochenendtagen, wenn es auf den Hauptwegen um den See schon mal voll werden kann. Wir haben jedoch Glück: An diesem ersten wirklich warmen Frühlingsmittwoch scheinen viele Hundehalter ihren Spaziergang auf den späteren Nachmittag verlegt zu haben und der ganze Wald ist erstaunlich ruhig. Lediglich die Bauarbeiten am neu initiierten Kunsthaus Dahlem, das im Sommer eröffnen soll, sowie die Renaturierungsarbeiten am Pücklerteich gehen nicht ganz geräuschlos ab. Aber wir kennen ja die Schleichwege und tauchen schnell in den Wald nördlich des Käuzchensteigs ein.

Trubel? Kommt drauf an …

Blick auf den leeren Hauptweg Richtung Chalet. (c) Trieba
Rund ums Chalet wird es kurz etwas trubeliger. Vom beliebten Biergarten, in dem sich gerade im Sommer viele Hundehalter mit ihren Vierbeinern tummeln, wehen schon die ersten Grillaromen herüber und einige Spaziergänger, Jogger und Radfahrer nutzen den Platz als Ausgangspunkt für ihre Tour. Auf dem Hauptweg ist es mit den Menschen dann auch schon wieder vorbei. Wäre es zu voll, würden wir einen parallelen Waldweg nutzen, der ebenfalls Richtung See führt. So aber bleiben wir auf der Strecke und erreichen schließlich nach etwa 800 Metern das Jagdschloss Grunewald. In dem Mitte des 16. Jahrhunderts als Anlaufpunkt für höfische Jagdgesellschaften errichteten Ensemble finden regelmäßig Kulturveranstaltungen und Ausstellungen statt. Ein kleines idyllisches Café serviert außerdem im Sommer täglich außer montags Kaffee, Kuchen und kleine Snacks.

Hier gibt's sogar Futter für die Wauzis! (c) Trieba
Wer einen etwas größeren Hunger mitbringt, der sollte die 500 Meter zum direkt an der Südspitze des Grunewaldsees gelegenen Gasthaus Paulsborn zurücklegen. Unter neuer Bewirtschaftung blühen Hotel, Restaurant und Biergarten gerade wieder richtig auf. Und neuerdings findet man hier an den Wochenenden sogar einen Imbissstand nur für Hunde. Gleich daneben macht lautes Wiehern auf den Reitclub Grunewald aufmerksam. Hier sind nicht nur Privatpferde eingestellt, auch Ponyreiten und Reitstunden gehören zum Angebot. Vor allem auf der gegenüberliegenden Seite des Hüttenwegs kann man bei langen Spaziergängen immer wieder auf hier beheimatete Rösser und ihre Reiter treffen. Heute zieht es mich aber nicht zum Langen Luch oder an den Schlachtensee. Wir schlagen den Weg entlang des westlichen Ufers des Grunewaldsees ein und werden mit einem tollen Blick auf das Jagdschloss und einem schönen Stopp am ersten Hundebadestrand belohnt. Offiziell befindet sich hier eine FKK-Badestelle. Einen nackten Menschen habe ich hier allerdings noch nie gesehen. Viele vergnügte Hunde dafür schon.

Viel Abwechslung am Seeufer

Blick vom Westufer aufs Jagdschloss. (c) Trieba
Wer sportlich aktiver werden will, für den dürfte außerdem der Trimm-dich-Pfad interessant sein, der sich etwas oberhalb des Seeufers mit vielen Fitness-Stationen mehrere hundert Meter durch den Wald zieht. Würde man seinen Weg noch weiter fortsetzen, kreuzte man schließlich die Königsallee und träfe noch ein paar hundert Meter weiter auf die Avus. Sie stellt die Grenze dar zwischen dem Teil des Grunewalds, der Hundeauslaufgebiet ist, und dem Teil, in dem Leinenzwang herrscht. Dando und Frauchen orientieren sich weiter am See entlang. Der schönste Teil für Hundehalter und ihre vierbeinigen Begleiter liegt schließlich noch vor uns.

Nachdem wir am Nordufer den schlammigen (und ziemlich stinkenden) Morast, der das Naturschutzgebiet Hundekehlefenn umgibt, erfolgreich umschifft haben, genießen wir schließlich am Ostufer des Sees den wunderschönen Sonnenschein. Fast ein halbes Dutzend schöner Sandstrände dienen hier vor allem Hunden zum Herumtollen und Schwimmen. Im Sommer machen sich zwar auch viele Zweibeiner mit ihren Badehandtüchern und Badehosen breit, aber das einvernehmliche Zusammenleben von Mensch und Tier wird eigentlich nur selten gestört. Man muss es dann halt etwas kuscheliger mögen – oder weicht gleich auf das am Nachmittag schattigere Westufer bzw. den Wald oberhalb des östlichen Seeufers aus.

Idyllischer Badestrand. (c) Trieba
Hier, zwischen Grunewaldsee und Goldfinkenweg, ist Dandos Stammrevier. Einsame Waldwege, umgestürzte Bäume und kleine Trampelpfade laden zum Umherstromern und Spielen ein. Für Zweibeiner als Anlaufstelle noch interessant: das Abenteuerzentrum und der angeschlossene Hochseilgarten. Hier können vor allem kleine Stadtbewohner spannende Aktivitäten unter freiem Himmel erleben. Redaktionshund Dando hingegen findet die Kletterversuche der kleinen Pfadfinder stets ziemlich unspektakulär und widmet sich lieber der Spurensuche. Unterbrochen von einigen Spielebegegnungen und der unbewussten Querung der Grenze zwischen Wilmersdorf und Zehlendorf gelangen Hund und Frauchen schließlich zurück an den Ausgangspunkt der kleinen, etwa anderthalbstündigen Tour (ohne Pausen).

Foto Galerie

Châlet Suisse, Clayallee 99, 14195 Berlin

Telefon 030 8326362
Fax 030 83221955

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