Ratgeber

Entschleunigung im Alltag

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Mit etwas Achtsamkeit kann jeder für mehr Zufriedenheit in seinem Leben sorgen.
Wenn auch du zunehmend feststellst, dass sich dein Alltag wie ein Hamsterrad aus Hektik und Verpflichtungen anfühlt, wird es Zeit für eine Auszeit. Wer nicht einfach in den Urlaub reisen kann, der sollte ganz bewusst besser auf sich selbst achten. Doch wie gelingt die hochgelobte Work-Life-Balance tatsächlich?

Wie schützt man sich vor dem ausgebrannten Gefühl, das im schlimmsten Fall in Depressionen oder Burn Out münden kann? Wir wollen in diesem Artikel Tipps und Hinweise geben, wie der ganz normale Alltag wieder stressfrei gestaltet werden kann.

Hektischer Alltag – raus aus der Opferhaltung

Wo man sich vor einigen Jahrzehnten noch beim Small Talk über Politik, Nachbarn und Wetter ereifern konnte, steht heute ein zentrales Thema zur Debatte: Stress. Jeder scheint im Stress zu sein und teilt seinem Gegenüber im Beruf, in der Freizeit oder auch bei zufälligen Gelegenheiten sofort mit: Ich habe keine Zeit, ich bin im Stress, ich komme zu spät.

Gedrängel im Supermarkt und Hektik am Kassenband, im Laufschritt zu Bus und Bahn oder vollkommen frustriert im Pkw im Stau – von den Anforderungen der modernen Arbeitswelt wollen wir noch gar nicht anfangen.

Der Druck steigt für Singles, Paare und Familien gefühlt ständig an. Der Beruf muss sicher sein, soll ordentlich Geld einbringen aber gleichzeitig auch einen Sinn haben. Die Wohnung will bezahlt werden, ist aber eigentlich nicht der richtige Wohnraum – doch ein Umzug oder eine bessere Wohnung zu finden erscheint unmöglich. Gesund leben, regelmäßig Sport treiben, dabei nachhaltig und CO2-neutral einkaufen – all das kostet weitere Zeit und vor allem Nerven.

Selbst Treffen mit Freunden gestalten sich manchmal wie die Jagd nach dem nächsten Highlight, das als Foto auf Social Media möglichst viele Likes generieren soll und andere Menschen wissen lassen soll: Ich lasse es mir gut gehen, ich bin unterwegs und erlebe tolle Sachen.

Wir alle haben uns mehr oder weniger in einem ähnlichen Rahmen praktisch damit abgefunden, dass der Alltag nun einmal so aussieht: Man hetzt zwischen Beruf, Privatleben und Freizeit von einem Termin zum nächsten. Was wir dabei immer häufiger gar nicht mehr hinterfragen: Wer bestimmt denn tatsächlich, dass ein Leben so aussehen muss?

Wer aktiv auch bereit ist, zu gewissen Aspekten Nein zu sagen und sich gezielt Inseln der Ruhe schafft, kann damit großartige Effekte auf das eigene Wohlbefinden kreieren. Den Samstag oder Sonntag einfach einmal nur für sich selbst zu reservieren, ohne Verpflichtungen oder Projekte innerhalb des Haushaltes – schon ein halber Tag kann schnell zum Highlight der Woche werden. Viele Menschen halten diesen Zustand des süßen Nichtstuns außerhalb einer Urlaubsreise kaum noch aus. Mit Ritualen und Hilfsmitteln kannst du dich dabei unterstützen, Phasen der Ruhe zu genießen. Heiße Schokolade, ein duftender Tee oder CBD-Öl aus dem Vaporizer – je nach Vorliebe kann so ein bewusstes Ritual die Auszeit einläuten.

woman holding black and gold tube type vape

Mit oder ohne Hilfsmittel wie CBD-Öl aus dem Vaporizer – bewusste Auszeiten sollten jede Woche, am besten jeden Tag für die eigene Gesundheit der Seele reserviert werden.

Praktische Tipps für Erholung im Alltag

Mit ein paar ätherischen Ölen aus der Duftlampe ist es leider nicht getan. Im ersten Schritt könntest du dir einmal am Wochenende zwei Stunden Zeit nehmen, um mit dir selbst einmal ehrlich ins Gericht zu gehen. Stelle dir dabei folgende Fragen und halte einen Kalender bereit:

  • Welche Aufgaben müssen jede Woche erledigt werden? Notiere dann zunächst auf einem Blatt, dass du beispielsweise an fünf Tagen in der Woche 8 Stunden arbeiten gehst. Vergiss dabei nicht, auch die Zeit für An- und Abreise zum Arbeitsort einzutragen.
  • Wöchentliche Aufgaben erkennen, die als Pflicht anerkannt werden. Ein Großeinkauf pro Woche, das tägliche Ausführen des Hundes, ein Wohnungsputz pro Woche oder ein Besuch im Fitnessclub sollten mit dem entsprechenden Zeitfenster in der Woche untergebracht werden.
  • Fernab der Verpflichtungen: Was macht dir Freude, was würdest du gerne häufiger tun? Sammle Ideen und erinnere dich, was du eigentlich gerne öfter machen würdest.

Gestalte dir mit der Hilfe eines Kalenders und bunten Stiften einmal eine ehrliche Musterwoche. Sind darin Arbeitszeiten inklusive An- und Abreise, die täglichen und wöchentlichen Verpflichtungen eingetragen, bleibt vermutlich nicht mehr richtig viel Platz übrig. Bevor wir nun bewusst Zeitinseln schaffen, müssen natürlich noch unregelmäßige Zeiträuber eingetragen werden: Der Wagen muss zum TÜV, du selbst musst zum Zahnarzt oder ein Familienmitglied hat zum Geburtstag eingeladen. Diese Termine müssen ebenfalls eingetragen werden.

Einmal bewusst aufgeschrieben und sortiert siehst du schnell, dass nicht mehr viel Zeit gerade an den Wochentagen übrig ist. Allein durch das neue Bewusstsein fällt es oft leichter, zu Anfragen von Freunden und Kollegen einmal Nein zu sagen.

Vielen Menschen hilft es, die verschiedenen Lebensbereiche wie Arbeit, notwendige Termine, Sport, Gesundheit und Freizeit in Farben einzuteilen. Sehr schnell erkennt man dann, dass für die eigenen Prioritäten nie genügend Zeit übrig zu sein scheint. Erst nach dieser bewussten Erkenntnis können dann Veränderungen vorgenommen werden.

Auch der Wechsel vom Gehetzten und Gejagten hin zum Kapitän des eigenen Alltags gelingt mit dieser Methode sehr gut. Wenn du am Sonntag die nächste Woche ehrlich planst und aufgrund aller Termine und Verpflichtungen am kommenden Samstag den Nachmittag für dich selbst reservierst, kommt so schnell nichts mehr dazwischen. Wer etwas mit dir unternehmen will, der muss dies dann eben außerhalb deiner Quality-Time tun.

Erst wenn du in deinem vermeintlich unveränderbar anstrengenden Leben bewusst aufräumst und den wichtigen Dingen ihre Zeit gönnst, kannst du wieder neue Prioritäten setzen. Statt dreimal pro Woche für den vermeintlich perfekten Körper ins Studio zu gehen, könnte einer der Termine für Yoga oder Meditationen genutzt werden. Statt den Hund nur hektisch um den Block zu schleifen, könnte der tägliche Spaziergang in einer schönen Gegend zur aktiven Auszeit werden, bei der du jeden Tag neue Energie schöpfen kannst.

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