Stimmungsschwankungen und Heißhunger adé

Top 4: Tipps für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt

Der Darm ist ein wahrer Alleskönner. Er reguliert nicht nur unsere Verdauung, sondern beeinflusst auch unsere Glückshormone. Zudem reguliert der Darm den Östrogenspiegel.  Um den Darm gesund zu halten, helfen probiotische sowie fermentierte Lebensmittel.
Der Darm ist ein wahrer Alleskönner. Er reguliert nicht nur unsere Verdauung, sondern beeinflusst auch unsere Glückshormone. Zudem reguliert der Darm den Östrogenspiegel. Um den Darm gesund zu halten, helfen probiotische sowie fermentierte Lebensmittel.
Stimmungsschwankungen, unreine Haut oder Heißhungerattacken: Insbesondere Frauen wissen, wie es sich anfühlt, wenn die Hormone verrücktspielen. Glücklicherweise gibt es einige Maßnahmen, die gut dabei helfen, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Warum unsere Hormone so wichtig sind – und was sie im Körper bewirken

Hormone sind für den menschlichen Körper wichtige Botenstoffe, die an vielen lebensnotwendigen Prozessen beteiligt sind. Kaum eine Körperfunktion läuft ohne hormonelle Beteiligung ab. Ob Stoffwechsel, Haut oder Schlaf: Tanzt ein Hormon aus der Reihe, spüren wir deutlich, dass es uns nicht mehr gut geht. Zwar sind hormonelle Schwankungen bis zu einem gewissen Grad normal, sollten sich aber nicht negativ auf die Lebensqualität auswirken. Spätestens dann, wenn die eigene Gesundheit leidet, ist schnelles Handeln erforderlich. Um etwas gegen die hormonellen Störungen zu unternehmen, ist es zunächst wichtig zu wissen, was Hormone bewirken. Die nachfolgenden Hormone sind für den menschlichen Körper besonders wichtig:

Insulin: Die menschliche Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, das die Nährstoffe in die Zellen transportiert. Dort werden diese entweder verbraucht oder gespeichert. Besonders wichtig ist Insulin für den Blutzuckerspiegel. Jedoch kann die Insulinausschüttung bei einem „Zuviel“ an Kohlenhydraten durcheinandergeraten. Wird zu viel Insulin produziert, erlahmt die Bauchspeicheldrüse. Schlimmstenfalls entsteht dadurch die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus.

Leptin: Leptin gilt als „Abnehmhormon“ und steuert das Hungergefühl. Sobald der Leptinspiegel aus dem Gleichgewicht gerät, entstehen schier unkontrollierbare Heißhungerattacken. Vor allem Toxine, aber auch Schlafmangel oder einige Lebensmittel können den Leptinspiegel beeinträchtigen.

Cortisol: Cortisol ist auch als „Stresshormon“ bekannt, durch den der Körper besser an äußere Umweltbedingungen angepasst ist. Überwiegend schütten wir Cortisol aus, um Energie bereitzustellen und den Körper vor Überlastung zu bewahren. Daneben reguliert Cortisol auch viele unterschiedliche Vorgänge – unter anderem die Höhe des Blutzuckerspiegels sowie den Fettstoffwechsel. Ist der Cortisolspiegel zu hoch, kann dies zur Gewichtszunahme und einem Abbau an Muskelmasse führen.

Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron: Östrogen und Progesteron sind als Geschlechtshormone maßgeblich am weiblichen Zyklus beteiligt. Während Progesteron eine beruhigende Wirkung hat, kann Östrogen motivierend wirken und den Geist anregen. Zudem beeinflusst Östrogen die Blutgerinnung und Leberfunktionen. Liegt ein Übermaß an Östrogen vor, führt dies beispielsweise zu Endometriose oder Myomen. Produziert der Körper zu wenig Östrogen, so können Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Müdigkeit oder Schlaflosigkeit auftreten. Zudem können Östrogenschwankungen während einer Schwangerschaft oder bedingt durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel dazu beitragen, dass Pigmentstörungen der Haut entstehen.

Glückshormone: Unter den Glückshormonen kennen wir hauptsächlich Endorphine, die uns beruhigen, in Hochstimmung versetzen oder aber Schmerzen erträglich machen. Auch Serotonin, Noradrenalin und Dopamin machen uns glücklich. Ferner beeinflussen sie unter anderem das Herz-Kreislauf-System und den Verdauungstrakt.

Schilddrüsenhormone: Thyroxin und Triiodthyronin sind maßgeblich an den Stoffwechselvorgängen beteiligt. Sind sie nicht ausgeglichen, so hat dies eine Schilddrüsenunter- oder -Überfunktion zur Folge.

Hormonelles Ungleichgewicht erkennen und natürlich behandeln

Ob ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt, lässt sich anhand einiger Faktoren erkennen. Beispielsweise treten dann, wenn die Hormone nicht im Gleichgewicht sind, Schlafstörungen oder nächtliche Hitzewallungen auf. Auch chronische Müdigkeit kann ein Symptom sein, dass auf eine Schilddrüsenunterfunktion oder einen niedrigen Cortisolspiegel hindeutet. Produzieren Frauen hingegen zu viel Testosteron, leiden sie mitunter an fettiger Haut, entzündlichen Hautkrankheiten wie Akne oder einer übermäßigen Gesichtsbehaarung. Auch Veränderungen der Libido oder depressive Verstimmungen können erste Indizien für ein hormonelles Ungleichgewicht sein. Frauen können, wenn ihre Hormone nicht ausgeglichen sind, Menstruationsbeschwerden bekommen oder Probleme haben, schwanger zu werden.

Mönchspfeffer wird gerne in der Frauenheilkunde eingesetzt. Nicht ohne Grund, da es den Zyklus reguliert und PMS entgegenwirken kann.

Wichtig ist, bei einer hormonellen Dysbalance zunächst organische Ursachen auszuschließen. Sofern keine körperliche Ursache gefunden wird, sollte es darum gehen, die hormonelle Gesundheit zunächst auf natürlichem Wege zu regulieren. Dafür gibt es einige bewährte Maßnahmen, die sowohl Männer und Frauen einfach in ihren Alltag einbauen können.

4 Tipps, wie sich der Hormonhaushalt natürlich regulieren lässt

Die nachfolgenden Tipps helfen dabei, die durcheinander geratenen Hormone auf natürlichem Wege wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

1.      Viel schlafen

Um einen ausgewogenen Hormonhaushalt zu haben, ist es wichtig, ausreichend Schlaf zu bekommen. Bei zu wenig Schlaf reduziert sich der Leptinspiegel, wodurch das Hungergefühl steigt. Zudem setzt der Körper im Schlaf Hormone frei, die dabei helfen, die Muskeln zu stärken und zu regenerieren. Auch kognitiv ist der gesunde Schlaf wichtig, damit das Gehirn das tagsüber erlebte verarbeitet. Studien haben gezeigt, dass wir mindestens sieben Stunden schlafen und idealerweise nicht später als 23 Uhr einschlafen sollten.

2.      Bewegen und den richtigen Sport treiben

Mit hochintensivem Sport lässt sich auch der Hormonhaushalt „stimulieren“. Studien offenbaren, dass schweißtreibender Sport hierbei deutlich effektiver ist als ein längeres, ausdauerndes Training. Mehr als 80 Minuten am Stück sollten es nicht sein, damit der Testosteronspiegel nicht durcheinandergebracht wird. Ein positiver Nebeneffekt besteht darin, dass Bewegung Stress entgegenwirkt. Schließlich schüttet der Körper neben Adrenalin verstärkt Glückshormone wie Serotonin aus, was uns zufriedener macht. Auch an einem „trainingsfreien“ Tag sollte man sich viel bewegen – etwa mit dem Fahrrad oder zu Fuß beim Wandern und Spazierengehen.

Ein zu niedriger Magnesiumspiegel könnte die Hormone negativ beeinflussen. Als Folgeerscheinungen treten oft Schlafstörungen, Übelkeit oder Angstgefühle auf. Deshalb ist es wichtig, den Mineralstoff in ausreichenden Mengen, eventuell auch als Nahrungsergänzungsmittel, einzunehmen.

3.      Stressfaktoren vermeiden

Übermäßiger Stress wirkt sich negativ auf die Hormone aus. Schüttet der Körper verstärkt Cortisol aus, können Zyklus- oder Wechseljahresbeschwerden die Folge sein. Zudem schadet Langzeitstress den Nebennieren und der Schilddrüse. Um im ermüdenden Alltag Entspannung zu finden, helfen etwa Atemübungen, Meditationen oder entlastende Beschäftigungen wie Lesen oder Musik hören. Es kann ebenfalls hilfreich sein, die persönlichen „Stressfaktoren“ auszumachen und diese im Alltag zu vermeiden.

4.      Auf eine hormonfreundliche Ernährung achten

Damit der Hormonhaushalt ausgeglichen bleibt und wir uns wohl in unserer Haut fühlen, ist es sinnvoll, sich richtig zu ernähren. Besonders wichtig sind dabei die Antioxidantien, die gegen freie Radikale schützen. Reich an Antioxidantien sind beispielsweise Äpfel, Beeren, Brokkoli, Kartoffeln und Knoblauch. Hingegen sollten (fast) alle ungesunden Lebensmittel wie Fast Food, zuckerhaltige Speisen und gesättigte Fette vermieden werden. Langfristig stärken uns Lebensmittel voller Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren, zu denen beispielsweise Samen, dunkle Schokolade und Hülsenfrüchte gehören.

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