Ratgeber

So verkaufst du besser auf Berliner Handmade- und Designmärkten

Frau auf Flohmarkt
Berlin ist eine Hochburg nicht nur für herkömmliche Floh-, Trödel- und Antikmärkte, sondern auch für spezielle Handmade- und Designmärkte. Hier verkaufen Privatpersonen und Händler:innen mit Kleingewerbe ihre selbstgemachten Produkte. Von handgemachtem Schmuck bis hin zu hausgemachten Lebensmitteln kann alles dabei sein. Doch viele, die auf derlei Märkten noch nie verkauft haben, umtreiben diverse Fragen. Darf hier alles Selbstgemachte von jedem verkauft werden? Braucht es unbedingt ein Gewerbe? Und vor allem auch: Was kann dabei helfen, gleich auf den ersten Märkten erfolgreich zu verkaufen?

Grundsätzliche Fragen zum Verkauf

Darf jeder alles Selbstgemachte verkaufen?

Selbstgemachtes ist voll im Trend. Das liegt auch daran, dass ein Überangebot billiger Waren bei vielen Menschen wieder die Sehnsucht nach den „guten alten Dinge“ weckt. In Selbstgemachtes fließt in der Regel mehr Liebe, Zeit und Arbeit, als in Fließbandprodukte, was sich in besserer Qualität, ausgefalleneren Ideen und schlichtweg besonderen Waren widerspiegelt. Mit einem stetig wachsenden Interesse an Selbstgemachtem, nehmen auch die Angebote zu. Außerdem wächst die Lust bei Kreativen, sich selbst einmal als Verkäufer*in zu versuchen. Doch viele haben Angst, Selbstgemachtes auf diversen Märkten anzubieten, da sie sich unsicher sind, ob es dafür einen Gewerbeschein oder Ähnliches braucht.

Grundsätzlich kann hier klar gesagt werden, dass du selbstgemachte Dinge hin und wieder problemlos auf Handmade-, Design- oder auch herkömmlichen Flohmärkten verkaufen darfst. Ein Gewerbeschein ist dafür nicht unbedingt notwendig. Auch müssen die Gewinne – genau wie bei Flohmarktverkäufen alter und gebrauchter Gegenstände – nicht versteuert werden. Die Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass auch kein gewerblicher Handel vorliegt.

Was bedeutet das genau? Es bedeutet, dass du deine selbstgemachten Produkte jeglicher Art nur hin und wieder und eben nicht regelmäßig anbieten darfst. Die Waren, die du auf den Märkten verkaufst, darfst du außerdem nicht alleine für den Zweck des Weiterverkaufens eingekauft haben. Bei Selbstgemachtem liegt dieser Fall allerdings meist sowieso nicht vor. Außerdem wird vermutlich nicht auf jedem Markt, den du ab und an besuchst, ein Finanzbeamter zur Kontrolle unterwegs sein. Eigentlich musst du hier also keine Bedenken haben.

Möchtest du auf Nummer sicher gehen, solltest du darauf achten, nicht mehr als 600 Euro Gewinn pro Jahr zusätzlich mit deinen selbstgemachten Dingen zu erzielen. Ansonsten müsstest du dafür theoretisch auch Steuern zahlen. Zusätzlich ist dann auch die Anmeldung eines Gewerbes notwendig. Bei einem Jahresumsatz unter 17.500 Euro bist du dann ebenfalls von der Umsatzsteuer befreit. Solltest du hingegen mehr als 24.500 Euro Gewinn erzielen, musst du Gewerbesteuer an die Kommune zahlen.

Für welche Dinge gelten Sonderregeln?

Manche bestimmte Produkte, die selbstgemacht werden können, unterliegen strengen und speziellen Sonderregeln. Hier sind vor allem Lebensmittel zu nennen. Verkaufst du mal auf eurem Straßenfest oder beim Kindergartenfest deiner Kleinen ein paar Gläser selbstgemachte Marmelade oder Kekse, ist das in Ordnung. Sobald du mit deinen Lebensmitteln auf größeren Märkten stehst, könnte es Probleme geben. Denn hier schauen Ordnungshüter ganz genau hin.

Schnell wirst du dann als Lebensmittelunternehmer eingestuft. Das hat nicht nur zur Folge, dass du auf jeden Fall eine Gewerbeanmeldung brauchst. Vielmehr musst du dich auch bei der Lebensmittelüberwachung registrieren lassen. Dann gilt es, einen ganzen Katalog von Hygiene- und Kennzeichnungsvorschriften einzuhalten.

Einfach zuhause in deiner eigenen Küche Koch- und Backexperimente zu starten und die daraus entstehenden Leckereien auf Märkten an Frau und Mann zu bringen, ist schwierig. Die Herstellung von leicht verderblicher Ware musst du nämlich theoretisch in der Regel in Gewerbeküchen verlagern. Nicht zuletzt bist du dann verpflichtet, Zutaten auf selbstproduzierte Etiketten zu vermerken und etliche andere Kennzeichnungsauflagen zu erfüllen. Hältst du Hygienevorgaben nicht ein und werden Käufer*innen schlimmstenfalls auch noch durch verdorbene Lebensmittel krank, wirst du vielleicht sogar für Straftaten angezeigt. Dann kann es richtig teuer werden.

Mit Kosmetika sieht es nicht viel besser aus. Willst du zum Beispiel handgeschöpfte Naturseifen verkaufen, musst du auch dafür ein Gewerbe anmelden. Darüber hinaus besteht die Pflicht, sich beim zuständigen chemischen und Veterinäruntersuchungsamt anzumelden. Die Zutaten, die du verwendest, musst du dann regelmäßig in Laboruntersuchungen überprüfen lassen. Dabei wird ihre klinische Unbedenklichkeit festgestellt.

Wenn möglich, konzentriere dich also lieber auf Mode, Schmuck, Dekorationsgegenstände und Ähnliches. Denn damit gehst du erwähnten Problemen gezielt aus dem Weg.

Auf welchen Märkten in Berlin kann verkauft werden?

Wie bereits erwähnt, kannst du Selbstgemachtes im Prinzip auf allen Flohmärkten in und rund um Berlin verkaufen. Spezielle Design- und Handmademärkte eignen sich aber besonders gut. Denn Besucher*innen sind hier oft bereit, auch etwas mehr zu zahlen, während sich auf Flohmärkten eher Schnäppchenjäger finden, denen euer Selbstgemachtes vielleicht größtenteils zu teuer ist. Wir haben einmal einige tolle Märkte in Berlin zusammengefasst, auf denen sich der Verkauf lohnen könnte.

Neuköllner Stoff

Jeden Samstag kann, wenn nicht gerade eine Pandemie den Alltag einschränkt, von 11 bis 17 Uhr auf dem Markt direkt am Maybachufer alles rund um Design, Kunst und Stoff angeboten und entdeckt werden.

Japanmarkt Berlin

Im Festsaal in Kreuzberg finden sich auf dem Japanmarkt Stoffe, Accessoires, Origami und Onigiri, alles rund um Japan eben. Außerdem bekommst du hier meistens auch leckere japanische Snacks.

Weddingmarkt

Zuerst fand der Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz statt, dann zog er über die Müllerstrasse, zur Brunnenstrasse, zum Nordufer und schließlich wieder zurück. Ab 2017 hieß es, dass er für die nächsten fünf Jahre nun wieder auf dem Leopoldplatz stattfinden wird. Bleibt abzuwarten, wie die Lage sich entwickeln wird. Angeboten wird hier alles rund um Kunst, Illustration, Mode, Schmuck und Design.

TrendMafia – Der Desigmarkt

Die TrendMafiastellt regelmäßig einen Handmade-Flohmarkt für Mode, Design, Schmuck, Kunst und Fotografie auf die Beine – allerdings nicht immer am selben Ort. Mal in der ehemaligen Karl-Marx-Buchhandlung in der Karl-Marx-Allee 78 in Friedrichshain, mal auf dem ehemaligen Industriegelände in der Delbrückstraße 39 in Neukölln wechseln die Locations immer wieder. Das Konzept jedoch bleibt gleich: Rund 50 bis 60 Kreative können hier ihre Handmade-Ideen und Produkte anbieten und nebenbei ist für Kaffee, Kuchen und Herzhaftes gesorgt.

ArTminius 21 – Kreativmarkt Moabit

In der historischen und inzwischen über 120 Jahre alten Arminiusmarkthalle in Moabit bietet der Kreativmarkt ArTminius eine Mischung aus Kunst, Handwerk und Design. Viele unterschiedliche Angebote und ein echtes Stammpublikum machen den Markt zu einem Highlight.

Bubbly Berlin Kreativmarkt

Bubbly Berlin ist ein Laden für Design, Handgemachtes und Geschenke in Berlin Mitte. Die Betreiber*innen beschlossen irgendwann, zwei Tage lang im Steglitzer Einkaufszentrum einen Kreativmarkt zu veranstalten Ausgefallenes Kunsthandwerk von Keramik über Genähtes bis zu Gefilztem und Schmuck ist gerne gesehen. Verschiedene Workshops sollen außerdem dazu einladen, selbst kreativ zu werden. Noch ist leider unsicher, wann und ob dieser Markt in Steglitz stattfinden kann.

Nowkoelln und Schoeneboerg Flowmarkt

Der Nowkoelln Flowmarkt am Maybachufer legt seinen Schwerpunkt auf Second-Hand-Bekleidung, Kunst, Design, Musik und Handgefertigtes. In der Regel findet er jeden zweiten Sonntag von 10 bis 17 Uhr statt und ist dann auch immer stark besucht. Seit Juni 2021 findet er im Wechsel mit dem Flowmarkt in Schoeneboerg statt, der normalerweise alle zwei Wochen an der Crellestraße/ Ecke Grossgörschenstraße stattfindet.

Kreuzboerg Flowmarkt

Zum Kreuzboerg Flowmarkt, der – ebenfalls zweiwöchig – in den Prinzessinengärten stattfand, gibt es momentan keine Infos. Besonders schön war hier: In der Cafeteria nebenan konnte man die Ernte aus den ökologisch bewirtschafteten Gärten im Umfeld frisch verköstigen. Bleibt zu hoffen, dass du hier nach der Pandemie auch wieder hin kannst.

Darf man seine Produkte etikettieren?

Ein letzter Punkt, der rund um allgemeine Fragen zum Verkauf von Selbstgemachtem noch erwähnenswert ist, ist jener der Produktetikettierung. Wie bereits erwähnt besteht bei Lebensmitteln – und bei Kosmetika übrigens auch – spätestens dann Etikettierungspflicht, wenn diese Dinge gewerblich vertrieben werden. Die Frage ist nun: Was, wenn du deine selbstgemachten Kleidungsstücke oder Deko-Objekte freiwillig etikettierst? Ist das erlaubt? Riskiert man damit vielleicht, besonders ins Visier des Finanzamtes zu geraten und als gewerblich eingestuft zu werden?

Die klare Antwort lautet: Nein! Du kannst deine Produkte problemlos mit Etiketten versehen und ihnen natürlich auch nette Namen oder gar eine Art „Marke“ geben. Diese Marke muss auch nicht gleich angemeldet werden, wenn du eben nur ab und zu verkaufst. Somit ist sie allerdings aber auch nicht geschützt und jeder andere könnte deinen Marken- oder Produktnamen ohne Folgen fürchten zu müssen „klauen“. Falls du das vermeiden willst, musst du diesen Namen eben doch beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) schützen lassen und im Zuge dessen auch gleich eine Gewerbeanmeldung durchführen.

Wie der Verkauf besonders erfolgreich wird

Zur Vorbereitung auf die Märkte

  • Jeden Markt genau planen und Listen erstellen

Gerade der erste Markt, auf dem du dein Selbstgemachtes verkaufst, kann über alle kommenden Märkte entscheiden. Wenn es hier schlecht läuft, demotiviert dich das mitunter so stark, dass du nicht nur die Lust am Verkaufen, sondern zeitweise vielleicht sogar die Lust am Kreativsein verlierst. Es gilt daher, sich auf den jeweiligen Markt und den Verkauf vorzubereiten. Das Planen jedes Marktes (auch deines ersten!) und das Erstellen von Listen gehört daher unbedingt dazu.

Meistens läuft es so, dass Tage vor deinem Markt recht hektisch zugehen – gerade, wenn du auch noch anderes zu tun hast. Bevor das Packen also zu chaotisch wird, erstelle dir unbedingt zumindest eine To-Do- und eine Pack-liste, damit du nichts Wichtiges vergisst.

Wichtige Dinge, die du vielleicht brauchen wirst, sind etwa:

Genügend eurer Produkte

Tische

Tischdecke

Stühle

Verpflegung

Kugelschreiber

Taschenrechner

Quittungsblock

Werkzeug

Handy-Ladegerät

Standdekoration

Klebeband

Displays

Und vieles mehr

Schreibe dir außerdem ganz genau raus, wann und wo du für den Markt sein musst und halte dich genau an die geplante Zeit. Sei lieber deutlich zu früh, um gegebenenfalls einen guten Standplatz zu bekommen.

  • Eine kreative Präsentation der Sachen vorbereiten

Selbstgemachtes verkauft sich gerade auf spezifischen Designmärkten natürlich am besten, wenn du es am Stand auch ansprechend präsentierst. Dazu gehört etwa ein kreatives Arrangieren der Verkaufsgegenstände auf der Präsentationsfläche, die mit Hilfe von passenden Tischdecken, Displays und Dekorationselementen verschönert wird.

Doch auch etwa eine hübsche Verpackung, in welche du deine verkauften und selbstgemachten Dinge steckst oder sie bereits im Voraus füllst, können ein entscheidendes Verkaufskriterium sein. Du musst diese Verpackungen ja nicht unbedingt auch noch selbst basteln. Sie lassen sich auch in der Masse problemlos bei entsprechenden Herstellern bestellen und dabei sogar frei konfigurieren und bedrucken. Wähle eine passende Verpackungsgröße und überlege dir, ob du nicht auch noch passend gestaltetes und bedrucktes Geschenkpapier dazu bestellst. Zusätzliche Liebe, die du in deine Produkte steckst und zusätzliche Arbeit nehmen Besucher*innen der Märkte immer wahr. Du grenzt dich ab, indem du hier nicht hinterherhinkst oder anderen sogar ein Stück voraus bist. Zumindest beweist du dadurch zusätzlich Kreativität und Hingabe

  • Mehr herstellen und einpacken, als vermutlich verkauft wird

Selbst, wenn du noch überhaupt keine Ahnung hast, wie gut deine Produkte bei den Besucher*innen deines ersten Marktes ankommen werden, packe immer deutlich mehr ein, als du vermutest zu verkaufen. Denn dann musst du vielleicht eine oder gar zwei Kisten voller Sachen mehr zu eurem Stand schleppen, du kannst genau diese ein oder zwei Kisten mehr aber im besten aller Szenarien auch verkaufen.

Es gibt hingegen nichts Ärgerlicheres, als bereits nach einem halben Markttag schon ein Produkt ausverkauft zu haben, alle paar Minuten aber von interessierten Besucher*innen danach gefragt zu werden. Und bestellen wollen die wenigsten Menschen auf Handmademärkten – entweder, die Sachen können gleich mitgenommen werden oder „man kommt dann nächstes Mal wieder“. Wann und ob es solch ein nächstes Mal aber geben wird, steht in den Sternen.

  • Genug Wechselgeld mitnehmen

Nicht nur genügend Waren, auch genügend Wechselgeld ist für Selfmademärkte ganz entscheidend. Gleiches gilt natürlich auch für Flohmärkte. Doch bei Designmärkten werden deine Sachen sicherlich etwas teurer sein, sodass häufig mit Fünf-, Zehn- oder Zwangzigeuroscheinen gezahlt wird. Geht dir irgendwann aber das Kleingeld aus, stehst du dumm da. Auch dann verkaufst du mitunter Waren nicht, die du mit besserer Vorbereitung unablässig an Frau und Mann gebracht hättest.

Du kannst dir Münzen übrigens rollenweise bei deiner Bank bestellen oder alternativ einfach einige Wochen im Voraus Kleingeld sammeln. Hauptsache, du hast genug Wechselgeld, um auf auch große Scheine herausgeben zu können. Möchtest du ein weiteres Alleinstellungsmerkmal haben und selbst ohne Wechselgeld verkaufen können, kannst du natürlich auch Kartenzahlung anbieten. Denke dann daran, große Hinweisschilder aufzustellen, dass bei dir auch bargeldlos bezahlt werden kann – denn damit rechnet auf solchen Märkten eigentlich niemand.

  • Give-Aways vorbereiten

Überlege dir, passend zu einigen deiner angebotenen Artikel, kleine Give-Aways, die ebenfalls dazu dienen, das handgemachte, liebevolle deiner Arbeit zu unterstreichen. Das können etwa selbstdesignte Postkarten sein, die du zu jedem Kauf in eine Tüte dazulegst oder auch Pins zum Anstecken, Kaffeeuntersetzer oder Ähnliches. Diese musst du nicht für jeden Kauf rausgeben, sondern kannst sie auch mit einem Angebot kombinieren: Beim Kauf von drei Artikeln, gibt es dann beispielsweise gratis ein Geschenk.

  • Die eigene Erscheinung dem Stand anpassen

Dein eigenes Erscheinungsbild sollte bestenfalls in irgendeiner Weise stimmig sein mit den Dingen, die du verkaufst. Präsentierst du selbstgehäkelte Topflappen und Untersetzer und stehst dann im Hightech-Sportdress am Stand, macht das einen komischen Eindruck. Du solltest also auch mit deiner Kleidung und eventuellen Accessoires am Körper deiner individuelle Kreativität Aus- und Nachdruck verleihen.

  • Zuhause einen Probestand aufbauen

Am Tag des Marktes hast du, selbst, wenn du gut planst, meist zu wenig Zeit für alles. Vor allem auch dafür, dich erst vor Ort damit zu beschäftigen, wie genau du deinen Stand aufbauen und alles drapieren und arrangieren möchtest. Bau daher am besten schon zuhause einmal einen Probestand auf, schau ihn dir von verschiedenen Perspektiven an und wähle die beste Option aus. Genau so kannst du ihn dann am entscheidenden Tag einfach fix wieder aufbauen. Mach am besten auch ein, zwei Fotos mit dem Handy, damit du ihn wieder genauso schön hinbekommst.

 

Erfolgreicher verkaufen auf den Märkten selbst

  • Früh genug da sein

Es kann gar nicht oft genug gesagt werden: Du solltest bei jedem Markt – selbst, wenn du vielleicht einen genau zugeteilten Stand hast – immer früher da sein, als der Aufbau erlaubt ist. Denn wenn du als Letzte kommst, musst du dich eventuell schon durch Menschenmassen drücken oder bekommst eben doch keinen optimalen Stehplatz. Quäle dich daher lieber früher aus dem Bett – sobald du auf dem Markt bist, steigt sowieso das Adrenalin und deine Laune. Die zwei Stunden Schlaf kannst du in der kommenden Nacht nachholen.

  • Den Stand selbst als Produkt begreifen

Ebenfalls bereits erwähnt, aber auch einfach eins der wirksamsten Mittel, mehr und besser zu verkaufen: Den Stand mit genauso viel Liebe zu behandeln, wie deine Produkte. Je liebevoller und aufwendiger dein Stand gestaltet ist, desto mehr Interesse besteht auch an allem, was sich darauf befindet. Neben einer schönen Tischdecke, passender Deko und vielleicht sogar netter Beleuchtung zur späteren Stunde empfiehlt sich vor allem, mehrere Ebenen anzulegen.

Liegen deine Waren einfach nur flach auf dem Tisch, sind sie auch nur zu sehen, wenn man näher zu deinem Stand kommt. Soll dein Stand aber auch von Weitem ein Eyecatcher sein, sollten die Sachen in verschiedenen Höhen platziert sein. Inspirationen dafür kannst du etwa auf Pinterest zu Genüge finden.

  • Visitenkarten oder Flyer parat haben

Teil des Standes sollten auch Informationsbroschüren, Flyer oder zumindest Visitenkarten von dir und deiner Kunst oder deinem Handwerk sein. So können sich Interessenten auch auf deiner eventuellen Homepage umschauen oder Kontakt mit dir aufnehmen, wenn sie vielleicht weitere Produkte kaufen möchten. Außerdem trägst du so einfach zur schnelleren Verbreitung deines „Namens“ bei.

  • Die Artikel mit Preisen versehen

Manche Marktbesucher*innen haben keine Lust, nach Preisen von Produkten zu fragen, andere sind vielleicht sogar zu schüchtern. Komme ihnen entgegen, indem du jedes einzelne Produkt mit einem kleinen Preisschild versiehst. Willst du sicherstellen, dass es keine Klebereste gibt, schiebe Kärtchen unter die Waren oder hänge sie mit Schnürchen irgendwie daran. Da findest du sicher eine gute Lösung.

  • Unterschiedliche Preise haben

Manche Marktbesucher*innen suchen vielleicht nur Kleinigkeiten zum Verschenken, andere wiederum sind auch bereit, etwas mehr Geld für ein schönes Dekorationsobjekt oder für Schmuck auszugeben. Damit dein Stand potenziell für alle Besucher*innen interessant wird, solltest du unbedingt Waren in unterschiedlichen Preisklassen anbieten. Dann verweilen die Menschen auch länger am Stand und stöbern regelrecht nach genau den Sachen, die sie sich leisten möchten oder können.

  • Rabatte geben

Nicht nur Flohmarktgänger*innen, sondern auch Besucher*innen von Märkten, auf denen Selbstgemachtes angeboten wird, handeln gerne. Das Schöne ist, dass du ja deine Preise völlig selbstgestaltest und somit auch mehr oder weniger ganz genau weißt, wie deine Gewinnmargen sind. Kauft jemand mehrere Artikel bei dir oder merkst du, dass jemand etwas unbedingt haben möchte, es aber eigentlich leicht über seinem Budget liegt, gib doch einfach kleine Rabatte. Die festgelegten Preise zwingen dich ja nicht dazu, dich auch akribisch an sie zu halten. Gehe mit den Rabatten dennoch sparsam um, bevor du am Ende weniger einnimmst, als du dir erhofft hast. Das Ganze soll sich natürlich schon auch lohnen.

  • Freundlich bleiben und das Handy ausschalten

Unser letzter Tipp fürs Verkaufen ist recht allgemein und offensichtlich und doch möchten wir ihn dir noch einmal betont ans Herz legen: Versuche so gut es geht, dich während des Markttages bei Laune zu halten und eine gute Stimmung zu verbreiten. Lächele Interessierte an, sei freundlich, aber nicht aufdringlich und kommuniziere ehrlich und offen. Außerdem kann es helfen, dein Handy einfach mal ein paar Stunden auszuschalten. So bist du nicht abgelenkt und kannst dich voll und ganz auf den Markt, die Stimmung, die Menschen und aufs Geschäftemachen einlassen.

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